Von Pielepoggen und städtske Ratten

 
 

 
 
 

Kennen Sie Pielepoggen? Kennen Sie nicht? Werden Sie kennen lernen, wenn Sie mit unserem Wander-Tipp im Oktober in den Kreis Warendorf kommen. Wir starten in Freckenhorst, einem Ortsteil der Kreisstadt Warendorf, und kommen nach einem Rundkurs von etwa 13 Kilometern dort auch wieder an.

Warendorfer Altstadt
Ein Blick über die Warendorfer Altstadt, die uns auf dieser Wanderung unter anderem erwartet. Fotos: Stadt Warendorf

Pielepoggen ist plattdeutsch und bedeutet Frosch. So werden seit Urzeiten aber auch die Freckenhorster genannt, und zwar etwas spöttisch von den Warendorfern, die sich dafür die Bezeichnung „städtske Ratten“ anhören müssen. Dem Selbstbewusstsein der Freckenhorster jedenfalls hat das nicht geschadet, seit 1985 gibt es am Ortsausgang sogar einen Pielepoggenbrunnen.

Start am Wahrzeichen

Stiftskirche
Wir starten unsere Rundwanderung auf dem Hauptwanderweg X 22 am Wahrzeichen von Freckenhorst, der wuchtigen romanischen Stiftskirche, auch Bauerndom genannt." title="Wir starten unsere Rundwanderung auf dem Hauptwanderweg X 22 am Wahrzeichen von Freckenhorst, der wuchtigen romanischen Stiftskirche, auch Bauerndom genannt.

Wir aber starten unsere Rundwanderung auf dem Hauptwanderweg X 22 am eigentlichen Wahrzeichen von Freckenhorst, der wuchtigen romanischen Stiftskirche, auch Bauerndom genannt. Eingeweiht wurde die Stiftskirche am 4. Juni 1129. Das Westwerk ist weithin sichtbar und einzigartig ist die Arkadengalerie im Chor und in den Seitenschiffen. Einzigartig ist auch der Freckenhorster Taufstein. Er gilt als das bedeutendste steinerne Taufbecken Deutschlands aus dem 12. Jahrhundert. In der Krypta finden Sie unter dem Hochchor die Grabplatte der Geva, der Gründerin der dem hl. Bonifatius geweihten Kirche. Verlässt man den Stiftsbereich, indem man Richtung Everwordstraße und dann nach Osten geht, gelangt man schnell zum Schloss des Grafen von Westerholt – das sparen wir uns aber für unsere spätere Ankunft auf.

Der X 22 indes führt nach Westen. Vier Kilometer werden wir den X 22 durch eine wunderschöne und waldreiche münsterländische Landschaft erwandern, bis wir etwa in Höhe von Haus Bockholt auf einen mit einer Raute markierten Verbindungsweg stoßen. Dort biegen wir rechts (Richtung Osten) ab. Nach etwa weiteren drei Kilometern sind wir auch schon in Warendorf.

Weiter nach Warendorf

Warendorfer Altstadt
Die Warendorfer Altstadt ist allemal einen Besuch wert.

Ach, was gäbe es alles zu besichtigen im 800 Jahre alten und vom Krieg verschonten Warendorf, wenn wir den Rautenweg Richtung Historische Altstadt verlassen würden (ein Abstecher sei hier dringend empfohlen). Ein wahres Freilichtmuseum: der Marktplatz als historisches Zentrum, St. Laurentius, Kloster, dezentrale Stadtmuseen mit dem Gadem und dem Tapetensaal im Stadtpalais und einem Fabrikantenwohnhaus, Heumarkt, Krickmarkt, Emstor und und und.

Ganz zu schweigen vom etwas weiter abgelegenen NRW-Landgestüt und der Deutschen Reitschule. Aber wir wollen ja wandern und an keiner Altstadtbesichtigung teilnehmen. Das machen wir an einem anderen Tag.

Zurück nach Freckenhorst

Schloss Westerholt
Der Hauptwanderweg X 17 bringt uns zurück zum Schloss des Grafen von Westerholt.

Unser Rautenweg führt uns vorbei am Bahnhof (mit öffentlichem WC) zur Freckenhorster Straße. Hier endet für uns der Rautenweg, denn der X 17 führt kurz durch die Freckenhorster Straße Richtung Freckenhorst. Linker Hand liegt unübersehbar das Königliche Lehrerseminar aus dem 19. Jahrhundert.

Der Hauptwanderweg X 17 bringt uns nach rund vier Kilometern zum Schloss des Grafen von Westerholt. Der 1740 entstandene Barockbau wurde entworfen vom Paderborner Hofarchitekten Franz Christoph v. Nagel für die Äbtissin Clara Franziska v. Westerholt-Lembeck und befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Stiftskirche Freckenhorst und somit zu unserem Startpunkt.

 
 

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Startpunkt

Kirche St. Bonifatius
Stiftshof 2
48231 Warendorf
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Weitere Informationen

Westfälischer Heimatbund
Kaiser-Wilhelm-Ring 3
48145 Münster
Tel.: 0251 20381015
 

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