Bagno, Brünnchen und der Buchenberg

 
 

 
 
 

Wir wandern in Steinfurt. - 15 Kilometer lang durch den Bagno, den Buchenberg, die Hollicher Feldflur und den Vorsundern. Start und Ziel ist der Bagno-Parkplatz an der Landstraße 510 (Burgsteinfurt – Borghorst). Die Markierung ist diesmal die Raute.

Ruineninsel im Bagno-Park in Steinfurt
Die Ruineninsel im Bagno-Park in Steinfurt bekommen wir auf unserer Wanderung auch zu Gesicht.

Mit der Raute markieren die Wegewarte des WHB Verbindungswanderwege und die Wanderrouten „Spurensuche im Münsterland“. Unser Weg führt uns zuerst durch das Bagno, das ab 1765 als Park nach französischem Stil geschaffen wurde. Noch heute sind dort viele alte Bäume, die zum Teil als Naturdenkmal ausgewiesen sind. Und auch die Vogelwelt ist äußerst reichhaltig. Zudem konnten bislang 13 verschiedene Fledermausarten nachgewiesen werden.

Über die Kettenbrücke zur Arioninsel

Kettenbrücke im Bagno-Park
Von der Galerie ausgehend entlang des Sees führt der Weg fast unmerklich ansteigend zur Kettenbrücke auf die Arioninsel.

Und wir sehen das Süße Brünnchen als Quelle des Bagnosees nahe des Parkplatzes, links etwa 20 Meter in den Wald hinein, heute als Reste einer Grottenanlage. Dann tut sich auch schon die Konzertgalerie auf. 220 Jahre nach der erstmaligen Nutzung begann im Januar 1994 die dringend notwendige Renovierung. Seit 1997 gibt es dort wieder hochrangige Konzerte.

Von der Galerie ausgehend, entlang des Sees, führt der Weg fast unmerklich ansteigend über die Kettenbrücke auf die Arioninsel, 1782 unter Graf Ludwig erbaut. Von der Höhe des Arionbergs führt der Blick über den See auf die Ruineninsel.

Alleen, Waldwege und verschlungene Pfade erwarten uns im Steinfurter Bagno-Park
Alleen, Waldwege und verschlungene Pfade erwarten uns im Steinfurter Bagno-Park

Diese Insel entstand 1788 als erste der fünf heute noch vorhandenen und war anfänglich nur mit einer kleinen wilden Kaskade ausgestattet. Graf Ludwig hatte sie auf seinen Reisen in Süddeutschland kennen gelernt und im Bagno nachbauen lassen.

Etwa 50 Meter hinter der Knüppelbrücke biegen wir links ab, um nach Überquerung des Diogenes-Baches auf einen Weg Richtung Borghorst durch den „Dickenbrook“ zu gelangen. Das erste Waldstück an der linken Seite dieses Weges wird „Tiergarten“ genannt. Gegenüberliegend fällt der Blick auf ein Wiesengelände. Kaum etwas lässt erahnen, dass dort bis 1900 eine bedeutende Ziegelei betrieben wurde. Etwa 120 Meter nachdem wir die Landstraße 510 versetzt überquert haben, kann man links einen Abstecher über den Damm eines Baches machen, um dann nach 80 Meter auf eine Lichtung mit dem idyllisch gelegenen Herrenteich zu stoßen.

Weiter nach Hollich

Die Hollicher Windmühle
Die Hollicher Windmühle steht frei auf einer der höchsten Erhebungen oberhalb von Burgsteinfurt und ist von der Straße aus gut sichtbar.

Wir folgen der Raute und sind bald auf dem Buchenberg. Mit einer Höhe von 110 Metern über NN hebt er sich deutlich vom ungebenden Gelände ab. Er gehört zusammen mit dem Bagno und den angrenzenden Wäldern zu den besonders pflanzenreichen Gebieten der Region. Weiter geht es in die Burgsteinfurter Bauerschaft Hollich. Man sieht den Hof Meinikmann, ihn kann man als den letzten Gräftenhof in Burgsteinfurt bezeichnen. Bemerkenswert ist ein Speicher, der auf einem Sockelgeschoss steht. Es hat drei Schießscharten und stammt wahrscheinlich von einem spätmittelalterlichen Steinspeicher ab. Wir folgen dem Weg weiter, der jetzt über die Landstraße 559 führt, und kommen in die moderne Jetztzeit. Wir sehen die Anlagen der Hollicher Windpark GmbH, die 2001 gegründet wurde. Die einzelnen Windräder sind 100 Meter hoch, die Rotoren umschreiben einen Kreis von 77 Meter. Im weiteren Verlauf unserer Wanderung sehen wir die Hollicher Windmühle, die 1859 in Betrieb genommen wurde. Es war kein Neubau, sie hatte vorher im Raum Osnabrück gestanden.

Wenn man am Hollicher Kindergarten nicht sofort links dem Wanderzeichen folgt, sondern sich etwa 100 Meter rechts orientiert, steht man vor einem Teil der Hollicher Landwehr, noch etwa 100 Meter lang und 26 Meter breit. Zurück zum Wanderweg. Rechts vom Weg weist im Verlauf eine Tafel auf das Bodendenkmal „Burg Ascheberg“ hin. Nach der Überquerung der Landstraße nach Emsdetten geht der Weg parallel mit der neuen B 54. Das Waldgebiet heißt Vorsundern. Nachdem der Weg mit einer Brücke über die Bundesstraße geht, ist links ein 1,50 Meter hoher Findling zu sehen, der an Kammerdirektor Karl Lietsch erinnert. Der Parkplatz kommt in greifbare Nähe, 15 hoch interessante Kilometer sind geschafft.

Dieser Wander-Tipp basiert auf der Spurensuche Nr. 8 aus der Wanderreihe „Spurensuche im Münsterland“ des Westfälischen Heimatbundes. Nehmen Sie diese Broschüre samt inliegender Karte mit auf Ihre Wanderung. Sie wird Ihnen helfen. Die Schrift ist im Internet als Download zu haben: www.westfaelischerheimatbund.de.

 
 

Online-Routenplaner Bus & Bahn

Planen Sie bequem Ihre Route von der Haustür bis zum Ziel mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie müssen nur noch Ihre Startadresse eingeben.

Anreise planen

 
 

Startpunkt

Parkplatz
Naturpark Bagno
48565 Steinfurt
Route berechnen
Auf Karte zeigen
 

Weitere Informationen

Kaiser-Wilhelm-Ring 3
48145 Münster
Tel.: 0251 20381015
Website besuchen
 

Hier starten die Touren!

Anleitung: GPS-Nutzung

So einfach geht's: Unterwegs mit unseren GPS-Daten! Hier alle Infos

Loading...
Loading...
 
 
 

 
 

Lust auf Urlaub?

Hotels im Münsterland
Ferienwohnungen finden
Individuelle Angebote erstellen lassen