Der Kultour-Parcours

 
 

 
 
 

Münsterland (mp) - Auf dem Kultur-Parcours erfahren Radwanderer die Kultur der Parklandschaft Kreis Warendorf, so wie man es dort am liebsten tut: mit dem Rad. Kultur hat viele Seiten. Mal zeigt sie sich als berühmtes Herrenhaus, mal als Bildstock am Wegesrande. Mal springt sie ins Auge, mal erschließt sie sich erst auf den zweiten Blick. Manchmal kann man sie sogar anfassen.

Denn der Kreis Warendorf ist die Pferdehochburg im Münsterland: nirgends findet man so viele Pferde wie auf den Weiden der Warendorfer Parklandschaft. Zahlreiche attraktive Veranstaltungen rund um den Pferdesport - wie die Hengstparaden des Westfälischen Landgestüts oder das Mehringer Kaltblutrennen in Everswinkel - bieten sich dabei als Höhepunkte für den Radelausflug an.

Und wer kein Pferdeliebhaber ist, wird auf dieser Themenroute zu den großen und kleinen Schmuckstücken rund um Kirchen, Kunst und Kultur geführt. Entlang mittelalterlicher Burganlagen und romantischer Wasserschlösser, alter Kirchen und sagenumwobener Steinkistengräber führt der Kultur-Parcours durch das Südostmünsterland. Der gut ausgeschilderte Rundkurs leitet zu mehr als 100 Zielen in der Region.

Städte und Kreise entlang der Strecke: Ostbevern, Sassenberg, Warendorf, Beelen, Ennigerloh, Oelde, Wadersloh, Lippetal, Beckum, Ahlen, Drensteinfurt, Sendenhorst, Everswinkel, Telgte.

Detaillierte Streckenbeschreibung, GPS-Daten und Online-Karte unter
>> www.radroutenplaner.nrw.de

Drensteinfurt: Haus Steinfurt schmiegt sich an die Altstadt

Unmittelbar nördlich der Altstadt Drensteinfurts angelehnt liegt am Südufer der Werse die Schlossanlage des Hauses Steinfurt. Bereits aus der engen Anbindung an den Ort wird die siedlungsbildende und -fördernde Bedeutung des Aldelssitzes erkennbar.

Die Anlage setzt sich im gegenwärtigen Zustand aus dem Herrenhaus, den beiden zugeordneten Nebengebäuden, zwei Torhäuschen rechts und links des Schlosshofes, einer Wassermühle und einer Remise sowie dem Park zusammen. Die Schlossanlage ist eine Zweiinselanlage. In die Umgräftung wurde der Flußlauf der Werse integriert. Die Hauptinsel wird von der Bausubstanz mit Ausnahme der Wassermühle eingenommen, die zweite Insel nimmt den Schlosspark auf.

Ennigerloh: Schloss Vornholz erinnert an Ritterzeit

Auf eine lange Geschichte blickt das Wasserschloss Vornholz im Ortsteil Ostenfelde in Ennigerloh zurück. Bereits seit dem 12. Jahrhundert trotzt das alte Gemäuer Winde und Wetter ebenso wie Kriegen und über die Jahrhunderte wechselnden Besitzer.

Heute beherbergt das Schloss Vornholz übrigens einen sehenswerten Rittersaal und ein Kavalleriemuseum mit Ausrüstungsgegenständen einstiger Reiterregimente von 1748 bis zum Ersten Weltkrieg.

Oelde: Haus Nottbeck als ungewöhnliches Kulturforum

Das Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde vereint die Themen Literatur und Musik auf außergewöhnliche Art und Weise unter einem Dach. Das denkmalgeschützte Anwesen aus dem 14. Jahrhundert mit seinen repräsentativen Gebäuden und die dazu gehörige idyllische Parkanlage bilden ein ungewöhnliches Kulturforum. Im Herrenhaus des Kulturguts wurde im Jahr 2001 das Museum für Westfälische Literatur eröffnet.

