Ausstellung "Julia Schily-Koppers"

 

 
 

kleine Ausstellung mit Werken von Julia Schily-Koppers (1855-1944)

Begleitausstellung zum Neujahrskonzert (05.01.2018) im Vennehof

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 4. Januar 2018, 17.30 Uhr

Gezeigt wird eine Auswahl mit Gemälden, Studien und Zeichnungen aus verschiedenen Schaffensperioden, von früher Studienzeit bis zum Spätwerk, die überwiegend aus der Sammlung des Heimatvereins Borken e.V. sowie aus Privatbesitz stammen.

Bilder zu den Themen "Borken und Familie", "Stillleben", "Frauenbilder des 19. Jahrhunderts" sowie erste Erfolge in Genrebild und Porträtmalerei sind zu sehen. Eine Medienstation im Ausstellungssaal führt in Leben und Werk ein.

Eintritt frei

 

Die Malerin ist in Borken geboren und war die Großmutter von Otto Schily.

Leben und Werk
In einer Zeit, in der Frauen ein offizielles Studium an deutschen Kunstakademien noch verwehrt war, verfolgte Julia Schily-Koppers energisch den Wunsch, die Malerei professionell zu erlernen.

Nach einer "schönen, ländlichen Kinderzeit" in der Umgebung des damaligen Hauses Koppers in der Vennestraße, absolvierte die Tochter des Juristen und späteren Landgerichtsrates Albert Koppers freilich zunächst ein Haushaltsjahr, bevor ihre Eltern eine Lehre bei dem Maler Dominik Mosler, der an der Ausmalung der Ägidii-Kirche in Münster beteiligt war, billigten.

Sie setzte ihre Studien in Düsseldorf fort, wo sie gemeinsam mit weiteren weiblichen Kunststudentinnen durch Professoren der Düsseldorfer Kunstakademie unterrichtet wurde.

Bereits 1878 konnte sie auf der Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste in Berlin ihre Werke zeigen, worauf die Teilnahme an zahlreichen, auch internationalen Ausstellungen folgte.

Selbst nach der Heirat mit Leo Schily, zahlreichen Umzügen und als Mutter von drei Kindern gab sie die Malerei nie völlig auf und widmete sich bis ins hohe Alter vor allem der Porträtmalerei und dem Genrebild.

Ihr Leben und Werk spiegelt insbesondere die Situation jener mutigen und oft übersehenen Frauen im Klima des 19. Jahrhunderts wider, die Kunst, Liebe und Leben gleichsam ernst nahmen und dennoch auch den Weg der erst beginnenden Emanzipation ebneten.

Künstlerinnen wie Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter oder Clara Rilke-Westhoff wurden erst geboren als Malerinnen der Generation Julia Schily-Koppers bereits erste, hart erkämpfte Ausstellungserfolge feierten, heute jedoch zumeist vergessen sind.


Veranstaltungsort:
Stadthalle Vennehof - Mölndal Saal -
Am Vennehof 1
46325 Borken

Veranstalter:
Heimatverein Borken e.V.

 
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Termin

 

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