Radtour: Große Runde durch das Tecklenburger Land

 
 

 
 
 

Wir machen uns auf, mit dem Rad auf knapp 46 Kilometern das Tecklenburger Land zu erkunden und freuen uns auf viel Wasser, das Nasse Dreieck, einen Botanischen Garten, ein Kloster, ein Schloss und vieles mehr! Vorab genehmigen wir uns ein anständiges Frühstück, denn es geht ganz anständig bergauf und bergab bei dieser Tour – insgesamt bewältigen wir einen Gesamtanstieg von fast 340 Metern.

Start in Tecklenburg

Tecklenburg erwartet uns mit seinen malerischen Fachwerkhäusern zum Start unserer Tour.

Wir starten im malerischen „Bergstädtchen“ Tecklenburg in der Nähe des Bahnhofs, wo sich problemlos auch der Wagen parken lässt, so wir denn mit dem Auto anreisen. In westlicher Richtung starten wir entlang des Teutoburger Waldes und können sicher sein, das zu unserer Rechten auf dem Höhenzug in diesem Moment auch zahlreiche Wanderer auf dem Hermannsweg unterwegs sind.

Es geht bergab in den kleinen aber feinen Ortsteil Brochterbeck, den wir passieren und in nordwestlicher Richtung verlassen. Wir überqueren die Bahnstrecke, auf der uns sogar eine echte Dampflok begegnen kann, denn der Teuto-Express dreht hier regelmäßig seine Runden. Wir erreichen Dörenthe, das bereits zu Ibbenbüren gehört und treffen hier wenig später auf den Botanischen Garten Losimann und machen eine erste Pause, um ihn zu erkunden.

Am Botanischen Garten Loismann

Botanischer Garten Loismann in Dörenthe
Der Botanische Garten in Dörenthe ist einen Abstecher wert.

Die Geschichte des Garten Loismann geht bis in die Jahre 1894/95 zurück. Beim Bau des Dortmund-Ems-Kanals wurde der Aushub auf dem Land des Bauern Bernhard Loismann sen. zu einem Hügel aufgeschüttet. Da dieses Land dadurch seine landwirtschaftliche Nutzbarkeit verlor und die zunächst angepflanzten Obstbäume nicht den gewünschten Ertrag erzielten, begann Bernhard Loismann sen. und später sein Sohn Karl Loismann einheimische und fremdländische Bäume und Sträucher anzupflanzen.

Heute bietet der Garten eine sehenswerte Vielfalt verschiedener Bäume und Sträucher. Zu den interessanten Gehölzen gehören u.a. ein über 30 m hoher Mammutbaum, eine 20 m hohe Honoki-Magnolie, deren ca. 20 cm große duftende Blüten Anfang Juni erscheinen, ein „Taschentuchbaum“, ein Tulpenbaum und ein Hänge-Fächerblattbaum.

Weiter zum Nassen Dreieck

Nasses Dreieck in Hörstel
Das Nasse Dreieck in Hörstel: Hier treffen sich der Dortmund-Ems-Kanal und der Mittellandkanal.

Wenn wir uns satt gesehen haben, radeln wir weiter und treffen schon nach rund 300 Metern den Dortmund-Ems-Kanal, dem wir nun längere Zeit nicht mehr von der Seite weichen. Am Kanal entlang kommen wir nach Riesenbeck, das zu Hörstel gehört. Hinter Riesenbeck schließlich erreichen wir das Nasse Dreieck. Hier treffen sich der Dortmund-Ems-Kanal und der Mittellandkanal – und natürlich zahlreiche Ausflügler, die den Ausblick auf die passierenden Schiffe, den Teuto und das Wasser genießen. Wir nehmen uns die Zeit und tun es ihnen gleich.

So langsam ist es an der Zeit, sich vom Kanal zu verabschieden und nach Norden zu radeln, wo wir wenig später das Kloster Gravenhorst entdecken, das übrigens über ein eigenes Café verfügt und zu einer Zwischenrast einlädt.

Zwischenstopp am Kloster Gravenhorst

Kloster Gravenhorst
Am Kloster Gravenhorst bietet sich die Möglichkeit für eine kurze Rast.

Das Kloster aus dem 13. Jahrhundert gibt noch heute das Bild eines frühneuzeitlichen Frauenklosters mittlerer Größe wieder. Die Anlage umfasst neben der Kirche aus der Entstehungszeit und den Konventgebäuden zusätzlich noch nahezu sämtliche Wirtschaftgebäude, die zu einer Klosteranlage gehörten. So sind in deren Umfeld noch das Mühlengebäude, das Back- und Brauhaus und Fundamente der alten Schmiede zu finden. Auch der Mühlteich und die inneren und äußeren Gräfte blieben erhalten. Unter den Klostergebäuden befindet sich auch noch vielfach mittelalterliche Bausubstanz.

Wenn wir ausgeruht sind, satteln wir unsere Drahtesel wieder und halten uns nun östlich, denn langsam ist es an der Zeit, den Rückweg anzutreten. Wir treffen die Hörsteler Aa, die wir von nun an begleiten, bis sie zur Ibbenbürener Aa wird und schließlich inmitten Ibbenbürens in den Aasee mündet. 

Weiter zum Ibbenbürener Aasee

Aasee in Ibbenbüren
Am Aasee in Ibbenbüren gibt es eine Menge zu entdecken.

Der Ibbenbürener Aasee hat eine Wasserfläche von ca. 15 Hektar. Ganz in der Nähe des Stadtzentrums gelegen, ist er Zentrum für viele Freizeitaktivitäten, z. B. Segeln, Angeln und Tretbootfahren. Zwei Spielplätze und eine Skateranlage sowie das in der Nähe gelegene Aaseebad, ein Wellenhallen- und Freibad runden das Angebot das Angebot des Freizeitschwerpunktes ab. Das schauen wir uns vom Rad aus näher an und fahren entlang des Aasee-Ufers weiter in östlicher Richtung.

Wir verlassen Ibbenbüren und es geht wieder bergauf, denn wir kommen wir auf Brochterbeck zu, das wir noch vom Start unserer Tour kennen. Ein zweites Mal durchqueren wir das Örtchen und radeln nun durch die umliegenden Bauernschaften zurück nach Tecklenburg.

Letzte Station: Haus Marck

Haus Marck in Tecklenburg
Haus Marck in Tecklenburg ist unsere letzte Station.

Bevor wir unseren Ausgangspunkt erreichen, treffen wir nun noch auf die letzte Sehenswürdigkeit dieser ereignisreichen Tour: das Wasserschloss Haus Marck. Die schlichten und einstöckigen Bauten des Adelssitzes stammen noch aus dem 14. Jahrhundert. 1547 war es kaiserliches Hauptquartier, 1643 Verhandlungsort zum Westfälischen Frieden und 1831 Geburtsort Friedrich von Bodelschwinghs. Heute werden hier im Trauzimmer viele Ehen geschlossen. Dem Wasserschloss schließt sich die Talaue Haus Marck an, für die wir aber ein anderes Mal wiederkommen, denn die lässt sich am Besten zu Fuß erkunden und ist einen eigenen Ausflug wert.

Nur wenige hundert Meter erreichen wir unseren Ausgangspunkt in der Bahnhofstraße und blicken nicht ohne Stolz auf die fast 46 Kilometer lange Runde durch das Tecklenburger Land zurück.

Kurzportrait


Startpunkt

Bahnhof / Restaurant Fabula
Bahnhofstraße 41
49545 Tecklenburg
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