Münsterland Reitroute Abschnitt Rheine – Lienen

 
 

 
 
 

Dieser 77 Kilometer lange Abschnitt der Münsterland Reitroute führt uns von der Emsstadt Rheine kommend durch besonders schöne Ecken des Tecklenburger Landes und bietet landschaftlich jede Menge Abwechslung.

Start im Erholungsgebiet Bentlage

Gradierwerk an der Saline Gottesgabe in Rheine
Das Gradierwerk an der Saline Gottesgabe in Rheine - ebenfalls Teil des Erholungsgebiets Bentlage.

Die Route beginnt im Erholungsgebiet Bentlage, das so viel zu bieten hat, dass es einen eigenen Tagesausflug wert ist: Hier erwartet uns der NaturZoo Rheine, der 1000 Tiere von rund hundert verschiedenen Arten auf einer Fläche von 13 Hektar beheimatet und mit 300.000 Besuchern jährlich eine der beliebtesten Attraktionen im Kreis Steinfurt ist. In direkter Nachbarschaft liegen überdies das Kloster Bentlage, das heute ein wichtiges Kulturzentrum im Kreis ist, sowie die Saline Gottesgabe mit anliegendem Park, in dem es ebenfalls eine Menge zu entdecken gibt.

Von diesem Erholungsgebiet aus starten wir auf die 77 Kilometer lange Route, vorbei am Moor am Holstener Weg zu unserer Linken und über die A30 sowie den Dortmund-Ems-Kanal. Über landwirtschaftlich geprägtes Gebiet und ruhige, kleine Wege und Straßen erreichen wir schließlich Hörstel. Nur knapp 300 Meter entfernt von unserer Route liegt hier das Naherholungsgebiet Torfmoorsee.

Vorbei am nahen Torfmoorsee

Torfmoorsee in Hörstel
Der Torfmoorsee in Hörstel ist nicht nur bei Reitern ein beliebtes Ausflugsziel.

Auch hier gibt es übrigens einen Reitweg, der einen Abstecher lohnt. Der Torfmoorsee selbst verdankt seine Entstehung übrigens dem Bau der Autobahn. 25 Hektar groß ist der See, der auch eine eigene Badebucht sein Eigen nennt. In unmittelbarer Nähe des Sees befindet sich das 1980 angelegte und nicht zugängliche Feuchtbiotop mit einer Wasserfläche von 2 ha.

Unsere Reitroute jedoch führt uns weiter und einmal mehr über den Dortmund-Ems-Kanal bis hin zur lauschigen Bevergerner Aa, die wir ebenfalls queren. Wir erreichen schließlich ein großes Waldgebiet, das sich einem der bekanntesten Wasserschlösser des Tecklenburger Landes anschließt, dem Schloss Surenburg.

Durch die Wälder bei Schloss Surenburg

Surenburg
Die Surenburg liegt in Riesenbeck, einem Stadtteil von Hörstel. Es ist das bekannteste Wasserschloss im Tecklenburger Land. Foto: www.wehrbauten.de

Schloss Surenburg ist unglaublich malerisch. Das liegt nicht nur am Schloss selbst, sondern auch an den hochstämmigen Alleen und dem weitgedehnten Forst, in dem auch exotische Baumarten gedeihen. Der Herrensitz wurde wahrscheinlich um 1400 gegründet, aber erst 1474 urkundlich erwähnt. 1786 kam der Landedelmann Carl Heinrich Heereman von Zuydtwyck aus Roermond in den Niederlanden daher, sah, staunte und kaufte. Seine Nachkommen bewohnen den Adelssitz noch heute.

Vorbei an kleinen Waldgebieten, Wiesen und Felder setzt sich unser Weg fort in südöstlicher Richtung. Immer wieder entdecken wir kleine Bäche am Wegesrand und natürlich – Pferde auf den Weiden. Und schließlich treffen wir auf einen alten Bekannten, der uns auf Ibbenbürener Stadtgebiet begrüßt: der Dortmund-Ems-Kanal. Am anderen Ufer sehen wir den Kulturspeicher Dörenthe, in dem heute regelmäßig kulturelle Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art angeboten werden.

Einmal mehr am Kanal

Bevor wir den Kanal abermals überqueren, reiten wir ein ganzes Stück an ihm entlang, genießen den Ausblick auf das Wasser und winken vorbei fahrenden Schiffen zu. Doch schließlich geben wir uns einen Ruck, denn wir können es nicht lassen – und überqueren den Kanal. Von nun an geht durch kleine Bauernschaften in nordöstlicher Richtung weiter und wir reiten langsam aber sicher auf Brochterbeck zu, das bereits zu Tecklenburg zählt.

Der kleine Ort wäre wahrlich einen Abstecher wert, doch biegt unsere Route kurz vor seinen Toren nach rechts ab und führt uns über Wechte, über die A1 und an Aldrup-Antrup vorbei Richtung Ladbergen. Zu unserer Rechten liegt schließlich der Badesee Buddekuhle – im Sommer hören wir das auch schon von Weitem…

Barfüßiges Finale in Lienen

Barfußpark Lienen
In Lienen gönnen wir unseren Füßen ein besonderes Erlebnis im Barfußpark. Foto: Stefan Herringslack

Es folgen vor allem viele waldgesäumte Abschnitte durch die Erpenbecker Siedlung sowie die Moorsiedlung, ehe wir schließlich den kleinen, schmucken Ort Lienen erreichen, das Ziel unserer Route. Hier steigen wir vom Pferd und hängen an die absolvierten 77 Kilometer noch 2,5 Kilometer dran. Denn hier erwartet uns der Barfußpark, der für Reiter – nicht für Pferd – ein echtes Erlebnis ist.

Der Barfuß-Rundweg beginnt unmittelbar neben dem Dorfteich und der Touristen-Information im Haus des Gastes Lienen. Dort können die Besucher ihre Schuhe und persönlichen Gegenstände für einen Euro in Schließfächern aufbewahren und die Arm- und Fußwaschbecken benutzen.

GPSies - Münsterland Reitroute Abschnitt Rheine - Lienen