Infos
Kulturgut Haus Nottbeck - Museum für Westfälische Literatur
Stromberg
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde

Der Vier-Jahreszeitenpark in Oelde

Eine Landschaft, wie die Natur sie geschaffen hat: mal offen und weitläufig, mal verschwungen und geheimnisvoll, mal ein buntes Blumenfeld, mal ein blauer See, mal... Das ist der Vier-Jahreszeitenpark in Oelde.

Während der Landesgartenschau 2001 "Blütenzauber und Kinderträume" wurden den Kindern und Erwachsenen ein einzigartiges Arrangement aus Flora, Fauna und Unterhaltungsprogramm geboten. Dieser Zauber eines Sommers blüht im Vier-Jahreszeiten-Park weiter.


Vier-Jahreszeiten-Park Oelde
Herrenstraße 9
59302 Oelde

Historische Waschtechnik: Einmaliges Museum in Ostbevern


Auf historisch Interessierte wartet in Ostbevern das Museum der historischen Waschtechnik. Dieses in Deutschland wohl einmalige Museum zeigt in detaillierter und humorvoller Weise den mühevollen, von harter körperlicher Arbeit geprägten Waschtag zu Omas Zeiten.
Öffnungszeiten:

Museum der historischen Waschtechnik
Schmedehausener Str. 6
Ostbevern/Brock

Ostbevern: Schloss Loburg nach Blitzschlag wieder aufgebaut

Das Schloss Loburg ist ein Wasserschloss in der Nähe von Ostbevern im Münsterland. Schloss Loburg wurde 1294 erstmals urkundlich erwähnt. Nach den Plänen von Johann Conrad Schlaun wurde um 1760 dieses Barockschloss gebaut. Seit 1951 beherbergt das Schloss ein Gymnasium mit Internat in kirchlicher Trägerschaft (Collegium Johanneum). Im Rittersaal des Schlosses finden regelmäßig Konzerte statt.

Infos
Adresse: Loburg, 48346 Ostbevern
Telefon: 0 25 32 / 82 17 (Verkehrsverein Ostbevern e.V.) Fax: 0 25 32 / 82 46 (Verkehrsverein Ostbevern e.V.)

Sassenberg: Doppelschloss Harkotten besticht klassizistisch


Die zwei Häuser Harkotten liegen bei Sassenberg an der Grenze der Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Das eine Schloss ist in den Jahren von 1805 - 1806 durch Adolf v. Vagedes nach dem Vorbild von Schloss Wörlitz bei Dessau erbaut. Das noble, im Charakter einer Villa erbaute, Herrenhaus ist im klassizistischen Stil ausgeführt.

Museum Abtei Liesborn in Wadersloh

In der ehemaligen Benediktinerabtei Liesborn ist das Museum Abtei Liesborn des Kreises Warendorf untergebracht. Die Anfänge des 1803 aufgehobenen Klosters reichen bis in das frühe 9. Jahrhundert hinein. 1966 mit der Errichtung des Museums begann auch der Aufbau eigener Sammlungen und eine rege Tätigkeit mit Ausstellungen alter und neuer Kunst und volkskundlicher Themen.

Museum Abtei Liesborn des Kreises Warendorf
Abteiring 8
59329 Wadersloh-Liesborn

Wadersloh: Schloss Crassenstein wirft Fragen auf

Im Jahre 1177 wird Crassenstein erstmals urkundlich erwähnt. Ob es sich bei diesem "Schloss" um eine Art Gräftenhof gehandelt hat oder um eine Befestigung aus Wohnturm mit Wassergraben, eine sogenannte Motte, ist unklar.

Adresse: Am Schloss 1, 59329 Wadersloh, Ortsteil: Diestedde


Der Zuckertimpen in Warendorf

Wer durch die Gasse Zuckertimpen am Rande der Stadt Warendorf flaniert, der fühlt sich sogleich in eine andere Welt versetzt und bekommt die ungewöhnliche Gelegenheit, eine kleine und sehr lebendige Zeitreise durch eine der Keimzellen der Stadt Warendorf anzutreten.

