Münster: LWL Museum für Kunst und Kultur

 
 

 
 
 

Münster – Im September 2014 nach langer Renovierung neu eröffnet, ist das LWL Museum für Kunst und Kultur eines der absoluten musealen Highlights, die Münster zu bieten hat.

Die Spitze bei Nacht: das sechs Meter hohe Fenster gibt Einblicke auf die Sandsteinfiguren. Foto: Elisabeth Deiters-Keul
Die Spitze bei Nacht: das sechs Meter hohe Fenster gibt Einblicke auf die Sandsteinfiguren. Foto: Elisabeth Deiters-Keul

Mit 7.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche gehört das LWL-Museum zu den größten Kunstmuseen in Nordrhein-Westfalen. Knapp 50 Millionen Euro hat der Bau gekostet, 41 Millionen Euro hat der LWL investiert, mit neun Millionen Euro hat das Land Nordrhein-Westfalen die Maßnahme unterstützt. 2005 gewannen Staab Architekten den internationalen Architekten-Wettbewerb, an dem sich 27 Büros beteiligt hatten. Der Neubau war notwendig geworden, weil das alte Gebäude stark sanierungsbedürftig war und die Kosten für eine Generalüberholung nur unwesentlich unter den Kosten für ein neues Museum gelegen hätten. 

Die Architektur

Blick vom Patio zum Aegidiimarkt. Foto: Hanna Neander
Blick vom Patio zum Aegidiimarkt. Foto: Hanna Neander

Dank der Architektur der Höfe und Plätze erschließt künftig eine 100 Meter lange, öffentliche Passage das Museum. Im Süden öffnet sich der Neubau den Besuchern in Form eines Platzes, an dem sich auch das Museumsrestaurant befindet. Durch den offenen Innenhof, den Patio, gelangt der Besucher in das lichtdurchflutete Foyer. Den Vorplatz am Dom beherrschen die Gebäudespitze und das Aufeinandertreffen von Neubau und dem Neorenaissance-Altbau von 1908, dem Gründungsjahr des Museums. 

Sandstein an der Fassade und geschliffener Beton an allen Außenflächen, die in das Museum hineinführen, sind die Materialien, die Staab für die Fassaden gewählt hat. Innen setzt sich die Auswahl mit Terrazzo, Beton, Räuchereiche und Putz fort. 

Das 700 Quadratmeter große Foyer, das Eingangshalle, öffentlicher Durchgang und Veranstaltungsraum zugleich ist, markiert die Drehscheibe des neuen LWL-Museums. Umgeben wird es von der Kunstbibliothek, dem Restaurant "Lux", dem Museumsshop und dem Auditorium mit 230 Sitzplätzen. Über die Treppen, die wie aus dem Beton herausgeschnitten wirken, gelangen Besucher in die oberen Stockwerke zur Sammlung und zur Sonderausstellung. 

Die Sammlungspräsentation

Barocke Bilderwelten im Museum für Kunst und Kultur in Münster. Foto: Elisabeth Deiters-Keul
Barocke Bilderwelten im Museum für Kunst und Kultur in Münster. Foto: Elisabeth Deiters-Keul

Mit der Neueröffnung zeigt das Museum 1.200 Kunstwerke in 51 Ausstellungsräumen. Erstmalig lässt sich das Museum in einem inhaltlichen Rundgang vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Kunst erkunden, wobei ein ,Seiteneinstieg‘ - zum Beispiel in den Barock oder die Moderne - jederzeit möglich ist. Kräftige Farben in den Ausstellungsräumen schafften spannende Zugänge zur Kunst und ließen die Werke in einem neuen Licht strahlen.

Dank der abwechslungsreichen Architektur wechselten sich kleine Kabinette und große Ausstellungssäle ab, doppelgeschossige Museumsräume böten völlig neue Bezüge zwischen den Epochen und zwischen Sammlung und Sonderausstellung. 
Einige Räume sind inszeniert, um den Besuchern einen sinnlichen Zugang zur Kunst zu ermöglichen. "Mal hört man Klänge, in einem anderen Raum sind schwarze, spiegelnde Wände eingebaut. So haben wir eine abwechslungsreiche Präsentation entwickelt, die neue Blicke freigibt", erklärte Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold zur Eröffnung 2014: "Die Idee des offenen Museums zeigt sich im neuen Raumkonzept, und die unterschiedlichen Raumgrößen nehmen direkten Bezug auf das Sammlungsprofil des Hauses. Endlich haben wir Räume, von denen wir schon lange geträumt haben."

1.000 Jahre Kunst

Der barocke Kamin einer Münsteraner Adelsfamilie wird in einem doppelgeschossigem Raum gezeigt. Foto: Elisabeth Deiters-Keul
Der barocke Kamin einer Münsteraner Adelsfamilie wird in einem doppelgeschossigem Raum gezeigt. Foto: Elisabeth Deiters-Keul

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur vereint 1.000 Jahre Kunst vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. Insgesamt umfasst die Sammlung des LWL-Museums über 350.000 Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen und Grafiken, Münzen und Objekte sowie 135.000 Bücher.

Auf dem Rundgang durch die Sammlung trifft der Besucher auf Kunstwerke unter anderem von Heinrich Brabender, Lucas Cranach d. Ä., Franz Marc, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Otto Piene, Gerhard Richter, Rosemarie Trockel.

Kunstvermittlung und Kulturprogramm

Ein Sammlungshighlight mit eigenem Raum, "Die drei Grazien" von Dirk de Quade van Ravesteyn. Foto: Hanna Neander
Ein Sammlungshighlight mit eigenem Raum, "Die drei Grazien" von Dirk de Quade van Ravesteyn. Foto: Hanna Neander

So offen wie die Architektur und die Präsentation der Kunst ist auch die Vermittlung: Im neuen Museum werden die Menschen stets begleitet: durch in Szene gesetzte Werke, das Erzählen von Geschichten und Hintergründen auf dem Multimedia-Guide, die thematischen Führungen, die Highlight-Touren und einen Kurzführer im Taschenbuch-Format.

So bleiben die Werke nicht rätselhaft, sondern öffnen sich den Besuchern - gleichgültig wie alt sie sind, ob sie eine Behinderung haben oder mit welchen Kenntnissen sie ins Museum kommen. Die Inklusion ist fester Bestandteil des neuen Konzepts in der Kunstvermittlung. 

Öffnungszeiten / Preise

Dienstag - Sonntag und feiertags 10 bis 18 Uhr

Jeden zweiten Freitag im Monat ist die Sammlung bis 22 Uhr, das Foyer bis 24 Uhr geöffnet. Der Eintritt in die Sammlung ist frei. Die Termine bis Ende des Jahres sind: 10. Oktober, 14. November, 12. Dezember geschlossen am 24., 25., 31.12.


Eintrittspreise
Dauerausstellung |Sonderausstellung | Kombiticket
8,00 | 10,00 | 12,00 € Erwachsene
4,00 | 5,00 | 6,00 € Ermäßigt
2,00 | 3,00 | 4,00 € Kinder, Jugendliche (bis einschl. 17 Jahre), SchülerInnen
1,00 | 1,00 | 1,00 € SchülerInnen im Rahmen museumspädagogischer

Programme
17,00 | 19,00| 21,00 € Familientageskarte
5,00 | 7,00 | 9,00 € Gruppe (ab 16 Personen)

 
 

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Adresse

LWL-Museum für Kunst und Kultur
Domplatz 10
48143 Münster
Tel.: 0251 590701
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