Stadtgeschichte Ascheberg

 
 

 
 
 

Ascheberg - Der Ortsname Ascheberg wird erstmals Ende des 9. Jahrhunderts im Güterverzeichnis der Abtei Werden an der Ruhr genannt. Bereits in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts taucht der heutige Lautstand des Namens auf.

Sprachforscher deuten den Namen als eine von Eschen umstandene wehrhafte Hofesanlage, wobei die Silbeberg im Sinne von Burg zu verstehen sei. Kurz vor 900 hat hier die Abtei Werden an acht Stellen Besitz gehabt, und dies sind die frühesten urkundlichen Zeugnisse, die sich auf Ascheberg direkt beziehen.

Auch später, noch im 15. Jahrhundert, hat Liudgers Gründung Werden über Ascheberger Besitz verfügt. Sicherlich sind die bedeutenden Werdener Besitzungen im engen Zusammenhang mit denen in und um Lüdinghausen, Nordkirchen, Selm, Seppenrade, Werne und Herzfeld zu sehen. Dies hat seit jeher die Vermutung nahegelegt, die erste Kirche in Ascheberg als liudgerianische Gründung zu bezeichnen. Da das Lambertus-Pratrozinium im 8. und 9. Jahrhundert im Rheinland, im Kölnischen Westfalen und im südlichen Münsterland beliebt gewesen ist, kann Ascheberg entgegen der Annahme jüngerer Forschung, die Kirche gehöre der liudgerianischen Ausbauphase der Mitte des 9. Jahrhunderts an, sehr wohl von Liudger selbst das Lambertus-Patrozinium empfangen haben, zählt doch auch St. Lamberti in Coesfeld zu den liudgerianischen Gründungen, hat die Werdener Stephanuskirche, die ebenfalls als liudgerianisch gilt, einen nachweislich alten Lambertus-Altar besessen.

Allein schon die Größe des Kirchspiels Ascheberg mit seinen zeitweilig elf Bauerschaften deutet auf eine frühe Entstehungsstufe hin, und auch die Vermutung, daß der Ascheberger Pfarrsprengel ursprünglich einen größeren Bereich als das spätere Kirchspiel umfaßt hat, nämlich obendrein Ottmarsbocholt, Drensteinfurt und Teile von Rinkerode, Herbern und Nordkirchen, kommt einer Gründung noch zu Liudgers Zeiten entgegen.

Die Kirche von Ascheberg wird urkundlich allerdings erst um 1025, das Kirchspiel gar erst Ende des 12. Jahrhunderts bzw. 1205 genannt. Außer Werden sind auch andere bedeutende Grundherren in Ascheberg vertreten: Stift Freckenhorst, Kloster Rastede bei Oldenburg, Kloster Liesborn, das Domkapitel in Münster und später noch mehrere adelige Häuser, vor allem Nordkirchen.

Im Kirchspiel haben sich vier adelige Familien angesiedelt. Es sind dies die Familie von Ascheberg, die sich seit dem 13. Jahrhundert nachweisen läßt, die Familie von Edelinktorp, die hier im 13. und 14. Jahrhundert begütert ist, und die Familie von Steinhorst, die ebenfalls im 13. und 14. Jahrhundert auftritt. Auf der Burg Ascheberg sitzt seit der Mitte des 13. Jahrhunderts ein Zweig der Familie von Meinhövel, der im 14. Jahrhundert von der Edelherrenfamilie von Büren beerbt wird. Vier weitere im Kirchspiel errichtete feste Häuser oder Burgen sind die Haselburg, das Westerhaus und die Häuser Byink und Romberg.

Während die Geschichte dieser Häuser wenig bekannt ist, lassen sich die Anfänge der Während die Geschichte dieser Häuser wenig bekannt ist, lassen sich die Anfänge der Burg Davensberg rekonstruieren. Die in den südlichen Bereich des undurchdringlichen Waldgebietes der Davert hineingebaute Burg wird um die Mitte des 13. Jahrhunderts zusammen mit anderen Burgen als Bollwerk des Bischofs von Münster gegen die Bedrohung seines Territoriums durch den Erzbischof von Köln errichtet worden sein. Sie geriet nach einer sehr wechselvollen Geschichte seit der Mitte des 18. Jahrhunderts in Verfall. Aus der letzten Ausbauphase der Burg, der Zeit bald nach 1500, ist lediglich ein Turm erhalten geblieben. An die Burg angelehnt hat sich auf der Burgfreiheit eine kleine Ansiedlung mit Kapelle. Aus dieser 1410 erstmals erwähnten Kapelle ist die heutige Kirche St. Anna hervorgegangen.

