Stadtgeschichte Rheine

 
 

 
 
 

Rheine – Heute geht man von der ersten Besiedlung des Gebiets um Rheine in der Zeit 2100 vor Christus aus. Urkundlich erwähnt wurde die Siedlung erstmals im Jahre 838 nach Christi Geburt. Ludwig der Fromme schenkte die auf dem Hofgute (Villa) Reni schon unter Karl dem Großen erbaute, dem hl. Dionysius geweihte Kirche, dem Benediktinerinnstift Herford.

Im Jahre 1310 legte dann – ebenfalls urkundlich belegt - Bischof Ludwig II. die Stadtbefestigungen an. Was folgte, war eine bewegte Geschichte der Stadt, die heute nicht weniger als 75.000 Einwohner zählt, damit zu den großen Mittelzentren des Münsterlandes gehört und heute den Namen Rheine führt:

1320 Kapelle in Elten zum ersten Male urkundlich erwähnt.

1327 15. August. Bischof Ludwig II. Verleiht Rheine das Münsterische Stadtrecht.

1424-84 Bau der kath. Pfarrkirche St. Dionysius.

1437 Der Haupthof der Stadt erhält nach dem damaligen Besitzer von Valke den Namen Falkenhof.

1437 Die Kreuzherren gründen das Kloster Bentlage.

1440 Entdeckung des Salzbrunnens in Bentlage.

1457 29. Oktober Überfall und Brandschatzung von Rheine durch die gräflichen Brüder Bernhard von Bentheim und Arnold von Bentheim.

1493 Überfall der Stadt Rheine durch den Grafen Edzard von Ostfriesland.

1533 In Rheine tagt der Landtag, auf dem beschlossen wird, Münster von den Wiedertäufern zu befreien.

1550 Bau eines 3 m hohen und 3,35 m breiten Steinwehres in der Ems.

1579-80 Bau der Schleuse am Emswehr.

1598-99 Besetzung der Stadt durch die Spanier.

1611 Errichtung des Salzwerkes ?Gottesgabe? in Bentlage durch die Brüder Hermann, Johann und Alexander von Velen.

1623 13. bis 19. August. Tilly lagert mit seinem ganzen Heer in Rheine und Umgegend.

1633 4. September - 1635 Besetzung der Stadt durch die Hessen.

1635 5. Januar (Pauli Bekehrung) Rheine wird den Hessen entrissen.

1647 20., 21. September und 19. Oktober. Schlacht bei Rheine zwischen den Schweden und Hessen gegen die Kaiserlichen, die die Stadt besetzt haben. Bombardement der Stadt mit glühenden Kugeln hierbei wurden 365 Häuser und die Nikolaikirche zerstört.

1657 Die seit 1635 in Rheine ansässigen Franziskaner gründen das Gymnasium Dionysius in dem damaligen Kloster (jetzt altes Rathaus).

1690 Bau der alten Emsbrücke.

1743 Bau des Salinenkanals.

1757-62 Große Einquartierung und Kontribution (7jähriger Krieg, von denen die Stadt sich nur schwer erholen konnte.

1759 Ein großer Brand vernichtet den Falkenhof und 70 benachbarte Gebäude.

1803 Rheine wird Haupt- und Residenzstadt des neu gegründeten Fürstentums Rheina-Wolbeck. Das Fürstentum bestand aus der Stadt Rheine sowie den Orten Mesum, Emsdetten, Nordwalde, Altenberge, Neunkirchen, Salzbergen, Schepsdorf und Emsbüren.

1811 Das Fürstentum Rhein-Wolbeck wird dem französischen Kaiserreich einverleibt. Das Kloster der Franziskaner wird durch Napoleon aufgehoben.

1813 Stadt und Amt Rheine kommen an die Krone Preußens.

1816 Rheine wird dem Kreise Steinfurt zugeteilt.

1843-45 Neubau der Emsschleusenanlage am Emswehr.

