"Der beste Schutz gegen die Grippe ist die Impfung"

 
 

 
 
 
Diese Meldung wurde am 11.11.2018 archiviert.
Für aktuellere Meldungen navigieren Sie bitte über die Startseite durch das Portal.

Kreis Borken / Münsterland - Es ist wieder soweit – die kalte und nasse Jahreszeit beginnt – und damit auch die "Grippe-Saison". Im vergangenen Winter  kam es bundesweit zu einer ungewöhnlich starken Grippewelle: Rund 333.000 Influenza-Erkrankungen wurden nachgewiesen, die tatsächliche Zahl dürfte aber weitaus höher gewesen sein, da längst nicht alle Fälle gemeldet werden.

"Wir wissen, dass es zirka neun Millionen zusätzliche Arztbesuche deutschlandweit gegeben hat", sagt Dr. Francis Abele-Haupts, zuständige Abteilungsleiterin im Kreisgesundheitsamt. "Außerdem hat es 45.000 mehr Krankenhaus-Einweisungen gegeben." 

Dokumentiert wurden 1.674 Menschen, bei denen als Todesursache die Grippe angegeben wurde. Viele Menschen werden aber an den Folgeerkrankungen wie beispielsweise einer schweren Lungenentzündung verstorben sein.

Der beste Schutz gegen die Grippe (Influenza) ist die Impfung. Deswegen rät das Borkener Kreisgesundheitsamt insbesondere sogenannten Risikogruppen zu einer Impfung. Dazu zählen laut Ständiger Impfkommission:

• Menschen, die 60 Jahre und älter sind, 
• chronisch Kranke, • Schwangere, 
• alle Menschen, die viel mit anderen Menschen zu tun haben: medizinisches Personal, Beschäftigte in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in Schulen und Kindergärten.

Inzwischen ist bekannt, dass etwa 68 Prozent der Erkrankungen im vergangenen Winter durch eine Virusform erfolgten, die durch die Standard-Grippeimpfung nicht abgedeckt war. "Das hat sicherlich zur Schwere der Grippewelle beigetragen", so Amtsärztin Dr. Abele-Haupts. "Grippeviren sind sehr wandlungsfähig und kommen in ständig neuen Varianten vor. Daher wird fast ein Jahr im Voraus jeweils über die Zusammensetzung des Grippeimpfstoffes entschieden, um die Produktion rechtzeitig starten zu können."  Dies geschieht anhand von möglichst genauen Vorhersagen durch die Weltgesundheitsorganisation. In der letzten Saison wurde durch die Krankenkassen ein Dreifach-Impfstoff bezahlt, der den dann vorherrschenden Virustyp nicht beinhaltete. In dieser Saison gibt es den hochwertigen Vierfach-Impfstoff.

"Selbst wenn der Impfstoff nicht alle kursierenden Grippeviren erwischt: Wir wissen mittlerweile, dass bei Geimpften die Grippe nicht so schlimm verläuft", betont Dr. Abele-Haupts. Und der Schutz nehme zu, wenn man sich jährlich impfen lässt. "Die Grippeimpfung ist der beste Schutz vor dieser schweren Erkrankung, den wir kennen." Vor Ansteckung schützen zudem gründliches Händewaschen mit Seife, Händeschütteln vermeiden und Husten oder Niesen in die Ellbogenbeuge oder mit dem Unterarm vor dem Mund.

Zum Hintergrund: Grippe (Influenza)
Eine Grippe ist nicht, wie es umgangssprachlich oft heißt, mit einer Erkältung gleichzusetzen. Eine Grippe wird durch sogenannte Influenzaviren verursacht und ist eine viel ernstere Erkrankung als eine Erkältung. Die typischen Symptome sind ein plötzlicher Krankheitsbeginn mit Fieber, Halsschmerzen, trockenem Husten sowie heftigen Kopf- und Gliederschmerzen.

Weitere Informationen zur Grippeschutzimpfung gibt es im Internet zum Beispiel bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.bzga.de) und beim Robert-Koch-Institut (www.rki.de)


Loading...
Loading...