Die weiße Dame im Schloss zu Rhede

 
 

 
 
 

Eine besondere Sagengestalt hat das Schloss zu Rhede zu bieten. Vor langer Zeit soll dort ein auffallend schönes Edelfräulein gelebt haben, welches mit seiner Schönheit die jungen Männer in der Umgebung in seinen Bann zog und verzauberte. Und schenkt man der Sage Glauben, so ist sie auch heute noch zugegen…

Ihre Schönheit machte die Jungfrau auch eitel und selbstsüchtig und so spielte sie mit den Gefühlen ihrer Verehrer. Es kam ihr nicht in den Sinn, einen Verehrer zurückzuweisen, auch nicht zwei Brüder, die das eitle Edelfräulein umwarben.

An einem Silvesterabend wurde im Schloss zu Rhede ein großes Fest gefeiert. An diesem Abend sprach das Edelfräulein zu einem der Brüder: „Ich werde denjenigen Mann zum Gemahl nehmen, der es als erster schafft im neuen Jahr die Glocke des Schlossturmes zu läuten.“ Das eitle Fräulein sprach dieselben Worte jedoch auch zu dem anderen Bruder.

Als die Mitternachtsstunde anbrach, stürmten beide Brüder den Schlossturm hinauf, um die Glocke zu läuten. Erst hier erfuhren sie von der jeweiligen Buhlschaft des anderen um das Edelfräulein und so kam es zu einem erbitterten Kampf zwischen den beiden Brüdern. Dieser Kampf endete damit, dass einer den anderen auf den Treppenstufen zum Turm mit einem Dolch erstach. Das Blut des Erstochenen lief die Treppenstufen hinunter, der Brudermörder wurde verhaftete und zum Tode verurteilt.

Als das Edelfräulein von dem Kampf der Brüder erfuhr, wurde der jungen Frau ihr leichtsinniges und selbstsüchtiges Handeln bewusst. Ihr schlechtes Gewissen ließ ihr keine Ruhe und so verfiel sie dem Wahnsinn und verstarb nur wenige Jahre später. In jeder Silvesternacht soll jedoch seitdem ein weißes Fräulein auf der Treppe erscheinen und die Treppenstufen wischen…


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