Radtour: Natur und Historie zwischen Burgsteinfurt und Horstmar

 
 

 
 
 

Auf rund 31 Kilometern erkunden wir auf dieser Strecke die Orte Burgsteinfurt, Horstmar und Borghorst. Insgesamt machen wir im Streckenverlauf rund 200 Höhenmeter, das sollte zu schaffen sein. Unser Ausgangs- und Zielpunkt ist das Schloss in Burgsteinfurt.

Schloss Steinfurt
Das Schloss Steinfurt ist eine der ältesten und mächtigsten Wasserburgen des Münsterlandes.

Das Schloss Steinfurt befindet sich im Südosten Steinfurts auf einer Insel in der Aa. Es gilt als eine der schönsten und mächtigsten Wasserburgen des Münsterlandes. Das Schloss befindet sich heute noch im Besitz der Familie zu Bentheim und Steinfurt und wird als Wohnsitz genutzt. Zu besichtigen ist es daher nur von der Straße und uns bleibt nichts übrig, als staunend davor zu stehen, ehe wir uns auf das Rad schwingen und unsere Tour in Angriff nehmen

Niedermühle und "Posten 23"

Niedermühle
Die Niedermühle ist heute das Domizil des Heimatvereins und dient seinen Arbeitsgruppen als Versammlungsraum.

Unser Weg führt uns zunächst Richtung Norden, wo wir alsbald die Niedermühle passieren. Auch sie blickt auf eine lange Geschichte zurück und wurde bereits im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Heute ist sie übrigens der Sitz des Steinfurter Heimatvereins, der die Mühle im Jahr 1995 auch restaurierte.

Von nun an halten wir uns westlich und radeln aus Steinfurt heraus. In der Ortschaft Sellen fällt unser Blick auf den kleinen „Posten 23“. Der Posten 23 stand bis 1997 an der Bahnstrecke Münster-Gronau und war bis 1994 die Unterkunft für einen Bahnwärter, der die Schranke bediente. Es war der 23. von insgesamt 56 gleichartigen Posten an der Bahnstrecke Münster-Gronau. Mit der Schrankenanlage wurde das Bahnwärterhaus 1997/98 durch den Heimatverein Burgsteinfurt an den jetzigen Radweg verlegt, um daran zu erinnern, dass es sich auch hier einst um eine Eisenbahnstrecke - von Burgsteinfurt über Metelen-Ort, Ahaus nach Stadtlohn – handelte.

Von hier an geht es für uns in Richtung Süden und wenig später überqueren wir den kleinen Guxbach. Es folgt ein besonders ländlich geprägter Abschnitt unserer Radtour und wir nähern uns Leer, das bereits zu Horstmar gehört. Hinter dem kleinen Ortskern, den wir durchqeuren, entdecken wir zu unserer Linken den Leerbach, an dessen Ufer Wennings Mühle steht. Vor uns erhebt sich übrigens nun der Schöppinger Berg – und wir sind ganz froh, dass wir den heute nicht mit dem Rad hoch müssen.

Weiter nach Horstmar

Altes Rathaus in Horstmar
Das Alte Rathaus in Horstmar liegt ebenfalls an unserer Strecke.

Gut zwölf Kilometer haben wir inzwischen zurückgelegt, passieren noch ein Wäldchen und erreichen schließlich Horstmar, wo uns bereits zur Linken der erste historische Fachwerkhof empfängt. Horstmar ist die Stadt der Burgmannshöfe und schon wenig später radeln wir durch das Tor des Sendenhofs und können zur Rechten noch einen Blick auf den Merveldter Hof erhaschen, ehe wir mitten im Ortskern auf das historische Rathaus Horstmars treffen.

Sein markantes Aussehen bekam das Rathaus 1571, als auf den Vorgängerbau ein Stockwerk aus Ziegelfachwerk aufgesetzt wurde. 1963 zog die Stadtverwaltung aus, das Rathaus wurde zunächst außen, später dann auch innen in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Die Renovierungen wurden erst 1976 endgültig abgeschlossen. Vorbei an ebenso alten wie imposanten Häuserfronten passieren wir schließlich auch den schönen Münsterhof, sowie das Münstertor, ehe wir Horstmar endgültig den Rücken zukehren.

Nun liegen ländliche zehn Kilometer auf Rad- und Wirtschaftswegen durch Felder und Wiesen vor uns – die perfekte Radfahridylle. Wir genießen die Strecke, an deren Ende uns bereits Borghorst winkt. Wir fahren hinein und treffen im Ortskern auch hier auf ein altes Rathaus. Das ehemalige Rathaus von Borghorst wurde im Jahr 1887 vom münsterschen Architekten Franz-Anton Nordhoff entworfen und erbaut. Heute wird das alte Rathaus vom Heimatverein Borghorst als Heimathaus genutzt. Laufende Aktionen wie Sammlungen, ein Tante-Emma-Laden, Schuhmacher- und andere Werkstätten laden die Besucher zu Besichtigungen ein.

Vorbei am Bagno und der Konzertgalerie

Konzertgalerie
Die Konzertgalerie im Bagno - seit 1997 finden hier wieder Konzerte statt.

Unsere Strecke führt uns wieder aus Borghorst heraus und zur Rechten und Linken sehen wir bereits die Ausläufer des Bagnos und des Buchenbergs und nehmen uns vor, alsbald wieder zu kommen und Wanderschuhe dabei zu haben, um hier die Strecke „Bagno, Brünnchen und Buchenberg“ zu erwandern (siehe Rubrik Wandern). Am Rande des Bagno-Parks radeln wir weiter bis schließlich die wunderschöne Bagno Konzertgalerie in unser Blickfeld kommt.

Sie ist das schönste der verbliebenen Schmuckstücke im Bagno-Park. Zu seiner Blütezeit verfügte der Park über aufwändige und exotische Elemente wie ein chinesisches Palais, Fontäne und Terrassenkaskaden. Die 1774 erbaute Konzertgalerie gilt als ältester freistehender Konzertsaal Europas, gebaut nach Vorbild des Versailler Gartensaals "Grand Trianon". Seit 1997 finden hier wieder Konzerte statt und Weltstars der Klassik geben sich die Klinke in die Hand.

Wir dagegen radeln nun nur noch ein kleines Stück weiter und kommen wir an unserem Ausgangspunkt an. Hat Ihnen diese Radtour gefallen, sagen Sie es weiter, wenn nicht, sagen Sie es uns (redaktion@muensterland.de)

Kurzportrait


Startadresse

Schloss Steinfurt
Burgstraße 16
48565 Steinfurt
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