Rheine: Die Fachwerkhofanlage Pöpping in Elte

 
 

 
 
 

Rheine/Elte - Vielleicht nicht jedem bekannt, aber ganz sicher einen Ausflug wert ist diese Fachwerkhofanlage. Hier verwirklichte sich die Familie Pöpping einen Lebenstraum und schuf sich eine geschichtsträchtige Ansammlung erhaltenswerter uralter Gemäuer, in denen es sich gut leben und arbeiten lässt.

Fachwerkhofanlage Pöpping
Hier an der Schulte-Elte-Straße 17 verwirklichte sich die Familie Pöpping einen Lebenstraum und schuf sich eine geschichtsträchtige Ansammlung erhaltenswerter uralter Gemäuer, in denen es sich gut leben und arbeiten lässt.

Ostern 1988 startete der Aufbau. In drei Jahren entstand der erste große Bauabschnitt mit den drei wichtigsten Gebäuden: Backhaus, Schafstall, Doppelwagenremise mit "Timmerkammer", Durchfahrtscheune, Schuppen, Schirmschoppe und Bildhauerwerksatt, die einstmal ein Backhaus aus dem Jahre 1730 war. Zentrum und zugleich Herzstück der Gehöftanlage ist das langgestreckte Haupt- und Wohnhaus, ein ehemaliges Doppelheuerhaus.

Lebendiges Museum

Die Fachwerkhofanlage Pöpping in Rheine-Elte
Die Fachwerkhofanlage Pöpping in Rheine-Elte ist mehr als nur eine Ansammlung alter Gebäude und Ausstellungsstücke.

Auch hier wurde liebevoll und fachgerecht bis ins Detail darauf geachtet, das alte Bauwerk in seiner historischen Bausubstanz zu erhalten und moderne Nutzungselemente wie neuzeitige Haustechnik behutsam und sparsam einzubringen. So gingen bei Restaurierung und Umsetzung die Architektur und der unverwechselbare Charakter der historischen Haustypen, die allesamt aus dem nordwestlichen Raum stammen, nicht verloren, sondern wurden erstaunlich gut wiederhergestellt. Die Tenne im östlichen Hausteil ist zugleich Klönraum, Veranstaltungsraum, Ausstellungshalle und Kursraum.

So entstand nach dem Originalgestaltungsplan typischer münsterländischer Hofstelle eine nicht alltägliche, museale Anlage mit Denkmalcharakter, die aber keineswegs ein Museum mit einer Ansammlung toter Gebäude und alter Gegenstände ist. Ganz im Gegenteil, alles wirkt sehr lebendig.

Handwerkstechniken und altes Brauchtum

Speicher
Auch ein alter Speicher gehört zum Gebäudekomplex der Fachwerkhofanlage Pöpping in Rheine-Elte.

Hier werden in den uralten Gemäuern unter strenger Wahrung brauchtumspflegerischer und volkskundlicher Aspekte viele ländliche Handwerkstechniken und altes Brauchtum, überlieferte Lebens- und Arbeitsweisen unserer Vorfahren lebendig erhalten, gepflegt und neu vermittelt: Korb- und Stuhlflechterei, Besenbinderei, Holzschuhmacherei, Backen alter Brotsorten, Bierbrauerei, Bildhauerei, Drechslerwerkstatt, Seilerei, dazu verschiedene überlieferte Textilhandwerke.

Der Münsterländer Speicher wurde 1835 erbaut und 1994 an seinem Ursprungsort abgebaut. Die Einzelteile wurden zwischengelagert, überarbeitet und schließlich im Sommer 2003 wieder aufgebaut. Vier Geschosse auf einer Grundfläche von 100 qm und einer Höhe von 12,5 m hat der Speicher, der früher der Trocknung und Lagerung von Getreide und anderen Feldfrüchten diente.

Schautage am Herdfeuer

Schautag
Altes Handwerk wird an den Schautagen auf dem Fachwerkhof Pöpping wieder lebendig.

An Schautagen lockt Brotduft aus dem Backhaus. In Kursen und abendlichen Runden am Herdfeuer können Besucher probieren und lernen ein Stück experimenteller Geschichte zum Anfassen und Miterleben kennen.

Ständige und wechselnde Ausstellungen zeigen original eingerichtete bäuerliche Werkstätten und Arbeitsräume. Da stehen kunstvoll restaurierte Kutschen, die zu Ausflügen und Fahrten einladen und für familiäre Anlässe wie Hochzeiten gebucht werden können, neben einer pferdegezogenen Feuerwehrspritze aus vergangenen Tagen. Bauerngarten, Obstwiese, Hofweide, Flachsteich und Bienenhaus laden zum kleinen Rundgang unter fachlicher Führung ein.

 
 

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Besichtigung

Fachwerkhofanlage Pöpping
Schulte-Elte-Straße 17
48432 Rheine-Elte
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