2. Sinfoniekonzert - 18.30 Einführung im Theatertreff

 

 
 

Der Referenzpunkt des Abends ist Ludwig van Beethoven: Obwohl keines seiner Werke gespielt wird, ist er dennoch anwesend. Auf ihn bezieht sich Jörg Widmann mit Con brio, worin er sich intensiv und mit größtem Respekt mit der 7. und 8. Sinfonie des großen Klassikers auseinandersetzt - ohne dabei eine einzige Note zu zitieren. Vielmehr ging es Widmann bei dem Auftragswerk des BR Symphonieorchesters darum, an Beethovens Gestus und Bewegungstypen anzuknüpfen, die das Stück prägnant wiedergibt.

 

Ehrfürchtig war auch Johannes Brahms' Umgang mit dem großen Vorbild, denn bevor er seine individuelle Antwort auf Beethovens einzigartiges sinfonisches Werk ausformulieren konnte, lähmten ihn seine Unsicherheit und Selbstzweifel knapp 20 Jahre lang. Als "vom Dunkel zum Licht" führend wird der dramaturgische Aufbau seiner 1. Sinfonie oft beschrieben, zumal die teils chromatischen, immer spannenden motivischen Entwicklungen in ein strahlendes, festliches Finale münden.

 

Brahms' fortschrittliche Auseinandersetzung mit der Gattung der Sinfonie bildet jedoch nur eine Strömung der deutschen Musiklandschaft ? Max Bruch vertrat eine weitaus konservativere Haltung. Von dem zu Lebzeiten zunächst gefeierten Komponisten ist bis heute lediglich das 1. Violinkonzert im gängigen Repertoire erhalten geblieben. Das Werk hat sich dafür zum Virtuosenstück eines jeden Geigers etabliert. Midori Goto, Konzertmeisterin des Sinfonieorchesters Münster, wird mit diesem Werk die Tradition ihrer Solo-Auftritte mit ihrem Klangkörper fortsetzen.

Quelle: publikom - Stadtnetz für Münster

Weitere Informationen:
http://www.theater-muenster.com


Veranstaltungsort:
Theater Münster, Großes Haus
Neubrückenstraße 63
48143 Münster

 
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