Stets die Berkel im Blick

 
 

 
 
 

Es zieht uns in die obere westliche Ausbuchtung des Kreises Borken. Wir wandern neun Kilometer von Vreden nach Stadtlohn. Dabei bleiben wir auf dem Hauptwanderweg X 9 des Westfälischen Heimatbundes. Zurück geht es mit dem Linienbus vom Busbahnhof Stadtlohn bis zum Busbahnhof Vreden.

Das Hamalandmuseum in Vreden
Das Hamalandmuseum in Vreden widmet sich der Kulturgeschichte und wartet regelmäßig mit originellen Ausstellungen auf.

Und genau an diesem Busbahnhof in Vreden, der in der Nähe des bekannten Hamalandmuseums liegt, starten wir. Das Hamaland-Museum ist mit über 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche das größte kulturgeschichtliche Museum im Westmünsterland. Etliche Stunden könnte man dort schon verbringen. Neben aktuellen Ausstellungen befasst sich die Dauerausstellung mit Landeskunde, Naturkunde, Handwerk, Kunsthandwerk, Hausarbeit, Kleidung und Wäsche und mit sakraler Kunst. Ganz schön beachtlich für eine Stadt mit knapp 23.000 Einwohnern.

Vom Museum zum Berkelsee

Der Berkelsee in Vreden
Der Berkelsee in Vreden. Foto: Stadt Vreden

Aber uns zieht es in die Natur. Und davon hat Vreden reichlich. Das X am Busbahnhof führt uns stadtauswärts über die Ausbachstraße in die offene Landschaft hinaus. Wir verlassen Vreden, dessen Stadtgrenze in drei Himmelsrichtungen auch gleichzeitig Landesgrenze ist, in Richtung Berkelsee. Diese künstlich und ursprünglich auch als Badesee angelegte sechs Hektar Wasserfläche dient heute zumeist dem Angelsport. Der See entstand 1979, als man für den Bau der Umgehungsstraße, den unser Wanderweg nach einigen hundert Metern unterqueren wird, Boden für den Unterbau brauchte.

Damals stieß man unerwartet auf torfige Schichten. Denen ist es zuzuschreiben, dass die Sichttiefe in Berkelsee bei etwa 50 Zentimetern liegt. Baden ist daher verboten. Eislaufen auch. Denn: Es gibt warme Quellen, die die Eisdecke, wenn der See zugefroren ist, unberechenbar machen. Wir wandern nach links weiter, überqueren die Berkel und wenden uns wieder nach rechts.

Die Auen des Berkeltals

Berkel bei Vreden
Die Berkel ist uns auf dieser Wanderung eine treue Wegbeleiterin. Foto: Stadt Vreden

Nach Unterqueren der Landstraße 572 führt der X 9 weiter über offenes Feld an einer Landwirtschaft vorbei. Kurz vor dem nächsten Hof ist jedoch ein kurzer Abstecher angezeigt. Der Sandweg führt zu einem Bildstock, dem „Stadtlohner Krüs“. Der Bildstock diente bis 1980 einem Schützenverein als Kriegerehrenmal. Jetzt steht das Kreuz unter Denkmalschutz. Es lohnt sich, den Weg zu Ende zu gehen. Er führt hinunter in die Auen des Berkeltals. Der 6,5 Kilometer lang Abschnitt der Berkel zwischen Vreden und Stadtlohn gilt als das schönste Teilstück. Der Fluss verläuft in seinem uralten selbstgestalteten Flussbett.

Nach diesem Abstecher zur Auenlandschaft führt unsere Wanderung zurück zum X 9 und auf diesem weiter nach Süden bis in das Waldgebiet des Hofes Kleverth. An der Stelle, an der der X 9 rechtwinklig nach links abbiegt, gehen wir zunächst geradeaus weiter und stehen nach nur wenigen Metern wieder direkt vor den steil abfallenden Terrassen der Berkelaue. Dieser Ort wird auch – wen wundert’s – Teufelsschlucht genannt und ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Vorbei an der Hünenburg

Hünenburg bei Stadtlohn
Möglicherweise fränkische Ursprünge hat die Hünenburg bei Stadtlohn. Um sich hier eine komplette Anlage vorzusetteln, braucht der Wanderer allerdings einiges an Fantasie. Foto: www.wehrbauten.de

Zurück zum X 9. Der Weg führt durch einen Mischwald, anschließend in das Waldgebiet der Hünenburg. Wir sehen einen mächtigen Findling mit einer Bronzetafel, auf der das Relief einer sogenannten Ringwallanlage zu sehen ist. Es handelt sich um die Darstellung der dortigen einzigen Wallburg im sächsischen Gau Hamaland. Durch Scherben und andere Funde vermuten die Experten, dass sie in die Zeit um 800 zu datieren ist.