1850 2. April. Das Amt Rheine (Rheine l.d.Ems, Rheine r.d.Ems, Elte und Mesum) wird von der Bürgermeisterei Rheine abgetrennt.

1901 Bau des Kurhauses Gottesgabe in Bentlage, des jetzigen Exerzitienhauses.

1907 Erneuerung der alten Emsbrücke durch einen eisernen Oberbau.

1908-09 Neubau des städtischen Gymnasiums Dionysianum - Übersiedlung der Stadtverwaltung in das jetzige alte Rathaus.

1913 Einführung der elektrischen Stromversorgung in Rheine durch Ausbau eines Stromverteilernetzes.

1922 Kauf der Saline und des Solbades ?Gottesgabe? in Bentlage durch die Stadt Rheine.

1927 1. April. Eingemeindung von rund 10.000 Einwohner des Amtes Rheine zur Stadt die Einwohnerzahl steigt auf 29.598, die Stadtfläche wird fast verdreifacht.

1927 600-Jahrfeier der Stadt Rheine und Grundsteinlegung zur neuen Emsbrücke.

1928-30 Neubau des Mathias-Spitals.

1928-30 Bau der neuen Emsbrücke (Ludgerusbrücke), 30.März 1945 gesprengt, 1949 wieder hergestellt.

1929 Bau einer Emsbrücke zwischen Mesum und Elte, im Krieg gesprengt. 1950/51 wieder hergestellt.

1934 Einweihung des ?Jahn-Stadions?.

1935 Am 16. Okt. Wird Rheine Garnisonsstadt.

1937 Grundsteinlegung zum Jugendheim am Mühlendamm (heute Jugendherberge)

1937 Einrichtung des Heimattiergartens in Bentlage.

1939 Ankauf des Falkenhofes.

1939 Bürgermeister Schüttmeyer tritt in den Ruhestand nach fast einer 35jährigen Tätigkeit als Bürgermeister.

1942-45 Durch den 2. Weltkrieg große Verluste an Menschenleben und schwere Zerstörung der Stadt.

1945 April: Die englische Militärregierung beruft den Fabrikanten Carl Ludwig Kümpers zum Bürgermeister der Stadt Rheine. Mai: Die Militärregierung Bestellt den stellv. Bürgermeister Carl Eickens zum Bürgermeister der Stadt.

1946 8./9. Februar Überschwemmungskatastrophe mit höchstem Hochwasser auf der Ems.

1947 Wiedereinrichtung und Verbreiterung der alten Emsbrücke.

1959 Übergabe der Truppenunterkunft Gellendorf durch den Befehlshaber im Wehrbereich III und Einmarsch des Fla-Rak-Btl. 31 und des Mat.-Btl. 110 (Rheine wurde von diesem Tage an wieder Garnisonsstadt).

1960 Dezember: Überschwemmungskatastrophe der Ems. Die ?Alte Emsbrücke? mußte aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Große Wasserschäden in Stadt und Amt Rheine.

1961 Neueinrichtung des Stadtarchivs im Falkenhof.

1965 Fertigstellung des Kopernikus-Gymnasiums.

1967 Einweihung des Krankenhauses in Mesum. Einweihung des neuen Amtshauses an der Münsterstraße.

1968 Eröffnung des Hallenbades an der Hemelterstraße.

1969 Freigabe der Bodelschwingbrücke.

1970 Sanierungsbeginn in der westlichen Innenstadt (Nadorffhaus).

1972 Neubau der Stadtwerke an der Hafenbahn.

1975 Zusammenschluß der Stadt Rheine mit den Amtsgemeinden Rheine links und rechts der Ems, Elte und Mesum.

1975 Eröffnung des Mesumer Hallenbades.

1977 650jähriges Stadtjubiläum.

1976-78 Neubau des Rathauszentrums.

1983 Abschluß einer Städtepartnerschaft mit Borne (Niederlande).

1988 1150 Jahre Rheine - ausgehend von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 838.

Mit freundlicher Genehmigung der Bezirksregierung Münster


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