Gemeindegeschichte Legden

 
 

 
 
 

Legden – Die beiden Gemeinden des ehemaligen Amtes Legden, Asbeck und Legden schlossen sich mit Wirkung zum 01. Januar 1969 zur Gemeinde Legden zusammen

Wappen Legden

Asbeck: Ein Hof in „Hasbeche“ wird 1092 genannt. Die Pfarrei (hl. Margareta) soll im 11. Jahrhundert aus Teilen der Pfarreien Legden und Schöppingen mit dem Düsterbach als Grenze, entstanden sein. Hier gründete Bischof Werner von Münster 1151 ein Doppelkloster in dem seit 1173 nur noch Frauen als Augustiner-Kanonissen Aufnahme fanden. Die Vogtei über das Kloster hatten zuerst die Herren von Wettringen, wohl als Mitstifter, später die Edelherren von Steinfurt inne, die sie 1282 an das Kloster verkauften. Die Umwandlung in ein freiweltliches adeliges Damenstift dürfte 1533 abgeschlossen worden sein.

Das Stift kam mit dem Amt Horstmar 1803 an den Wild- und Rheingrafen von Salm-Grumsbach (später Salm-Horstmar genannt). Die von ihm 1805 erklärte Aufhebung wurde aber wegen des Widerstandes der Stiftsdamen und der Landbevölkerung erst 1811 endgültig durchgeführt. Außer dem Torhaus („Hunnenporte“) und einem Teil des Südflügels wurden die Gebäude bis 1902 abgebrochen. Die Säulen des zweigeschossigen Westflügels des Kreuzganges, 1864 im Diözesanmuseum in Münster eingebaut, kehrten nach dessen Abbruch 1966 zurück. Die Wiederherstellung konnte aber erst 2003/2004 durch entsprechende Initiative des Heimatvereins verwirklicht werden. Gleichzeitig wurde auch das ehemalige „Dormitorium“ von Grund auf renoviert, so dass nunmehr Kreuzgang, Dormitorium, zwei alte Spieker, das Torhaus „Hunnenporte“, die ehemalige Stiftsmühle und ein historisches Backhaus erhalten sind.

Legden: Der Ort wird erstmals 1092 als „Lecden“ genannt. Die wohl vom Bischof von Münster im 11. Jahrhundert gegründete Pfarrkirche (hl. Brigida) wurde 1173 dem Kloster Asbeck inkorporiert. Am Rande des Kirchhofes lagen die Spieker der Bauern aus den Bauerschaften; als charakteristisches Beispiel hat sich der „Taubenturm“ erhalten. Auf Haus Egelborg (1559) saßen im 14. Jahrhundert die von Egelmarink, von etwa 1400 an die von Billerbeck, und seit 1670 ist es Wohnsitz der Familie von Oer. Bei der früher dem Stift Asbeck gehörigen Düstermühle findet seit über 600 Jahren ein Jahrmarkt statt, der besonders als Pferdemarkt Bedeutung hatte und auch heute noch alljährlich Ende August zehntausende von Besuchern anzieht.