Rosendahl: Ss. Fabian und Sebastian

 
 

 
 
 

Rosendahl - Am östlichen Ortsrand gelegen, erhebt sich die Pfarrkirche ca. 30 Meter hoch. Der warme Ton des Baumberger Sandsteins kontrastiert reizvoll mit der seegrünen Patina der Kuppel und der Turmdächer.

Ss. Fabian und Sebastian

Die etwas üppig geratene Architektur der in neuromanischem Stil erweiterten Kirche verdeckt auf den ersten Blick den ursprünglichen mittelalterlichen Kernbau, der jedoch fast vollständig erhalten ist.

Die Geschichte der Kirche lässt vier Bauperioden erkennen: die romanische Hallenkirche der Stauferzeit (etwa Mitte des 13. Jahrhunderts), eine barocke Umgestaltung des Innenraumes mit wenigen erhaltenen Einzelstücken, die neuromanische Erweiterung (Anfang des 20. Jahrhunderts) und die Umgestaltung des Inneren nach dem II. Vatikanischen Konzil (1968/69).

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden Kloster und Kirche von Varlar geschlossen wurden und das Gotteshaus musste nun wesentlich mehr Besucher fassen als noch zuvor. Nun rächte sich der schlechte bauliche Zustand der Kirche, die im Volksmund auch „Scheune“ genannt wurde. Trotz derartiger Überlegungen entschloss man sich schließlich gegen einen Neubau der Kirche und stattdessen für eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes.

Foto: Sonja Lindenbaum

Unter der Leitung von Professor L. Becker, Mainz, der auch die Legdener Kirche umgebaut hatte, entschloss man sich, die alte Baumasse zu bewahren und die Kirche zu erweitern. Eine Verlängerung in der Längsachse verbot sich aus ästhetischen Gründen, da das Mittelschiff der Kirche nur 8 Meter hoch ist. So plante man, die Kirche um ein Oktogon zu erweitern, und zwar in der ganzen Breite der alten Kirche.

Als künstlerisches Gegengewicht zur Kuppel wurden dem alten Westturm zwei höhere Glockentürme flankierend zur Seite gestellt. Der Grundstein für die neue Baugruppe wurde 1908 gesetzt. Bis 1910 waren das Oktogon und die Glockentürme errichtet. Erst 1922 - inzwischen war der Erste Weltkrieg vorüber - konnte die gesamte Erweiterung mit den Seitenschiffen sowie nötigen Restaurierungsarbeiten wieder aufgenommen und zum Abschluss gebracht werden.

Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert sind im nördlichen Münsterland eine Reihe von Dorf- und Kleinstadtkirchen erweitert oder neu erbaut worden, die man unter dem Stilbegriff »Historismus« zusammenfasst. Da ein eigener, zeitgemäßer Baugedanke fehlte, ahmte man die historischen Stile der Romanik und Gotik nach. Auch im Innern der Osterwicker Kirche verschaffte sich dieser Stil Ausdruck in der Ausmalung, der Glasmalerei und der liturgischen Einrichtung.

 
 

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Ss. Fabian und Sebastian
Fabianuskirchplatz 7
48720 Rosendahl
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