Davensberg ist nie eine selbständige Gemeinde geworden, sondern hat seit seinen Anfängen zu Ascheberg gehört. Auf der Burgfreiheit haben um 1500 50 bis 60 Personen, meist bedienstete Handwerker der Burgherren, gewohnt, während sich für das übrige Kirchspiel Ascheberg in dieser Zeit zwischen 900 und 1000 Personen errechnen lassen. 1790 zählte man in Davensberg 190, 1890 340 Einwohner, in Ascheberg das Zehnfache. Das alte Vorburggelände wurde allmählich überschritten. Heute leben in dem Ascheberger Ortsteil über 1700 Menschen.

Die Burg und das Vorburggelände sind wiederholt dem Mutwillen durchs Land streifender Soldateska ausgesetzt gewesen. Besonders im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges hat Davensberg mehr als andere Ortschaften des Umlandes zu leiden gehabt, bot doch die Burg ein wichtiges und lohnendes Angriffsziel. 1634 steckten lüneburgische Truppen Burg und Freiheit in Brand. Bis 1644 hatte die ohnehin arme Bevölkerung unerschwinglich hohe Kriegssteuern zu zahlen. Ascheberg ist es nicht viel besser ergangen als Davensberg. 1540 brannte der Ort ab, seit 1591 marodierten abwechselnd Spanier und Niederländer im Verlaufe des Spanisch-Niederländischen Krieges, der auch weite Teile Innerwestfalens nicht verschonte. An diesen schloß sich nahtlos der Dreißigjährige Krieg an, in dem Ascheberg seit 1639 immer wieder übel mitgespielt wurde. Mal sind es die Hessen, mal die Kaiserlichen, mal die Lüneburger, die Gelder und Proviant erpressen. Gut hundert Jahre später, im Siebenjährigen Krieg, verlangten hannoversche Truppen hohe Geldsummen. 1763 und dann wieder 1903 wurde Ascheberg von Bränden heimgesucht. In den Jahren des 1. Weltkrieges sammelte man in Ascheberg und Davensberg eifrig für die Soldaten im Felde und für die Lazarette in Münster und zeichnete wie überall im Reich Kriegsanleihen. Nach Kriegsende, im Jahre 1919, bildeten sich in Ascheberg ein Arbeiter- und Soldatenrat als politisches Verwaltungsorgan und auf der Gegenseite als Selbstschutzorganisation gegen linksextreme Kräfte eine Einwohnerwehr. Mitte der zwanziger Jahre traten die ersten Anhänger der NSDAP auf.

Seit Kriegsausbruch 1939 wurde Ascheberg immer häufiger durch Einquartierungen beunruhigt. Im Herbst 1940 mußte der Schulunterricht wegen sich mehrender Fliegerangriffe verkürzt werden. 1941 begann die Gestapo mit der Überwachung der Kirche und Beobachtung der Kirchbesucher. Mehrfach wurden Ascheberg und DavensbSeit Kriegsausbruch 1939 wurde Ascheberg immer häufiger durch Einquartierungen beunruhigt. Im Herbst 1940 mußte der Schulunterricht wegen sich mehrender Fliegerangriffe verkürzt werden. 1941 begann die Gestapo mit der Überwachung der Kirche und Beobachtung der Kirchbesucher. Mehrfach wurden Ascheberg und Davensberg seit Mai 1943 durch Fliegerangriffe in Mitleidenschaft gezogen, aber es wurden glücklicherweise nur zwei Häuser zerstört und fünf beschädigt, während 20 km der insgesamt 64 km Gemeindestraßen vernichtet wurden. Bis Mitte des Jahres 1946 wurden in Ascheberg 1450 Flüchtlinge einquartiert. Seit dieser Zeit setzte eine rege Bautätigkeit ein, und der Ort wuchs von rund 4 300 Einwohnern im Jahre 1944 auf 5 500 Einwohner im Jahr 1960 an. 1970 zählte man 6500 Einwohner. Zusammen mit dem 1970 eingemeindeten Herbern wurden 1975 über 11 200 Einwohner statistisch erfaßt. Heute (1985) sind es mehr als 12 600.

