Der Hermannsweg Etappe 2: Von Hörstel nach Tecklenburg

 
 

 
 
 

Die zweite Etappe des Hermannsweges hat es in sich – und zwar in jeder Hinsicht. Rund 20 Kilometer lang wartet diese Strecke bereits mit rund 600 Höhenmeter auf, die es zu bewältigen gilt. Doch die lohnen sich, denn der Hermannsweg hält auf dieser Etappe allerlei Sehenswertes bereit und bietet malerische Weit- und Aussichten in das Münsterland ebenso wie zahlreiche Highlights am Wegesrand. Etwas mehr Zeit einzuplanen, lohnt sich also allemal, denn es gibt viel zu entdecken.

Die Wanderung beginnt mit einem Aufstieg vom Westfalendamm, der Hauptverkehrsstraße in Hörstel, an der sich auch ein Wanderparkplatz befindet. Hier begegnen wir auch dem Bevergerner Pättken, das zu den Premium-Wanderwegen Teutoschleifen zählt. Das Pättken begleiten wir ein Stück auf dem Kamm des Teutos bis wir die sog. Millionenbrücke erreichen, die uns über den Mittellandkanal führt.

Nach einem weiteren Anstieg nimmt uns der Kamm des Teutoburger Waldes huckepack und für uns durch dicht bewaldetes Gebiet hinauf auf den Riesenbecker Berg, wo uns schon bald ein echtes Highlight der Strecke erwartet: Auf der Höhe des Teutoburger Waldes, 116 Meter über dem Meeresspiegel, erfreut sich ein markantes Wahrzeichen von Riesenbeck einer großen Beliebtheit, die "Schöne Aussicht". Von diesem Punkt bietet sich ein Ausblick auf Riesenbeck und weit in das Münsterland hinein.

Über verschlungene Waldwege, die immer wieder neue Überraschungen bereit halten, machen wir uns über den Rücken des Teutos nun auf den Weg in Richtung Dörenther Klippen. Wer von den immer wieder kehrenden leichten An- und Abstiegen etwas aus der Puste gerät, findet auf dem Weg dorthin immer wieder zahlreiche Bänke und Raststationen stets in idyllischer Umgebung.

Die Dörenther Klippen bei Ibbenbüren, die auf uns warten, sind zweifelsohne das absolute Highlight dieser Etappe. Die Dörenther Klippen bestehen aus einem etwa 4 km langen Band bizarrer und bis zu 20 m hoher Felstürme aus Sandstein. Das „Hockende Weib“ - ein Felsen, der einer sitzenden Frau ähnelnd - ragt auffällig aus den Klippen empor. Vor ca. 140 bis 135 Millionen Jahren war in dieser Landschaft anstelle des Gebirges übrigens noch „Land unter“. Heute bietet sich von der Felsformation ein spektakulärer Weitblick ins Münsterland. Eine Almhütte direkt am Hockenden Weib bietet Gelegenheit zu Einkehr und Stärkung bevor es an den zweiten Teil der Wanderung geht.

Auch im nächsten Streckenabschnitt erwarten uns immer wieder atemberaubende Ausblicke. Manchmal lohnt es sich für diese einen der kleinen Pfade abseits des Hermannsweges zu beschreiten.

Schließlich gerät Brochterbeck ins Blickfeld. Kurz bevor wir die Ortschaft, die bereits zu Tecklenburg gehört, passieren, kommen wir noch an einer Streuobstwiese der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Tecklenburg Land (ANTL) vorbei. Sie beherbergt als “Obstsortenmuseum” mittlerweile mehr als 100 verschiedene alte Obstsorten. Zur einen Seite diese Artenvielfalt und zur anderen der Blick auf Brochterbeck – ein schöneres Plätzchen für eine Pause dürfte schwerlich zu finden sein. Eine schattige Bank am Wegesrand lädt zum Verweilen ein...

Wir durchqueren das Bocketal und werden nach dem letzten nenneswerten Anstieg mit einer weiteren kleinen Sehenswürdigkeit belohnt: die Waldkapelle „Maria Wegweiserin“, erbaut in den Jahren 1934 und 1935.

Schließlich erreichen wir Tecklenburg und den Parkplatz Münsterlandblick, der hält, was sein Name verspricht. Für viele Motorradfahrer ist dieser Parkplatz gern genutzter Treffpunkt. Wer nun noch Kraft und Muße hat, der findet auch in Tecklenburg selbst noch viel Sehenswertes zu entdecken. 

Kurzportrait

 
 

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