Sonderausstellung: Einige waren Nachbarn – Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand

 

 
 

Eine Sonderausstellung des United States Holocaust Memorial Museum Washington D.C.

Schirmherr der Ausstellung für NRW ist der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Armin Laschet.

Auch fast 75 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz und dem Ende der Herrschaft der Nationalsozialisten stellen sich elementare gesellschaftliche Fragen: Wie war der Holocaust möglich?

Die zentrale Rolle von Hitler und anderen Führern der NSDAP ist unbestreitbar. Doch die Abhängigkeit dieser Täter von unzähligen anderen für die Durchführung der NS-Rassenpolitik ist weniger bekannt. Im NS-Deutschland und in dem von Deutschland dominierten Europa entwickelten sich überall, in Regierung und Gesellschaft, Formen von Zusammenarbeit und Mittäterschaft, wo immer die Opfer von Verfolgung und Massenmord auch lebten.

"Einige waren Nachbarn" untersucht fachübergreifend die Rolle der gewöhnlichen Menschen im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und Spannungen, die individuelle Handlungsoptionen beeinflussten. Diese Einflüsse reflektieren Angst, Gleichgültigkeit, Antisemitismus, Karriereangst, Ansehen in der Gemeinschaft, Gruppenzwang oder Chancen auf materiellen Gewinn.

Die Ausstellung zeigt aber auch Personen, die den Möglichkeiten und Versuchungen, ihre Mitmenschen zu verraten, nicht nachgegeben haben und uns daran erinnern, dass es auch in extremen Zeiten Alternativen zu Kollaboration und Täterschaft gibt.

Die Villa ten Hompel präsentiert die Ausstellung zusammen mit der Bezirksregierung Münster, dem Evangelischen Forum Münster, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster, dem Verein „Gegen Vergessen - Für Demokratie“, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und dem Verein „Spuren Finden“.

Seit 2018 sind das United States Holocaust Memorial Museum Washington D.C. und der Geschichtsort Villa ten Hompel Münster offiziell Kooperationspartner.

Schirmherr der Wanderausstellung, die in NRW an mehr als 20 Orten auf Initiative der Villa ten Hompel präsentiert wird, ist Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet: „Diese besondere Ausstellung des United States Holocaust Memorial Museum Washington D.C. mahnt und ruft uns auf, aufzustehen gegen Rassismus und Antisemitismus, für Menschenwürde, Freiheit und das friedliche Zusammenleben in unserem Land.“

Weitere Informationen:
https://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/some-were-neighbours.html


Veranstaltungsort:
Bezirksregierung (Foyer)
Domplatz 1-3
48143 Münster

 
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Veranstaltungsort: Bezirksregierung (Foyer), Domplatz 1-3, 48143 Münster
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