Radtour auf der RadBahn Münsterland

 
 

 
 
 

Die RadBahn Münsterland ist ein 39,4 km langer Bahntrassenradweg auf der ehemaligen Bahnstrecke von Rheine nach Coesfeld. Das vorerst letzte Teilstück konnte im Dezember 2012 frei gegeben werden.

RadBahn Münsterland
RadBahn Münsterland: Über 40 Kilometer Bahngeschichte und -geschichten, die unverwechselbare Münsterländer Parklandschaft sowie eine hervorragende Infrastruktur – dort wo noch vor wenigen Jahren täglich Dutzende Züge rollten, fahren heute hunderte Fietsen.

Der Radweg ist zurzeit von Rheine bis Billerbeck-Lutum fertiggestellt. Ab Lutum ist die Bahnstrecke noch in Betrieb. Daher wird das bestehende Radwegenetz für die Fortführung der RadBahn Münsterland nach Coesfeld genutzt. Der Radweg ist drei Meter breit und mit einer glatten Asphaltschicht überzogen, was den Radweg auch für Inlineskater interessant macht.

Station an Schloss Darfeld

Schloss Darfeld in Rosendahl
Schloss Darfeld in Rosendahl gehört zu den eindrucksvollsten Erscheinungen auf der 100-Schlösser-Route durch das Münsterland.

Wir starten unsere Erkundungstour auf der Radbahn Münsterland am Bahnhof Billerbeck-Lutum und radeln auf dem alten, von Bäumen besäumten Bahndamm Richtung Darfeld. Darfeld liegt schon in unserem Blickfeld, als wir uns das erste Mal entscheiden müssen, ob wir einen kleinen Abstecher wagen wollen. Linkerhand geht es in die Billerbecker Straße und von dort in den Mohnweg, der uns zum Schloss Darfeld führen würde. Bis dort ist es ein guter Kilometer, aber was uns erwartet, ist die Reise wert.

Das imposante und italienisch anmutende Schloss Darfeld wurde Anfang des 16. Jahrhundert vom münsterländischen Bildhauer Gerhard Gröninger im Renaissance Stil erbaut. Es wurde nach einem Brand im Jahr 1899 schwer beschädigt und in den Jahren 1902-1904 in der heutigen Form wieder aufgebaut. Aus der Bauzeit 1612-1618 ist vor allem die manieristische Fassade zum Innenhof erhalten. Der weitläufige Schlosspark lädt zu einer kurzen Pause ein.

Abstecher zu Haus Alst

Haus Alst in Horstmar
Haus Alst ist ein ehemaliger münsterländischer Burgmannshof in der Bauerschaft Alst bei Horstmar im Kreis Steinfurt. Foto: Heribert Schwarthoff

Zurück auf der Radbahn radeln wir nun in Darfeld ein und erreichen schon bald den alten Bahnhof. Viel sehen wir sonst von Darfeld nicht, die Bahnstrecke führte schon damals nicht durch die Ortsmitte, daher geht es für uns alsbald weiter Richtung Horstmar. Auch dessen alten Bahnhof sehen wir nach einigen Kilometern am Wegesrand, ebenso wie die Stadt selbst, denn auch an Horstmar führt uns die Radbahn nur vorbei.

Hinter den Toren Horstmars empfiehlt sich wieder ein Abstecher, dieses Mal zu unserer Rechten. Denn dort führt uns die Straße „Alst“ auf gerade mal 500 Metern zum gleichnamigen Herrenhaus. Haus Alst ist der einzige Burgplatz in Horstmar, der noch heute voll bewohnt wird. Das 1624 an der Stelle der damals abgetragenen Burg errichtete „Haus Alst“ glänzt noch immer in seiner ganzen Schönheit, die bestimmt wird durch die Specklagentechnik der niederländischen Renaissance als bestimmenden Baustil mit seinem steten Wechsel von rotem Ziegelstein und gelblichem Sandstein.

Vorbei an Schloss Steinfurt

Im Schutze der Burg Steinfurt entstand seinerzeit die erste Marktsiedlung.
Im Schutze der Burg Steinfurt entstand seinerzeit die erste Marktsiedlung.

Zurück auf der Radbahn Münsterland führt uns unsere Route nun Richtung Steinfurt. Fast mitten durch die Innenstadt geht es dort, doch auch hier müssen wir, um das Steinfurter Wahrzeichen aus der Nähe zu sehen, einen Umweg von rund 500 Metern zu unserer Rechten machen – verfehlen können wir es kaum, das Schloss Burgsteinfurt.

Das Schloss Burgsteinfurt ist die älteste Wasserburganlage Westfalens und steht auf einer nahezu kreisrunden Insel, die von der Steinfurter Aa umflossen wird. Erstmals erwähnt wurde der Haupthof schon im Jahre 1129. Heute bestehend aus drei Gebäudekomplexen, der Oberburg, der Unterburg und der Schlossmühle, wurde die Anlage im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte immer wieder umgebaut und erweitert. Das Schloss befindet sich heute noch im Besitz der Familie zu Bentheim und Steinfurt und wird als Wohnsitz genutzt. Seit Januar 2009 wird das Schloss nur noch privat genutzt. Eine Innenbesichtigung, wie auch die Besichtigung des Unter- und Oberhofes sind leider nicht mehr möglich.

Weiter nach Rheine

Bagnopark Steinfurt
Auch im Bagnopark lässt es sich trefflich ein paar Stunden verbringen, doch dafür kommen wir ein andern Mal wieder.

Was gäbe es nicht noch alles zu sehen in Steinfurt! Den wunderschönen Bagno-Park, die imposanten Kirchen, die Konzertgalerie Bagno, natürlich die malerische Altstadt und vieles mehr. Aber wir müssen weiter und zurück auf die Radbahn, denn noch liegt ein gutes Stückchen Weg vor uns!

Die Radbahn führt uns nun wieder raus aus Steinfurt und unter anderem über die Steinfurter Aa, die wir ja schon am Schloss getroffen haben. Durch viel Grün und die Bauernschaft Hollich machen wir uns auf den Weg nach Rheine. Zuvor erreichen wir jedoch den Ortsteil St. Arnold. Am alten Bahnhof St. Arnold sind Schienen liegengeblieben; der Eisenbahnverein ECN Nordwestmünsterland e. V. organisiert hier Fahrten mit einer historischen Draisine. Außerdem kann man dort alte Schienenwerkzeuge besichtigen. Nach und nach soll hier sogar ein schmuckes Eisenbahnmuseum entstehen.

Am Ziel

Die Radbahn führt uns schließlich weiter bis nach Rheine, wo wir uns in der Innenstadt mit einer leckeren Mahlzeit oder einem Kaffee belohnen, ehe wir wieder in die Pedale treten und zurück fahren. Nun wäre eine direkte Zugverbindung nicht schlecht, aber die, das wissen wir nun ganz sicher, gibt es nicht mehr… Alternativ können wir den Zug über Münster zurück nach Coesfeld nehmen.

Weitere Informationen auf www.radbahn-muensterland.de

Kurzportrait


Startadresse

Bahnhof Lutum
Lutum 11
48727 Billerbeck
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