“Die Maisinsel” in Nazanins Weltenkino

 

 
 

„Die Maisinsel“ ist ein Kinofilm über eine symbolische Suche nach einem freien Leben in der vergänglichen Welt einer kaukasischen Grenzregion. Der zweite Film des georgischen Regisseurs George Ovashvili ist klassisches Kino. Er gewann beim Internationalen Filmfestival in Karlsbad und war Georgiens Beitrag für den Auslands-Oscar.

Jeden Frühling ist im georgischen Enguri-Fluss zu beobachten, wie die Strömung große Mengen an fruchtbarem Boden aus dem Kaukasus-Gebirge in die an dessen Fuße liegenden Ebenen befördert. Dort bilden sie mitunter gar kleine, begehbare Inseln. Der alte Farmer Abga (İlyas Salman) will sich dies zu Nutze machen und ein solches Fleckchen Land mit Mais bepflanzen. Zu diesem Zweck baut er sich auf einer der neu entstandenen Inseln eine kleine Hütte, in die er gemeinsam mit seiner Enkelin Asida (Mariam Buturishvili) zieht – fortan stets mit der Gefahr lebend, dass der Boden unter ihren Füßen jederzeit weggespült werden könnte. Eines Tages findet Asida in den sprießenden Maisfeldern einen Soldaten, der im tobenden Konflikt zwischen Georgien und der Region Abchasien schwer verwundet wurde. Sie beschließt, ihn zu verstecken. Doch seine Verfolger lassen nicht lange auf sich warten…

Wer kennt schon einen Kinofilm aus Tadschikistan, Äthiopien und Georgien? Wahrscheinlich doch eher wenige. Gelegenheit für solch ungewöhnliche Kinoerlebnisse bietet die Filmreihe „Nazanins Weltenkino“. In Kooperation mit dem CinemAhlen präsentiert die Schuhfabrik den filmischen Reichtum aus Ländern, die hier selten mit Kino und Kunst verbunden werden, sondern die in den Medien meistens in Zusammenhang mit Entbehrung und Flucht auftauchen.

Alle Filme sind von Nazanin Asgari ausgewählt und werden an den einzelnen Abenden von ihr vorgestellt. Zusätzlich gibt es zu Beginn eine kleine Einleitung zu dem jeweiligen Land. Die Filme werden alle in deutscher Sprache gezeigt und der Eintritt ist frei. Nazanin Asgari legt besonderen Wert auf das gemeinsame Kinoerlebnis und den anschließenden, interessierten Austausch miteinander, zu dem sie jeweils landeskundliche Kenner einlädt.

Der Film ist FSK ab 0 freigegeben. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.

Das Projekt wird im Rahmen des Interkultur Projektes „Kulturelle Vielfalt – Gelebte Diversität“ vom Bundesministerium des Innern gefördert.

“Die Maisinsel” wird am Freitag, dem 18. Mai ab 19.00 Uhr im Saal der Schuhfabrik im Rahmen der Reihe Nazanins Weltenkino gezeigt.

Weitere Informationen:
http://www.schuhfabrik-ahlen.de


Veranstaltungsort:
Schuhfabrik
Königstr. 7
59227 Ahlen

 
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