Nottuln: Wassermühle Schulze Westerath

 
 

 
 
 

Die Wassermühle Schulze Westerath in Nottuln-Stevern wurde in jahrelanger, liebevoller Kleinarbeit restauriert und so vor dem Verfall gerettet. Ein im Jahr 2006 entwickeltes Sanierungskonzept hat nicht nur dafür gesorgt, dass das auch "Steinspeicher" und "Bauernburg" genannte Gebäude erhalten wurde sondern es auch für kulturelle Veranstaltungen und Besucher zugänglich gemacht.

Die Wassermühle Schulze Westerath in Nottuln-Stevern von Osten. Foto: LWL
Die Wassermühle Schulze Westerath in Nottuln-Stevern von Osten. Foto: LWL

Die Wassermühle ist Teil der Hofstelle Schulze Westerath, die seit 1296 urkundlich belegt ist. Der Hof wurde Anfang des 14. Jahrhunderts Eigentum des Damenstifts von Nottuln. Im Zuge der Säkularisation fiel er 1803 an den Preußischen Staat, der ihn weiter verkaufte. 1852 kaufte ihn die Familie Schulze Westerath, die in den folgenden Jahren die Mühle modernisierte.

Das mittelalterliche Gebäude aus dem 15. Jahrhundert besteht in den beiden Obergeschossen aus behauenen Sandsteinquadern. Über eine Außentreppe wird ein herrschaftlicher Raum mit Feuerstelle im zweiten Obergeschoss erschlossen. Im darunter liegenden Geschoss befindet sich die Mühlenausstattung. Das ältere Sockelgeschoss aus Bruchstein, in dem sich ebenfalls eine Feuerstelle befindet, gehörte wohl zu einem Vorgängerbau und kann zeitlich nicht eindeutig eingeordnet werden.

Das Mühlengebäude wurde erstmals 1737 umgebaut, als das das mittelalterliche Dach durch das heutige ersetzt wurde. Auch die Giebelwände für die Walmdachkonstruktion und der Schornstein sowie die Deckenbalkenlage zum Wohngeschoss wurden zu diesem Zeitpunkt erneuert. Im 19. Jahrhundert passte die Eigentümerfamilie Schulze Westerath die Mühlenausstattung dem technischen Stand der Zeit an, um mit den Veränderungen im Mühlengewerbe jener Zeit Schritt zu halten. Beim Einbau der neuen Ausstattung wurden auch die Geschosshöhen verändert und die Decken der Obergeschosse für die Mehllagerung statisch ertüchtigt. Bis auf den Sackaufzug wurde die technische Ausstattung 1928 wieder erneuert. Im selben Jahr wurden auch die Wasserräder entfernt und eine Francis-Schachtturbine mit liegender Welle (Leistung 28 PS) zum Antrieb der Mühlentechnik eingebaut. Über die Turbine wurde die Wasserkraft auch für die Stromproduktion genutzt, um auf der Hofstelle eine Holzsäge und eine Dreschmaschine anzutreiben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Mühle der Konkurrenz industrieller Getreidemühlen nicht mehr standhalten. Bis 1974 wurden nur noch Kleinstmengen für den Eigenbedarf an Futterschrot gemahlen.

Die Mühle kann jederzeit von Aussen und nach Vereinbarung auch von Innen besichtigt werden.

 
 

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Adresse

Wassermühle Schulze Westerath
Stevern 37
48301 Nottuln
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