Wo die Mystikerin des Münsterlandes geboren wurde

 
 

 
 
 

Wer sich auf die Spuren der Mystikerin des Münsterlandes, Anna Katharina Emmerick, die am 3. Oktober 2004 selig gesprochen wurde, begeben möchte, liegt mit diesem Wander-Tipp goldrichtig. Ihr Geburtshaus liegt in der Coesfelder Bauerschaft Flamschen. Und das schauen wir uns an – auf einem Rundwanderweg mit etwa zehn Kilometern auf den Hauptwanderwegen X 11 und X 4 des Westfälischen Heimatbundes.

Berkel bei Billerbeck
Das Flüsschen Berkel überqueren wir gleich zu Beginn unserer Wanderung.

Wir beginnen unsere Wanderung auf dem Parkplatz der Gaststätte „Heidekrug“ (Adresse Goxel 37 a), die an der Bundesstraße 525 westlich von Coesfeld liegt. Von diesem Parkplatz aus, an dem der Wanderweg X 11 vorbeiführt, überqueren wir die Bundesstraße in nördlicher Richtung. Bei der Grundschule Coesfeld-Goxel biegen wir mit dem X 11 rechts ab und gelangen über einen kleinen Feldweg in die Bauerschaft Stockum.

Nachdem wir an einem Bauernhof die Berkel überquert haben, gelangen wir zur Kreisstraße 46 und gehen rechts. (Kleiner wasserkundlicher Exkurs: Der Geburtsort der Berkel ist Billerbeck. Dort liegt ihre Quelle am Fuße der Baumberge, von wo aus ihr Wasser in westlicher Richtung über Coesfeld, Gescher und Stadtlohn nach Vreden fließt. Die Berkel übertritt kurz nach Vreden die deutsch-niederländische Grenze und fließt dann über Eibergen, Borculo, Lochem und Almen nach Zutphen, wo sie nach 110 Kilometer in die Ijssel mündet).

Der Wanderweg X 11 biegt nach einem Kilometer links ab, und wir sagen „Auf Wiedersehen X 11“. Denn wir bleiben auf der Kreisstraße. Etwa 100 Meter nach dem auf der linken Seite stehenden Ehrenmal biegen wir links in die Straße „Am Weißen Kreuz“ ab. Mit dem Blick auf die Maschinenfabrik Thies erreichen wir die „Borkener Straße“, biegen links ab und gehen stadteinwärts. Nach rund 400 Meter geht es rechts in die Straße „Neumühle“. Vorbei an der Mühle gelangen wir über die Brücke auf den Wanderweg X 4 und folgen ihm nach rechts.

Zum Geburtshaus

Gedächtsnisstätte
Das Geburtshaus der Mystikerin Anna Katharina Emmerick steht in der Coesfelder Bauerschaft Flamschen. Es ist neben der Gedächtsnisstätte in der Pfarrei Maria Königin in Dülmen und dem Grab in der Krypta der Heilig-Kreuz-Kirche in Dülmen der dritte historische Ort, der an die Mystikerin erinnert.

Nach gut einem Kilometer sehen wir das neue Coesfelder Pferdesportzentrum. Ein Blick in die moderne Sportanlage lohnt sich. Nur wenige hundert Meter weiter stehen wir vor dem Geburtshaus der Mystikerin Anna Katharina Emmerick, die am 3. Oktober 2004 selig gesprochen wurde.

Das Geburtshaus der Anna Katharina Emmerick liegt in der Bauerschaft „Flamschen“. Es ist neben der Gedächtsnisstätte in der Pfarrei Maria Königin in Dülmen und dem Grab in der Krypta der Heilig-Kreuz-Kirche in Dülmen der dritte historische Ort, der an die Mystikerin erinnert. Die Mystikerin des Münsterlandes (1774-1824) trat später in das Augustinerinnenkloster in Dülmen ein und trug die Stigmen der Wundmale Christi. In den Augen ihrer zeitgenössischen Verehrer war sie eine Heilige. Der Dichter Clemens von Brentano, der jahrelang an ihrem Krankenbett weilte, zeichnete ihre Visionen auf und schrieb darüber ein umfangreiches Tagebuch, aus dem später „Das bittere Leiden unsers Herrn Jesu Christi“, das „Leben der hl. Jungfrau Maria“ und „Das Leben unseres Herrn und Heilands“ veröffentlicht wurden. Durch diese Betrachtungsbücher ist Anna Katharina weltbekannt geworden.

In die Coesfelder Heide

Hasenkapelle
Die Hasenkapelle ist ein beliebtes Wanderziel im Heidegebiet Hünsberg. Am Steveder Landweg gelegen, war das Kapellchen früher Raststätte der Steveder Bauern, die über diesen Landweg die einzige Verbindung zur Stadt hatten.

Wir folgen weiter dem X 4 und kommen in die Coesfelder Heide. Zwischen Monenberg und Hünsberg gibt es zahllose Wege und Pfade. Das hügelige Sandgelände ist vornehmlich von Kiefern bestanden und beinahe vergeblich wird der Besucher das vertraute Bild der Heidelandschaft, wie noch vor 50 Jahren, suchen. In den vergangenen Jahrzehnten erfolgte die Wiederaufforstung in diesem Gebiet.

Wir gehen weiter und sehen alsbald die Hasenkapelle, ein beliebtes Wanderziel im Heidegebiet Hünsberg. Das Backsteinkapellchen mit restauriertem Kruzifix ist wahrscheinlich ein Werk des Bildhauers Rendeles. Am Steveder Landweg gelegen, war das Kapellchen früher Raststätte der Steveder Bauern, die über diesen Landweg die einzige Verbindung zur Stadt hatten.

Wir treffen einen „alten Bekannten“ wieder, den Wanderweg X 11. Mit diesem X 11 biegen wir rechts ab mitten durch das herrliche Heidegebiet. Vorbei an dem Heidesee verlassen wir nach einem weiteren Kilometer den Kiefernwald. Weiter durch die Bauerschaft Goxel passieren wir den kleinen idyllisch gelegenen Friedhof und kommen zu unserem Ausgangspunkt zurück. Wie wäre es jetzt mit einer verdienten Stärkung? Der „Heidekrug“ lädt gerne ein.

 
 

Online-Routenplaner Bus & Bahn

Planen Sie bequem Ihre Route von der Haustür bis zum Ziel mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie müssen nur noch Ihre Startadresse eingeben.

Anreise planen

 
 

Startpunkt

Parkplatz des „Heidekrug“
Goxel 37a
48653 Coesfeld
Route berechnen
Auf Karte zeigen
 

Weitere Informationen

Westfälischer Heimatbund
Kaiser-Wilhelm-Ring 3
48145 Münster
Tel.: 0251 20381015
 

Hier starten die Touren!

Anleitung: GPS-Nutzung

So einfach geht's: Unterwegs mit unseren GPS-Daten! Hier alle Infos

Loading...
Loading...
 
 
 

 
 

Lust auf Urlaub?

Hotels im Münsterland
Ferienwohnungen finden
Individuelle Angebote erstellen lassen