Stadtgeschichte Rhede

 
 

 
 
 

Rhede - Schon zu Beginn der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen entstand am 01.08.1968 die neue Gemeinde Rhede im Kreis Borken aus dem Amt Rhede mit seinen Gemeinden Büngern, Krechting, Krommert, Rhede und Vardingholt. 1975 erhielt Rhede das Recht, sich Stadt zu nennen.

Wappen Rhede

Büngern: Die ehem. Schule wurde 1969 vom Caritasverband als beschützende Werkstatt eingerichtet und 1977 durch einen Neubau erweitert.

Krechting: Um 1050 wird ein Haupthof des Klosters Werden erwähnt, der im 14. Jh. zu einer Wasserburg ausgebaut wurde. Nach deren Abbruch wurde 1850 ein neues Herrenhaus errichtet und 1965/66 abgebrochen. Heute liegt hier der Tierpark Krechting.

Krommert: Die alte Schule in Krommert wurde in eine Galerie umgestaltet. Neben diesem "Kunstraum alte Schule" gibt es in Krommert noch die Galerie "Am Finkenbusch" und als sehenswertes Bauwerk eine alte Windmühle.

Rhede wird 1050 zuerst als "Rethi" in den Güterverzeichnissen des Klosters Werden erwähnt. Die ursprüngliche, von Gerlach von Rethe genannt Bitter um 1250 errichtete Burg, "die Borg", lag östlich der Kirche und ist heute Teil des 1924/25 von der Steyler Missionsgesellschaft für die weibliche Jugendpflege gegründeten St . -Gudula- Klosters.

Bischof Heinrich von Münster erlaubte 1426 dem Lubbert von Rhemen den Wiederaufbau seiner Burg beim Dorf, an deren Stelle Mitte des 16. Jh. das heutige Schloß Rhede entstand. Die Pfarrkirche (hl. Gudula) - wohl im 12. Jh. als Eigenkirche der Herren von Rhede erbaut - kam früh an das Kloster Varler, dem sie eingegliedert wurde. Die Wiedertäufer hatten in Rhede Anhänger, und 1539 wurde Hermann Roderdink als Hauptförderer in Bocholt zum Tode verurteilt. Die Reformation fand hier 1558 Eingang. Im Laufe des 30jährigen Krieges wurde Rhede wieder katholisch. Die Anfang des 19. Jh. blühende Hausweberei nahm seit der Mitte des Jahrhunderts stark ab 1891 wurde die 1. mechanische Weberei gegründet. Seither ist die Textilindustrie in Rhede vorherrschend. Haus Tenking in Altrhede wurde seit dem 15. Jh. von den Herren von Anholt verliehen und war von der Mitte des 15. Jh. bis 1606 im Besitz der Herren von Diepenbrock, dann durch Heirat von Rhemen und kam nach verschiedenen Besitzern 1841 an den Freiherrn von Hövel. Nach dem Krieg zuerst Tbc-Krankenhaus, ist es heute ein Altenpflegeheim.

Vardingholt: Die früheren adeligen Güter Dorbröking, 1832 als Bauernhof neuerbaut, und Kretier, heute nur ein Forsthaus, sind noch von Wassergräben umgeben.

Quelle: DER KREIS BORKEN, Konrad Theiss Verlag Stuttgart

Mit freundlicher Genehmigung der Bezirksregierung Münster


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