Als Laer den heidnischen Göttern abschwor

 
 

 
 
 

Der Heiligenkamp, der Ewaldibach und viele heute kaum noch bekannte Hinweise sind in Laer versteckt und erzählen leise wispernd noch die Geschichte davon, wie die Menschen in Laer einst den heidnischen Göttern ein für alle Mal den Rücken kehrten.

In der dunklen Zeit, als unsere Vorfahren im ganzen Land noch heidnischen Göttern verfallen waren und ihnen ihre Opfer brachten, kamen zwölf fromme Männer aus England, das Christentum zu bringen. Sie alle waren ebenso tapfer wie aufrichtig und predigten die reine Lehre Christi in Wort und in Tat.

Zwei von ihnen, genannt der schwarze und der weiße Ewaldi, kamen schließlich auch während eines heißen, trockenen Sommers nach Laer im Stifte Münster. Sie predigten, beteten und versuchten, den Menschen zu helfen, doch wollte keiner ihnen Gehör schenken oder ihre Hilfe annehmen. Zu sehr waren die Menschen den heidnischen Götzen zugetan.

Doch je länger der Sommer dauerte und je trockener es wurde, desto ärger wurde die Not der Bauern und der Menschen in der Gegend. Die gesamte Ernte drohte, zu verdörren und alle Gebete an die heidnischen Götter nach ein bisschen Regen blieben ungehört und die Böden trockneten weiter aus.

Als die beiden heiligen Männer das Elend der Menschen sahen, knieten sie auf einem harten Felsen nieder und beteten andächtig zu Gott. Und während sie noch auf dem harten Stein knieten, entsprang plötzlich aus ihm ein klarer, frischer Quell und labte das Volk und rettete auf diese Weise im letzten Moment ihre Ernte.

Nun erkannte auch der Droste des Landes, was der christliche Glaube zu bewegen vermochte, schenkte den beiden heiligen Männern ein Acker bei Laer und bat sie, den Menschen mehr über ihren Glauben zu berichten. Der Acker der beiden Ewaldi trug alsbald reiche Früchte und die Menschen lauschten beeindruckt und mit wachsender Begeisterung ihren Predigten und Gebeten und ließen sich schließlich taufen.

Als die Beiden erkannten, dass ihr Werk vollbracht war und der Glaube tiefe Wurzeln in den ehrlichen Herzen der Menschen gefasst hatte, gaben sie die Ackerfläche zurück und zogen weiter, um auch anderen Menschen den christlichen Glauben zu bringen. Doch nur wenig später starben die beiden frommen Männer auf dem noch heute so genannten Mordhofe zu Apelterbeck zwischen Unna und Dortmund den Märtyrertod.

Die Leichname wurden später von dem heiligen Erzbischof Anno aus ihren Gräbern genommen und sollen, wie mehrere alte Schriften versichern, in dem Dome zu Münster beigesetzt sein, wo man viele hundert Jahre hindurch ihr Andenken festlich feierte. Zu Laer aber heißt noch heute der Acker, welchen sie besaßen, der Heiligenkamp…
 


Empfehlungen für Legden!

Loading...
Loading...
 
 
 

 
 
 
 

Mehr Tipps für Legden