Der Zuckertimpen dürfte in seiner Anlage in der Zeit um 1200 entstanden sein, nachdem es zu einer ersten systematischen Erweiterung der entstehenden Stadt Warendorf gekommen war. Die nur schmale und kurze Zuckertimpen genannte Straße liegt ganz am Rande der Stadt und führt von der Oststraße nördlich zum Gelände des Hofes Zumloh. Zugleich diente sie als Mauerstraße des südöstlich an das Osttor anschließenden Stadtmauerabschnittes.

Besucheradresse und Öffnungszeiten
„Gadem“
Zuckertimpen 4
48231 Warendorf
sonn- und feiertags 15 - 17 Uhr

Textauszug mit freundlicher Genehmigung des Urhebers aus:
Westfälische Kunststätten, Heft 94: Der Zuckertimpen - eine Gasse am Rande der Altstadt Warendorf. Herausgeber: Westfälischer Heimatbund, Kaiser-Wilhelm-Ring 3, 48145 Münster.

Die Windmühle mit Museum in Westkirchen


Erbaut wurde die Windmühle in Ennigerloh-Westkirchen am Anfang des 19. Jahrhunderts als ein so genannter Durchfahrtholländer mit Galerie errichtet. 125 Jahre lang arbeitete die mächtige, aus Bruchsteinen gebaute Mühle mit ihren Flügeln von über 20 Metern Spannweite als Windmühle. Im Jahr 1936 wurden die Mahlgänge auf elektrischen Betrieb umgestellt.

Das Kornbrennerei-Museum Telgte


Das im September 1996 eröffnete Kornbrennerei-Museum inmitten der Telgter Altstadt ist lebendiger Zeuge der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Geschichte der Region. Es verdeutlicht die Entwicklung der Kornbranntweinbrennereien als einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige für das 19. Jahrhundert.

Kornbrennerei-Museum
Steinstr. 9a
48291 Telgte

Das Museum Heimathaus Münsterland in Telgte

Als wertvollstes Kunstwerk beherbergt das Museum heute das berühmte Telgter Hungertuch von 1623. Das große Leinentuch mit den Maßen 7,40 x 4,40 m hat 33 Bilderfelder, die in Filetstopfarbeit hergestellt sind. Die Darstellungen beschreiben das Leiden und die Auferstehung Jesu Christi sowie auch Vorbilder der Passion aus dem Alten Testament. Neben dem Hungertuch beherbergt das Heimathaus noch weitere Exponate aus der Telgter Kirchen- und Wallfahrtsgeschichte, die Glatzer Heimatstube, sowie eine Sammlung persönlicher Gegenstände des Kardinals Clemens August von Galen.

Museum Heimathaus Münsterland GmbH,
Herrenstr. 1-2,
48291 Telgte

Telgte: Wallfahrtskapelle Beatae Mariae Virginis


Im Jahr 1654 vollzog der mächtige Fürstbischof von Münster, Christoph Bernhard von Galen, die feierliche Grundsteinlegung einer neuen barocken Wallfahrtskapelle in Telgte. Pater Jodokus Lüke schuf in seinem Auftrag einen achteckigen Zentralbau, ein Oktogon, überwölbt von einer Kuppel.

Das Museum Heimathaus Münsterland in Telgte hat seinen Ursprung in der ehemaligen Pastoratsscheune (1934), direkt neben der Gnadenkapelle. Bereits 1937 wurde das Museum nach Plänen von Dominikus Böhm erweitert und 1983 wurde ein neuer Erweiterungsbau mit modernen Ausstellungsflächen fertiggestellt.

Kath. Wallfahrtskapelle Beatae Mariae Virginis
Kontakt: Propstei-Pfarramt St. Clemens
Kardinal-von-Galen-Platz
48291 Telgte



Weitere Informationen

Geographische Kommission für Westfalen
- Kulturatlas Westfalen -
Fürstenbergstraße 10
48147 Münster

Tel.: Telefon: 0251 / 591 - 3015 Fax: 0251 / 591 - 3119
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Radwanderkarte

ISBN: 3-87073-043-9
Preis: 6,80 Euro
Herausgeber: Bielefelder Verlagsanstalt
Bezugsquelle: Buchhandel oder Münsterland Touristik