Sonderausstellung: „Mein grünes Land. Kulturlandschaften des Westmünsterlandes im Aufbruch“

 

 
 

Fragt man Auswärtige nach ihrem Bild vom Münsterland, so schwärmen sie sofort von grünen Wiesen, Weiden, Äckern, kleinen Waldbeständen und Wallhecken, die die Einzelhöfe umgeben. Es gibt lebendige Erinnerungen an sommerliche Radwanderungen durch wogende Felder. Das grüne Land prägt nicht nur die Außenwahrnehmung, sondern beherrscht bis heute auch das Selbstbild der Region. Doch der Wandel der Parklandschaft ist nicht zu leugnen. Siedlungen und Gewerbegebiete fressen sich immer mehr in die Landschaft, die Städte fransen an ihren Rändern aus. Weide­flächen sind zu Ackerland umgebrochen, nur selten sieht man Vieh. Maisflächen, Schweine­zucht, Biogasanlagen und Windräder dominieren das Bild.

Viele dieser Elemente beeinträchtigen die Umwelt oder das Landschaftsbild und werden kontrovers diskutiert. Doch es gibt auch positive Trends. Herunter­gekommene Industriebrachen in den Städten werden zu attraktiven Stadtquartieren umgebaut, Flüsse werden renaturiert, Wildtiere kehren zurück, der Stadt­raum bekommt neue Lebensqualitäten. Das Münsterland befindet sich im Umbruch und im Aufbruch - und die Regionale 2016 unterstützt diesen Strukturwandel in den Kreisen Coesfeld, Borken und Teilen der Kreise Recklinghausen, Unna und Wesel durch modellhafte Projekte.

Die Wanderausstellung „Mein grünes Land“ des LWL-Museumsamtes für Westfalen begleitet die Regionale 2016 dabei und zeigt, wie sich das Gesicht der Region durch Siedlung und Wirtschaft in den letzten 150 Jahren verändert hat. Dabei wird deutlich: Den Garten Eden gab es im Münsterland auch in „der guten alten Zeit“ nicht. Immer haben Menschen ihre Umwelt genutzt, oft genug auch zerstört; die Moore sind nur ein Bespiel von vielen. Die Eingriffe von damals sind unsere Heraus­forderungen von Heute und Morgen.

Die Ausstellung gibt Antworten auf zentrale Fragen: Durch welche Entwicklungen hat die Landschaft im Westmünsterland ihr heutiges Gesicht bekommen? Welche dieser Verände­rungen bewerten wir positiv? Und welche Veränderungen haben sich als nicht tragfähig für die Zukunft erwiesen? Und was ist uns auf dem Weg dahin bereits gelungen? Andere Fragen können von der Ausstellung nur angestoßen werden: Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben? Und welchen Preis müssen wir dafür zahlen?

Weitere Informationen:
https://www.lwl.org/LWL/Kultur/Museumsamt/serviceleistungen/ausstellungen/mein-gruenes-land


Veranstaltungsort:
kult - Kultur und lebendige Tradition
Kirchplatz 14
48691 Vreden

 
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