Radtour: Große Runde durch das Steinfurter Land

 
 

 
 
 

Für unsere heutige, 44 Kilometer lange Radtour treffen wir uns im Süden Borghorsts und fahren anschließend durch Steinfurt über Metelen, an Schöppingen vorbei und durch Horstmar, um anschließend wieder nach Borghorst zu gelangen.

Viel Natur und eine Reihe Sehenswürdigkeiten - diese Tour durch das Steinfurter Land wird das reinste Idyll.

Hier sind Kondition und ein gutes Frühstück gefragt, denn neben der Länge erwartet uns auch eine bemerkenswerte Bergetappe.

Wir starten also in Borghorst und fahren geradewegs auf den Bahnhof zu. Sollten wir mit dem Zug anreisen, können wir den Anfang unserer Tour auch hierher verlegen. Nach dem Bahnhof sehen wir die evangelische Kirche und einige alte Fabrikgebäude, inklusive riesiger Schornsteine. In der Ferne erkennen wir ein Stück weiter auch noch die katholische Pfarrkirche St. Nikomedes. Das mittlerweile denkmalgeschützte Kirchengebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut.

Wir verlassen Borghorst nun und finden uns in einer schönen Wald- und Wiesenlandschaft wieder. Der Name „Borghorst“ kommt übrigens von „Burchurst“ und bedeutet soviel wie „Burg im Wald“. Hierbei bezeichnet „Burc“ die Burg und „hurst“ den Wald.

Die Felder glänzen goldgelb und der Wald leuchtet in einem fruchtbaren Grün. Hier kann man im wahrsten Sinne des Wortes mal einen Gang runterschalten und die Natur auf sich wirken lassen.

Am Bagno-Park in Steinfurt

Burgruine
Die Burgruine inmitten des Bagno-Parks ist künstlich angelegt - ihr statten wir auf jeden Fall einen Besuch ab.

Nun kommen wir zunächst an einem alten Forsthaus vorbei und gelangen zum Steinfurter Bagno. Hier gibt es ein Cafe-Restaurant, aber im Mittelpunkt steht die reizvolle Parkanlage, die auf eine bewegte Geschichte zurück blickt. 

Durch das Parkidyll

1765 gegründet, wuchs sie zunächst stetig und entwickelte sich zur bedeutendsten Parkanlage Westfalens. Als Napoleons Vasallen die Grafschaft jedoch 1806 annektierten, verfiel die Anlage mehr und mehr. Von den ursprünglich 39 Bauwerken sind heute nur noch drei, teilweise im Originalzustand, vorhanden.

2004 wurde der Park im Rahmen der Regionale mit Landesmitteln neu gestaltet. Vor allem die Konzerthalle ist, als ältester freistehender Konzertsaal Europas, eine besondere Attraktion. Auch ein Besuch des Sees lohnt sich für uns. Mit der alten Burgruine auf der Insel in seiner Mitte, wirkt er wie ein See aus einem Märchen. Die Spiegelungen der Bäume am Ufer verstärken dieses Bild noch.

Weiter zum Schloss

Schloss Steinfurt - auch hier treffen wir die Steinfurter Aa wieder, die das Schloss umzingelt.
Schloss Steinfurt - auch hier treffen wir die Steinfurter Aa wieder, die das Schloss umzingelt.

Wieder auf den Rädern machen wir uns auf den Weg nach Steinfurt. Der Radweg hier ist gesäumt von einer traumhaften Allee, die uns sanft von einem Idyll zum nächsten führt, denn nur wenig Radminuten entfernt erwartet uns Schloss Steinfurt.

Mitten in der Steinfurter Aa liegt es als eine der mächtigsten und ältesten Wasserburgen des Münsterlandes. Eine Innenbesichtigung ist leider nicht möglich, weshalb wir das Schloss nur von außen bestaunen können. Beflügelt von unseren bisherigen Eindrücken malt unsere Fantasie allerdings herrliche Bilder vom Innenleben des Schlosses.

Wir fahren weiter und kommen am historischen Markplatz Steinfurts vorbei. Hier bekommen wir einige prächtige alte Häuser zu sehen. Der Name „Steinfurt“ leitet sich übrigens von einer steinernen Furt ab, an der man die Aa durchqueren konnte. Diese hatte früher eine wichtige Bedeutung, da sie eine der wenigen Stellen war, an denen man den Fluss mit Gespannen durchqueren konnte.

Durch die Natur

Wir blicken links, wir blicken rechts - Natur, wohin das Auge schaut.
Wir blicken links, wir blicken rechts - Natur, wohin das Auge schaut.

Nun führt uns der Weg zum Steinfurter Bahnhof, den wir passieren. Anschließend verlassen wir Steinfurt in westlicher Richtung und fahren gen Metelen.

Wir befinden uns nun wieder inmitten von Wald und Wiesen. In den endlosen Weiten der Felder auf dem Weg nach Metelen vergeht die Zeit wie im Flug.

In Metelen kommen wir an der Vechte an und radeln ein kurzes Stück an ihr entlang. Von Metelen selbst sehen wir nicht allzu viel, da wir direkt in südlicher Richtung weiterfahren nach Schöppingen.

Nach einem weiteren Wegstück durch Feld und Forst überqueren wir die Vechte und gelangen zur Brüningmühle. Hier können wir uns im gleichnamigen Landgasthof stärken (www.brueningmuehle.de).

Mit neuer Energie sind wir dann auch bereit für die anfangs erwähnte Bergetappe. Wir fahren an Schöppingen vorbei und legen auf drei Kilometern über 70 Höhenmeter zurück, von 70 Metern auf fast 150 Meter. Zur Belohnung können wir den herrlichen Ausblick vom „Schöppinger Berg“ genießen.

Historisches Horstmar

Auch das alte Rathaus in Horstmar ist ein echter Blickfang.
Auch das alte Rathaus in Horstmar ist ein echter Blickfang.

Anschließend geht es wieder bergab, zumindest mit dem Weg. Wir haben die Bergetappe dank unserer Kraftreserven exzellent überstanden und fahren nicht ohne Stolz in Horstmar ein.

Der historische Stadtkern Horstmars zeugt von der bewegten Vergangenheit der Stadt, welche bis auf das 9. Jahrhundert zurückgeht. Von den ehemals acht Burgmannshöfen sind heute noch fünf erhalten. Diese und die alten Häuserfronten lassen wir nach der Bergetappe auf uns wirken, während wir gemütlich durch die Stadt fahren.

Im Zickzack zurück

Steinfurter Aa
Die Steinfurter Aa verläuft über weite Strecke sehr naturnah.

Am Stadtausgang nehmen wir wieder Fahrt auf, immerhin befinden wir uns nun auf der letzten Etappe unserer heutigen Radtour. Doch Vorsicht, bis Borghorst haben wir noch gute zehn Kilometer vor uns.

Im Zickzack geht es nun durch das Umland von Horstmar und Borghorst, eine Zielgerade ist unser Weg wirklich nur sprichwörtlich.

Er windet sich durch die Natur des Münsterlandes mit seinen Raps-, Getreide und Maisfeldern, die im perfekten Zusammenspiel einen gelungenen Abschluss unserer Route bilden. Noch einmal überqueren wir die Steinfurter Aa, um anschließend langsam aber sicher unserem Startpunkt in Borghorst wieder näher zu kommen.

Kurzportrait


Startadresse

 

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