Seit Kriegsausbruch 1939 wurde Ascheberg immer häufiger durch Einquartierungen beunruhigt. Im Herbst 1940 mußte der Schulunterricht wegen sich mehrender Fliegerangriffe verkürzt werden. 1941 begann die Gestapo mit der Überwachung der Kirche und Beobachtung der Kirchbesucher. Mehrfach wurden Ascheberg und DavensbSeit Kriegsausbruch 1939 wurde Ascheberg immer häufiger durch Einquartierungen beunruhigt. Im Herbst 1940 mußte der Schulunterricht wegen sich mehrender Fliegerangriffe verkürzt werden. 1941 begann die Gestapo mit der Überwachung der Kirche und Beobachtung der Kirchbesucher. Mehrfach wurden Ascheberg und Davensberg seit Mai 1943 durch Fliegerangriffe in Mitleidenschaft gezogen, aber es wurden glücklicherweise nur zwei Häuser zerstört und fünf beschädigt, während 20 km der insgesamt 64 km Gemeindestraßen vernichtet wurden. Bis Mitte des Jahres 1946 wurden in Ascheberg 1450 Flüchtlinge einquartiert. Seit dieser Zeit setzte eine rege Bautätigkeit ein, und der Ort wuchs von rund 4 300 Einwohnern im Jahre 1944 auf 5 500 Einwohner im Jahr 1960 an. 1970 zählte man 6500 Einwohner. Zusammen mit dem 1970 eingemeindeten Herbern wurden 1975 über 11 200 Einwohner statistisch erfaßt. Heute (1985) sind es mehr als 12 600.

Das Kirchspiel ist seit jeher rein landwirtschaftlich strukturiert gewesen. Da hier nährstoffreiche und schwere Kleiböden vorherrschen und nur im südlichen Bereich des Waldgebietes der Davert sandig-lehmiger Boden anzutreffen ist, wurden seit dem 17. Jahrhundert vorwiegend Weizen, Roggen, Gerste und Hafer, um 1800 dazu Erbsen und Rübsamen angebaut, wenig später auch die Kartoffel. Von den rund 24 000 Morgen Gesamtfläche der alten Gemeinden entfielen etwa die Hälfte auf Ackerland, über 6 000 Morgen auf Waldungen, der Rest auf Weideflächen. Nach 1900 nimmt das Ackerland ab, die Weidefläche zu. Auch die Forsten gehen mehr und mehr zurück und betragen 1970 mit 546 ha nur noch ein Drittel des Wertes von 1850. Gründe für das Schwinden der Ackerfläche und die Zunahme der Weidefläche sind in der fortschreitenden Viehveredelungspraxis und der Einfuhr billigeren Getreides z Um 1800 waren im Kirchspiel 134 Handwerker meistens im Nebenerwerb tätig. Fast die Hälfte arbeiteten als Leineweber, aber auch die Zahl der Schneider und Schuhmacher, später auch der Zimmerleute und Wirte, war beträchtlich. Ansonsten unterschied sich das Kirchspiel in der Art der Berufe und im prozentualen Anteil der Berufstätigen nicht von den anderen der näheren und weiteren Umgebung. Nach dem 2. Weltkrieg siedelten sich wie fast überall im Gebiet Kleinindustrien an. 1971 waren von den 2 218 Berufstätigen (= 29 % der Bevölkerung) 54 % in Handel und Verkehr, 34 % in anderen Wirtschaftszweigen und nur noch 12 % in der Land- und Forstwirtschaft tätig. Allerdings enthalten diese Werte auch einen beträchtlichen Anteil an Aus- und Einpendlern. Nur von geringer wirtschaftlicher Bedeutung ist das um die Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte Vorkommen von Strontianit gewesen, und auch die seit 1904 bekannten Erdgasvorkommen haben zu keinem strukturellen Wandel der Gemeinde geführt.

