Steinfurt: Schloss Steinfurt ist idyllisch gelegen

 
 

 
 
 

Steinfurt - Das Schloss Steinfurt befindet sich im Südosten Steinfurts auf einer Insel in der Aa. Es gilt als eine der schönsten und mächtigsten Wasserburgen des Münsterlandes.

Schloss Steinfurt
Das Schloss Steinfurt ist eine der ältesten und mächtigsten Wasserburgen des Münsterlandes.

Geschichte und Architektur

Der Formenschatz der Anlage ist durch sukzessive Veränderungen zwischen dem 12. und 19. Jahrhundert entstanden. Die flache Landschaft wies keine natürlichen Schutzwälle (z.B. Berge oder Klippen) auf. Daher ließen die Schloss-Baumeister breite Wassergräben und künstliche Inseln anlegen, auf denen sie die Festungsanlage errichteten. Im Schutze von Schloss Steinfurt entstand im 12. Jahrhundert auch die Siedlung „Stat to Stenvorde“, aus der das heutige Steinfurt hervorging.

Im Schutze der Burg Steinfurt entstand seinerzeit die erste Marktsiedlung.

Als die Familie derer von Steinfurt 1421 im Mannesstamm erlosch, kamen Burg und Herrlichkeit über die Erbtochter an Everwin von Götterwick, der im gleichen Jahr auch die Grafschaft Bentheim erbte. Seine Familie nannte sich daraufhin „Grafen von Bentheim und Steinfurt“. Da diese aber auf einer der zahlreichen anderen Besitzungen wohnte, wurde die Burg in Steinfurt fortan nicht mehr als Wohnsitz genutzt und verfiel allmählich.

Während des Dreißigjährigen Krieges wechselte das Schloss mehrfach die Besitzer und wurde dabei stark beschädigt. So wurden 1634 Schloss und Stadt von Truppen des Fürstbischofs von Münster, Ferdinand I. von Bayern, besetzt. Ihnen folgten erst hessische 1647 dann kaiserliche Mannen. Zwar wurden bereits 1661 erste Instandsetzungsarbeiten vorgenommen, doch erst zwischen 1706 und 1715 erfolgte der vollständige Wiederaufbau. Weitere Neubauten folgten zwischen 1723 und 1729 im schlichten Stil des Barocks.

Restaurierung im 19. Jahrhundert

Die Niedermühle von Schloss Steinfurt.
Die Niedermühle von Schloss Steinfurt.

Von 1877 bis 1898 erfolgte eine Restaurierung der Anlage durch den Münsteraner Architekten Franz Anton Nordhoff. Unter seiner Federführung wurden zahlreiche alte Bauteile durch modernere Elemente ersetzt. So stammt zum Beispiel die steinerne Verbindungsbrücke zwischen Haupt- und Vorburginsel aus dem Jahre 1888 von ihm.

Das Schloss befindet sich heute noch im Besitz der Familie zu Bentheim und Steinfurt und wird als Wohnsitz genutzt. Seit Januar 2009 wird das Schloss nur noch privat genutzt. Eine Innenbesichtigung, wie auch die Besichtigung des Unter- und Oberhofes sind nicht mehr möglich. Es besteht die Möglichkeit, sich die Anlage von außen (nur von der Straße Blickkontakt) im Rahmen der 100-Schlösser-Route anzuschauen.

Schlosspark Bagno

Schloss Steinfurt
Noch heute leben hier die Nachfahren der Erbauer: die Familie des Fürsten zu Bentheim und Steinfurt.

Die von Wassergräben umgebene Anlage grenzt auf der einen Seite an die Ortschaft Steinfurt, nach Süden hin liegt es landschaftlich frei in Richtung Bagno, dem ca. 65 ha großen, ehemaligen Schlosspark.

Das „Bagno“, Burgsteinfurts herrlicher weitläufiger Landschaftspark mit großem See und Golfanlage, wurde 1765/75 im französischen Stil angelegt, später erweitert und in einen englischen Park umgewandelt. Im Bagno befindet sich Europas einzige freistehende barocke Konzertgalerie.

 
 

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Besichtigung

Schloss Steinfurt
Burgstraße 16
48565 Steinfurt
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