Nazanins Weltenkino präsentiert: “Ephraim und das Lamm”

 

 
 

Nach dem Tod seiner Mutter fühlt sich Ephraim seinem geliebten Lamm „Chuni“ näher als den Menschen. Wenn sein Onkel dieses für das Fest des heiligen Kreuzes schlachten will, versucht Ephraim alles um Chuni zu retten. “Ephraim und das Lamm”  wird am Freitag, dem 16. März ab 19.00 Uhr im Saal der Schuhfabrik, als Teil der Reihe Nazanins Weltenkino, gezeigt.

Der bildgewaltige Film übers Erwachsenwerden spielt vor dem Hintergrund der Urwälder und Berge des Bale-Mountains Nationalpark im Süden Äthiopiens. Hier lebt der junge Ephraim nach dem Tod der Mutter bei der Familie seines Onkels. Durch den Verkauf von selbstgebackenen Teigtaschen versucht er sein Lamm vor der Schlachtung zu bewahren und Geld zu sparen um zu seinem Vater zurückzukehren. Ephraims Leben, das voller Verlust und Überlebenskampf ist, ist zugleich eine Parabel für Äthiopien selbst. Das Land in Ostafrika, welches mehr als dreimal so groß wie Deutschland ist, hat eine sehr bewegte Geschichte, obgleich es als einziges Land Afrikas nicht kolonialisiert wurde. Mit dem Spielfilm will der äthiopische Regisseur Yared Zeleke ein realistischeres Bild seines Landes zeigen, Bilder kreieren, die nicht immerzu einseitig allein Hungersnöte mit Äthiopien verbinden. Einen großen Erfolg hat Zeleke bereits erreicht, “Ephraim und das Lamm”  ist der erste Film der je aus Äthiopien bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde.

Wer kennt schon einen Kinofilm aus Tadschikistan, Äthiopien und Georgien? Wahrscheinlich doch eher wenige. Gelegenheit für solch ungewöhnliche Kinoerlebnisse bietet die Filmreihe „Nazanins Weltenkino“. In Kooperation mit dem CinemAhlen präsentiert die Schuhfabrik den filmischen Reichtum aus Ländern, die hier selten mit Kino und Kunst verbunden werden, sondern die in den Medien meistens in Zusammenhang mit Entbehrung und Flucht auftauchen.

Alle Filme sind von Nazanin Asgari ausgewählt und werden an den einzelnen Abenden von ihr vorgestellt. Zusätzlich gibt es zu Beginn eine kleine Einleitung zu dem jeweiligen Land. Die Filme werden alle in deutscher Sprache gezeigt und der Eintritt ist frei. Nazanin Asgari legt besonderen Wert auf das gemeinsame Kinoerlebnis und den anschließenden, interessierten Austausch miteinander, zu dem sie jeweils landeskundliche Kenner einlädt.

Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.

Das Projekt wird im Rahmen des Interkultur Projektes „Kulturelle Vielfalt – Gelebte Diversität“ vom Bundesministerium des Innern gefördert.

Weitere Informationen:
http://www.schuhfabrik-ahlen.de


Veranstaltungsort:
Schuhfabrik
Königstr. 7
59227 Ahlen

 
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