Herbern wird erstmals urkundlich um 889 in den Heberegistern des Klosters Werden als Heriburnon, später als Herborne benannt. 1267 erscheint es als Hereborne und 1555 als Herberen. Am Ende der altsächsischen Zeit bestand es aus neun selbständigen Siedlungsbereichen: "Heriburnon", (Herbern), ?Hornu“ (Horn), "Wigerincthorpa" (Weckendorf), "Athorpa" (Arup), "Parincthorpa" (Pentrup), "Forsthuvila" (Forsthövel), "Selihurst" (Selhorst), "Berle" (Unternordick), "Nordwick" (Nordick) und "Oldendorpe" (Ondrup).

1188 trennte das Domkapitel zu Münster von seinem Haupthof in Herbern (curia Herborne), dem Stammsitz der Herren von Herbern, einen größeren Grundkomplex zur Errichtung einer Kirche und eines Pfarrhofes ab. Gleichzeitig wurde aus Teilen der angrenzenden Kirchspiele Werne und Ascheberg ein neues Kirchspiel Herbern gebildet. Patron der neuen Pfarrei wurde der Mönch Benedikt. Von dem Stammsitz der Herren von Herbern neben dem Kirchplatz und von der mittelalterlichen Kirche gibt es nur wenige Überreste und Überlieferungen.

Um 1600 zählte Herbern schon über 2000 Einwohner. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) und die Pest von 1635 entvölkerten das Dorf bis auf 300 Einwohner. Erst 1770 wurden wieder 1900 Einwohner verzeichnet. Kurz nach der Auflösung des Fürstbistums Münster betrug im Jahre 1812 die Einwohnerzahl 2211. Die Gemeinde Herbern umfaßte 1893 rund 46 qkm Fläche mit 2720 Katholiken, 6 Protestanten und 26 Juden. Der Zweite Weltkrieg (1939-1945) brachte einen starken Zugang von 1138 Evakuierten aus benachbarten Städten und vertriebenen Deutschen aus Rußland, Osteuropa und Ostdeutschland. Im Jahr 1949 zählte Herbern last 5 000 Einwohner aber in der folgenden Zeit ist durch Auswanderung und Fortzug vieler ostvertriebener Familien die Einwohnerzahl wieder merklich zurückgegangen. 1963 gehörten zum Dorf Herbern die Bauerschaften Arup, Bakenfeld, Forsthövel, Horn, Nordick und Ondrup mit 4697 ha Fläche und 4189 Einwohnern. Seitdem steigt die Zahl der Bevölkerung ständig an und beträgt heute im Jahr 1985 innerhalb der 1975 neugebildeten Gemeinde Ascheberg bei einer Gesamteinwohnerzahl von 12 639 im Ortsteil Herbern 4741 Einwohner.

Für die Siedlungsgeschichte des Ortes war die alte Verkehrsverbindung Münster-Dortmund-Köln bedeutsam, die in der heutigen Bundesstraße 54 ihren Nachfolger hat. An der Durchgangsstraße wohnten Händler, Wirte und Handwerker, die meist noch Landwirtschaft im Nebenerwerb betrieben.

Herbern war seit der Entstehung der Landeshoheit als Fürstbistum Münster unter Bischof Hermann 11. (1173-1203) dem Oberstift zugeordnet. Innerhalb dieses Territoriums gehörte es bis 1804 zum Verwaltungsbereich des ?Amtes Werne“. An der Spitze dieses fürstbischöflichen Amtes stand als Droste zuletzt Johann Matthias Freiherr von Ascheberg zu Haus Venne. Das Kirchspiel Herbern fand sein Ende mit der Auflösung des Fürstbistums Münster und der Einrichtung der Verwaltung des Großherzogtums Berg im Jahr 1808. Als "Mairie" (Bürgermeistergemeinde) wurde Herbern dem Kanton Werne zugeordnet. Nach dem Sieg über Napoleon blieb Herbern als "Bezirk" beim Kanton Werne. Der Bürgermeister und Amtmann von Werne war gleichzeitig auch Bürgermeister von Herbern. Bis 1816 übte der Gutsbesitzer David von Schlebrügge auf Haus Beckedorf (Horst) dieses Amt aus. Ihm folgten bis 1820 Gerhard Josef Essing, von 1820-1841 Friedrich Maibach und von 1841-1845 Münstermann.

