Warendorf: St. Bonifatius in Freckenhorst

 
 

 
 
 

St. Bonifatius ist ein ehemaliges freiweltliches Damenstift mit einer Stiftskirche gleichen Namens in Freckenhorst bei Warendorf. Sie beherbergt eines der umfangreichsten Glockengeläute in ganz NRW. Die fünf Türme der Freckenhorster Stiftskirche leuchten dem Anreisenden schon von weitem.

Die wesentlichen Bauteile der Stiftskirche St. Bonifatius stammen aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Im Süden schloss sich einst eine Klosteranlage an, von der heute noch ein Teil des Kreuzgangs aus dem 13. Jahrhundert steht.

Darunter befand sich ursprünglich ein karolingischer Kreuzgang mit den Stiftsgebäuden, von denen Teile 1967 ausgegraben wurden. Zwischen Kreuzgang und Kirche wurde ein Baumsargfriedhof aus dem 10. Jahrhundert festgestellt.

In der St.-Bonifatius-Kirche befindet sich ein Taufstein aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, dessen Inschrift die Weihe der Kirche für 1129 – nach einem Brand im Jahre 1116 – bezeugt, und, in der Krypta, das Grabmal der Geva aus der zweiten Hälfte des, so wird vermutet, 12. Jahrhunderts mit der ältesten niederdeutschen Inschrift. Geva war die mutmaßliche Gattin des sächsischen Edelherrn Everward, auf den nach der Überlieferung die Anlage des Klosters in Freckenhorst zurückgeht. Eine Legende dreht sich um das Treiben der bösen Jungfer Eli im Kloster Freckenhorst.

Die neuen, in so genannter (zinnfreier) Sonderbronze gegossenen Glocken werden elektrisch, die alten Glocken – zum Freckenhorster Krüßing – per Seilzug geläutet. Letztere bilden eines der vier vollständig erhaltenen alten Stiftsgeläute Westfalens. 1988 wurden die Glockenstühle restauriert und die beiden Uhrglocken läutbar gemacht.

Die Petrikapelle, die sich westlich vor der St.-Bonifatius-Kapelle befindet und deren Mauerwerk teilweise aus dem 10./11. Jahrhundert stammt, soll nach der Überlieferung die erste Kirche in Freckenhorst gewesen sein.

 
 

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Weitere Informationen

St. Bonifacius
Stiftsbleiche 2
48231 Warendorf-Freckenhorst
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