Wer aber nun hat sie gebaut? Sachsen oder Franken? Verglichen wurde diese Anlage mit der Wallkonstruktion am Domplatz zu Münster. Auffällige Übereinstimmungen, sagen die Fachleute, lassen den Schluss zu, dass es sich um eine fränkische Gründung handelt.

Wir gehen weiter und sehen alsbald schon die ersten Stadtlohner Häuser. Wir könnten uns nun den Busbahnhof suchen und uns gen Startpunkt kutschieren lassen. Wir könnten uns aber auch, da wir ja erst neun Kilometer gewandert sind, auf eine kleine Museumstour in Stadtlohn einlassen. Da wäre unter anderem das Siku-, Audi- und Oldtimermuseum an der von-Ardenne-Straße 42

Museumstour in Stadtlohn

Das Audi- und Siku-Museum in Stadtlohn
Das Audi- und Siku-Museum in Stadtlohn wartet mit einigen ansehnlichen Schätzchen auf uns.

Über zwei Etagen erstreckt sich das weltweit größte und einzigartige Siku Museum und Oldtimer Museum.  Auf insgesamt über 2.200 qm Ausstellungsfläche finden Sie die volle Bandbreite an Modellautos der Firmen Siku und Audi. Es erwarten Sie auf über 1.700 Metern Glasböden über 14.500 Siku Modelle von 1951 bis heute, sowie auf über 1.000 Metern Glasböden mehr als 11.500 Audi Modelle.  Eine Sonderausstellung mit über 1.000 WIKING Modellen rundet die Modellausstellung ab.

Sie interessieren sich eher für die größeren Modelle? Auch dann sind Sie hier richtig! Über 80 attraktiv in Szene gesetzte Oldtimer lassen das Herz eines jeden Autoliebhabers höher schlagen. Hier liegt der Schwerpunkt bei der Marke Audi sowie bei den Audi Sonderkarosserien, wie z. Bsp. verschiedene Treser Fahrzeuge, Audi 5000 Picasso Stertchlimousine, Audi 100 Typ 43 Bischofberger, Audi Quattro ARTZ Limousine, Audi 100 Crayford u.v.m. “

Zu den Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 14 bis 18 Uhr, Sonntag und Feiertag 11 – 18 Uhr, außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage. Eintrittspreise:  Erwachsene 6,50 EUR, Kinder 2,50 EUR, Familien (2 E und 2 K) 15,00 EUR

Und es gibt das Eisenbahnmuseum an der Bahnallee. Gezeigt wird der Betrieb der Westfälischen Landeseisenbahn, kurz WLE, von den Plänen zum Bau der Strecke bis zur letzten Fahrt am 31. Januar 1988. Im Jahre 1902 wurde die Strecke von Borken bis Burgsteinfurt eröffnet. Der Bahnhof in Stadtlohn diente als Betriebsstelle der Unterhaltung und Beherbergung des gesamten Eisenbahnbetriebes der so genannten „Nordbahn“ sowie als Abzweig der Stichstrecke nach Vreden. Das Museum hat von Mai bis Oktober an jedem ersten Sonntag im Monat von 14:30 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt: ein Euro.


Und wer sich für Drehorgeln und Flötenuhren interessiert, der sollte sich an Bruno Visser wenden. Der betreibt solch eine Privatsammlung und lässt sich gerne unter Tel. 02563 / 7923 zu einer Terminabsprache anrufen.

Wir sind am Ende unserer Wanderung angelangt. Wenn sie Ihnen gefallen hat, sagen Sie es weiter, wenn nicht, sagen Sie es uns.

 
 

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Startpunkt

Busbahnhof Vreden
Ausbachstraße 2A
48691 Vreden
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Weitere Informationen

Westfälischer Heimatbund
Kaiser-Wilhelm-Ring 3
48145 Münster
Tel.: 0251 20381015
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