Das Jahr 1845 gilt als das Gründungsjahr der politischen Gemeinde Herbern. Auf Drängen seiner Bürger wurde sie selbständiger Verwaltungsbezirk. In der Verwaltung war sie bis zum Jahre 1900 jeweils mit einem Amtmann, einem Schreiber und einem Polizeidiener besetzt. 1923 entstand mit den beiden Gemeinden Herbern und Stockum ein Amt Herbern. Der Bedarf an Bediensteten vergrößerte sich dabei um nur zwei Allgestellte. Mit der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 war das Ende der Gemeinden Herbern und Ascheberg sowie des Kreises Lüdinghausen besiegelt. 130 Jahre hat die politische Gemeinde Herbern bestanden.

Jahrhundertelang stand die Landwirtschaft und das dörfliche Handwerk im Mittelpunkt des Erwerbslebens. Daneben war die Tätigkeit als Weber weitverbreitet. 1895 stellte die Gemeinde bei 2 751 Einwohnern in 495 Haushaltungen 473 Landwirtschaftskarten und 128 Gewerbebögen aus. Die industrielle Entwicklung des 19. und 20. Jahrhunderts hat in Herbern nur zögernd einen grundlegenden Wandel bewirkt. Der Ausbau des alten Verkehrsweges Münster-Werne-Dortmund zu einer Chaussee im vorigen Jahrhundert brachte nur Durchgangsverkehr. Eine Anbindung an das Netz der Eisenbahn zu Beginn dieses Jahrhunderts erfolgte lediglich an den östlichen und westlichen Tangenten mit den Bahnhöfen Mersch und Capelle. Beide Linien haben für Herbern keine nennenswerten Impulse gebracht.

Mit der Errichtung der Zechen in Werne und Radbod änderten sich langsam die Strukturen. 1961 gliederte sich die erwerbstätige Bevölkerung von Herbern mit 1883 Berufstätigen bei einer Bevölkerungszahl von 4257 Einwohnern wie folgt: Landwirtschaft 557 Personen (29,6 %), Industrie und Handwerk: 860 Personen (45,7 %), Handel und Verkehr: 206 Personen (10,9 %), öffentlicher Dienst: 260 Personen (13,8 %). Mehr als 500 Erwerbstätige pendelten täglich nach auswärts zu ihren Arbeitsplätzen. In den folgenden zehn Jahren verlor die Landwirtschaft anteilmäßig weiter an Umfang.

Die neue Gemeinde Ascheberg. Die kommunale Neugliederung im Land Nordrhein-Westfalen zwang nicht nur Kommunalpolitiker zum Umdenken, sondern erforderte bei allen Bürgern der über Jahrhunderte gewachsenen Dörfern viel Verständnis und Geduld. Mit dem 01.01.1975 wurde das Amt Herbern mit Stockum und Herbern aufgelöst. Die Gemeinde Herbern wurde mit der aufgelösten Gemeinde Ascheberg zusammengelegt.

Das Kraftwerk "Gersteinwerk" in Stockum, das im Amtsverband Herbern eine Säule für die Finanzstruktur der bisherigen Gemeinde Herbern gebildet hatte, fiel der Stadt Werne zu. Die neue Gemeinde Ascheberg am äußersten südlichen Zipfel des neuen Kreise Coesfeld, begrenzt von den Städten Münster, Hamm und Werne sowie den Gemeinden Nordkirchen und Senden, mußte sich auf die Wirtschaftsstrukturen seines neuen Gemeindegebietes umstellen. Die neue Gemeinde Ascheberg nun eine Fläche von 106,28 qkm und besitzt am 1.1.1975 eine Wohnbevölkerung von 11 200 Einwohnern. Längs durch die Gemeinde verläuft die wichtige Autobahn "Hansalinie".

Quelle: KREIS COESFELD, Laumann-Verlag Dülmen

Mit freundlicher Genehmigung der Bezirksregierung Münster