Stadtgeschichte Schöppingen

 
 

 
 
 

Schöppingen - Der freiwillige Zusammenschluß der zum Amt Schöppingen gehörenden Gemeinden Wigbold und Kirchspiel Schöppingen sowie Eggerode, durch ein eigenes Gesetz vom 2. 6. 1969 bestätigt, wurde zum 01.07.1969 wirksam.

Wappen Schöppingen

Eggerode das unter den Stiftungsgütern des Klosters Asbeck 1151 mit einem Haus erwähnte "Ecgenrothe" ist eine auf einer Rodung entstandene Ausbausiedlung. Die von Schöppingen abgetrennte Pfarrei geht auf eine wohl im 12. Jh. gegründete Eigenkirche (hl. Maria) zurück und umfaßte das auf dem Haupthof entstandene Dorf sowie zwei in den Pfarreien Schöppingen und Darfeld gelegene Unterhöfe. Die Herren von Strick als Patronatsherren brachten wohl die als wundertätig geltende Statue "Unserer Lieben Frau vom Himmelreich" im 13. Jh. nach Eggerode. Der 1., von Papst Benedikt XII. 1338 ausgestellte Ablaßbrief weist Eggerode als den neben Vinnenberg ältesten Marienwallfahrtsort des Bistums aus. Eine eigene Gnadenkapelle auf dem Kirchhof wird erstmals 656 genannt sie wurde vor einigen Jahren wesentlich erweitert. Nach dem Pestjahr 1636 brannte der Ort 1637, 1688 und 1704 nieder.

Kirchspiel Schöppingen bestand aus den Bauerschaften Ebbinghoff, Gemen, Haverbeck, Heven, Ramsberg und Tinge.

Wigbold Schöppingen - Kaiser Ludwig der Fromme schenkte 838 der Benediktinerinnenabtei Herford die über einer Quelle, wohl noch unter Karl dem Großen errichtete Pfarrkirche (hl. Brictius) in "Stochheim" im Scopingau. Dieser deckte sich in etwa mit dem Umfang des späteren Gogerichts zum Sandwelle, das auch hier im Bereich der Kirche schon 1359 und noch 1624 des öfteren Gericht hielt. Ein Edelherr Reimbert nannte sich 1138 von "Scopingon". Bei der Anlage des Wigbolds Schöppingen blieb die Kirche außerhalb des Ortes, der um 1400 aus den Steinen der 1396 zerstörten Burg Övelgönne (links der Vechte) zwei Tore erhalten haben soll. Schöppingen erscheint seit 1510 bis in das 19. Jh. als Stadt (Stadtsiegel des 16. Jh.) und wird seit der Mitte des 17. Jh. mehr und mehr Wigbold genannt. Bei der Restaurierung des alten Rathauses von 1583 wurde im Kern ein Vorgängerbau aus dem 15. Jh. entdeckt. Jan van Leiden, der spätere Wiedertäuferkönig, gewann hier Anhänger, u. a. den Bürgermeister Heinrich Krechting und dessen Bruder Bernhard.

Quelle: DER KREIS BORKEN, Konrad Theiss Verlag Stuttgart

Mit freundlicher Genehmigung der Bezirksregierung Münster