Lehrermangel: Viele Stellen an westfälischen Schulen bleiben unbesetzt

 
 

 
 
 
Diese Meldung wurde am 11.11.2018 archiviert.
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Westfalen (wh) - Vielen Schulen in Westfalen fehlen weiterhin Lehrer. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der SPD im Landtag hervor. Neben Grundschulpädagogen fehlt es vor allem an Lehrern im Bereich der sonderpädagogischen Förderung. So waren zum Stichtag 17. September im Kreis Minden-Lübbecke und Gelsenkirchen jeweils mehr als 100 Stellen in diesem Bereich unbesetzt, im Kreis Lippe waren es 60 Stellen.

In einzelnen Kreisen sind mehr als 40 Prozent der Schulen unterbesetzt. So auch im Kreis Minden-Lübbecke. Meist seien es die Grundschulen, denen die Lehrer fehlten, sagt Dennis Maelzer, SPD-Landtagsabgeordneter aus Detmold. „Doch in Lippe wurden den elf Gymnasien mehr neue Lehrer zugewiesen als allen Grundschulen zusammen“, so Maelzer weiter.

Eine schnelle Besserung der Lage ist nicht in Sicht: Die Regierung geht davon aus, dass in den kommenden zehn Jahren landesweit etwa 78.000 Lehrerstellen zu besetzen sind. Vor allem an den Grundschulen wird es voraussichtlich weiter große Probleme geben. Denn in den nächsten zehn Jahren fehlten an den Grundschulen aber auch den weiterführenden Schulen der Sekundarstufe I sowie an Berufskollegs und für das Lehramt für sonderpädagogische Förderung zusammen rund 15.000 grundständig ausgebildete Pädagogen, so die Landesregierung. Gleichzeitig bestehe für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen in diesem Zeitraum voraussichtlich ein Überhang von 16.000 Absolventen.


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