Ein Söldner. Ein Bauer. Ein adeliger Diplomat. Alle drei versuchen, in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges ihre Pflichten zu erfüllen, und alle drei geben darüber in einzigartigen Zeitdokumenten Auskunft.

 

Der Soldat Peter Hagendorf, der von 1625 bis 1648 meist (aber nicht immer) auf kaiserlicher Seite den Krieg erlebte und über 20.000 Kilometer kreuz und quer durch Europa zurücklegte, hat seine Erlebnisse nach Kriegsende in akkurater Schönschrift auf zwölf Bogen Papier geschildert, deren Entdeckung 1988 eine kleine wissenschaftliche Sensation darstellte. Quasi spiegelbildlich stehen seinen Erinnerungen die Aufzeichnungen des Bauern Caspar Preis gegenüber, der die Taten der durchziehenden und marodierenden Truppen aus der Sicht der einfachen Landbevölkerung beschreibt. Die Briefe und Gedichte des römischen Gesandten Fabio Chigi, des späteren Papstes Alexander VII., über seine mehrjährige Beteiligung an den Friedensverhandlungen in Münster gewähren einen Einblick von erster Hand in das, was nach dem Krieg kam - und münden mitunter in überraschend amüsante Reisebilder aus dem rauen Westfalen.

 

Drei faszinierende Quellen, drei Sichtweisen auf ein prägendes Ereignis der europäischen Geschichte. In Zusammenarbeit und Koproduktion mit dem Stadtmuseum Münster werden wir die Dokumente für die Bühne einrichten und anlässlich der großen Friedensausstellung ab Mai 2018 im Museum präsentieren. Das Stück wird den langen Weg vom Krieg zum Frieden in den authentischen Worten der Zeitzeugen zu schildern und auf diese Weise die scheinbar längst vergangenen historischen Ereignisse in ihrer Bedeutung für unsere (politische wie geographische) Gegenwart erkennbar zu machen.

Quelle: publikom - Stadtnetz für Münster

Weitere Informationen:
http://www.f-und-g.de/buehne


Veranstaltungsort:
Stadtmuseum
Salzstraße 28
48143 Münster

 
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