1.000 Schüler im Gespräch mit Unternehmen

 
 

 
 
 
Diese Meldung wurde am 18.03.2018 archiviert.
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Münster. – Über 1.000 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Münsterland nutzten am 8. März die Gelegenheit, sich beim 8. Azubi-Speed-Dating der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen für einen Ausbildungsplatz zu empfehlen.

Im IHK-Bildungszentrum in Münster erwarteten sie 125 Betriebe mit rund 1.000 Ausbildungsplätzen im Angebot, um schnell und unkompliziert die Chancen einer gemeinsamen beruflichen Zukunft auszuloten. 

Die Spielregeln waren einfach: Zehn Minuten hatten die jungen Leute Zeit, sich bei Firmenchefs, Personalleitern oder Ausbildern als künftige Auszubildende ins Gespräch zu bringen. Dann wurde gewechselt für das nächste Gespräch mit dem nächsten Unternehmen. „Die Zeit reicht, um festzustellen, ob die Chemie stimmt und mehr daraus werden kann“, sagt Carsten Taudt, Leiter des Geschäftsbereichs Bildung und Fachkräftesicherung bei der IHK Nord Westfalen. „Es sind heute vielleicht noch keine Ausbildungsverträge geschlossen worden“, vermutet er: „Doch bei zahlreichen Unternehmen“, ist er sich sicher, „dürften die Kandidaten zur Besetzung der Ausbildungsplätze nach dem heutigen Speed-Dating feststehen“. Schneller und effektiver gehe es wohl kaum. 

Doch nicht nur die jungen Menschen, auch das Azubi-Speed-Dating der IHK ging einen Schritt in Richtung Zukunft. „Wir haben heute das erste digitale Azubi-Speed-Dating getestet“, berichtet Taudt. Denn erstmalig nahmen Bewerber online per Skype an den Vorstellungsgesprächen teil. Eine Möglichkeit, die das Coesfelder St.-Pius-Gymnasium und die Anne-Frank-Realschule aus Ibbenbüren nutzten, damit sich ihre Schülerinnen und Schüler ohne logistischen Aufwand bei Unternehmen für einen Ausbildungsplatz empfehlen können. 

„Das war das ein sehr erfolgreicher Pilotversuch“, zeigt sich Taudt zufrieden. In Zeiten der Digitalisierung seien Videotelefonate im Berufsleben fast schon alltäglich und die inhaltliche Qualität der Gespräche absolut vergleichbar mit den „analogen“ Gesprächen auf der Veranstaltung. Das sehen auch die fünf Arbeitgeber so, die bereit waren, das neue Format zu testen:  BASF Coatings GmbH (Münster-Hiltrup), Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Ernsting's family GmbH & Co. KG (Coesfeld-Lette), LIVISTO Group GmbH/animedica GmbH (Senden-Bösensell) und die Deutsche Bahn AG. 

„Das Azubi-Speed-Dating in seiner klassischen Ausprägung war erneut ein großer Erfolg. Trotzdem ist es richtig, neue Wege zu gehen, um Ausbildungsbetriebe mit passenden Bewerbern zusammenzubringen“, resümiert IHK-Bildungsexperte Taudt. Schließlich sei die Zahl der gemeldeten Ausbildungsbewerber im Münsterland seit 2010 von 13.309 um 11,5 Prozent auf 11.780 gesunken, während die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze im gleichen Zeitraum um 2.169 oder 21,9 Prozent auf 12.073 gestiegen sei. Die IHK werde die digitale Komponente des Azubi-Speed-Datings als zusätzliches Angebot ausbauen, damit Unternehmen und Bewerber noch einfacher zueinander finden können, kündigt Taudt an: „Ich kann mir vorstellen, dass gerade kleinere Betriebe, die bei der Nachwuchssuche nicht den Aufwand betreiben können, wie große Unternehmen es tun, von digitalen Bewerbungsgesprächen profitieren.“


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