Die Fünf Tibeter

 
 

 
 
 

Abgespannt, müde und ausgelaugt? Höchste Zeit, die Batterien neu aufzuladen: Eine 2.000 Jahre alte Fitness-Methode aus dem tibetanischen Hochland bringt neuen Power in müde Knochen. Die "Fünf Tibeter" gehören zu den ältesten fernöstlichen Methoden für Wellness und Fitness.

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Dabei handelt es sich um einfache Bewegungsabläufe, die ein wenig an die Übungen von Turnvater Jahn erinnern. Das Grundprinzip: Bei den Übungen werden Bewegung und Atmung synchronisiert. Von Kleinkindern bis Greisen - die Tibeter eignen sich für Menschen aller Altersstufen. In der Ruhe liegt die Kraft, zudem Gelassenheit und erhöhtes Selbstbewusstsein. Aber auch alltägliche Leiden wie Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme und Müdigkeit lassen sich so wegturnen. Pluspunkt für die Ausstrahlung: Die Muskeln verlieren Fettgewebe und auch geschwollene Glieder gehören der Vergangenheit an. Zudem wird die Haut geschmeidiger und reiner.

 1. Tibeter: Der Kreisel

Für die Ausgangsposition stellt man sich gerade hin und streckt die Arme seitlich aus - parallel zum Boden. Mit den Augen wird ein bestimmter Punkt fixiert, dann dreht sich der Körper im Stand um 180 Grad - und zwar im Uhrzeigersinn von links nach rechts. Dabei den Blick so lange auf den Fixierungspunkt gerichtet lassen wie möglich.

 2. Tibeter: Die Kerze

Zuerst flach auf den Rücken legen, die Arme parallel zum Körper. Beide Beine senkrecht nach oben heben, ohne die Knie zu beugen. Gleichzeitig das Kinn auf die Brust legen und die Arme zu den Beinen führen. Auf die Atmung achten: Beim Heben einatmen, beim Absenken ausatmen. Wichtig: Der Rücken muss unbedingt vollständig auf dem Boden bleiben.

 3. Tibeter: Der Halbmond

Für diese Übung muss man sich zunächst aufrecht hinknien - die Fußspitzen auf den Boden. Die Hände gehören seitlich an den Po, das unterstützt das Kreuz. Kopf und Nacken erst nach vorne neigen - das Kinn weist Richtung Brust. Danach Kopf und Schultern nach hinten drücken und die Wirbelsäule leicht beugen. Dabei tief einatmen. Danach wieder nach vorne drücken und ausatmen.

 4.Tibeter: Die Brücke

Aufrecht auf dem Boden sitzen und die Beine nach vorne ausstrecken. Hände links und rechts neben dem Körper aufsetzten. Dann das Becken langsam nach oben drücken - wie bei der Turnübung der "Brücke". Tief einatmen. Den Oberkörper dehnen, den Kopf dabei behutsam nach hinten strecken. Die Position kurz halten. Dann wieder in die Ausgangsposition zurück bewegen und kräftig ausatmen.

 5. Tibeter: Der Berg

Zunächst auf den Bauch legen, Zehenspitzen auf dem Boden. Die Hände neben die Schultern aufsetzen und den Oberkörper mit dem Einatmen nach oben drücken. Mit dem nächsten Atemzug den Po nach oben drücken, bis der Körper ein umgedrehtes "V" bildet. Danach als Gegenbewegung wieder in die sanfte Rückenbeuge gehen, ausatmen. Den Körper nicht ablegen, sondern beim Einatmen wieder in die "V"-Stellung gehen.

 Täglich 20 bis 30 Minuten reichen voll aus. Aber auch dran bleiben: Nur regelmäßiges Training macht wirklich fit. Wichtig: Die Reihenfolge der Riten beachten. Anfangs nicht mehr als drei Wiederholungen pro Übung - dann kann man das Programm langsam aufstocken. Maximal 21 Wiederholungen, mehr sollte es nicht sein. Stets auf eine gerade Wirbelsäule achten - sonst ist der Schaden größer als der Nutzen. Menschen mit Rückenproblemen sollten die "Fünf Tibeter" generell nur mit Vorsicht genießen.