Münster: Haus Rüschhaus ist ein Kleinod spätbarocker Architektur

 
 

 
 
 

Münster - Haus Rüschhaus ist zugleich Kleinod spätbarocker Architektur wie auch Stätte der Erinnerung an die bekannteste deutsche Dichterin des 19. Jahrhunderts, Annette von Droste-Hülshoff.

Rüschhaus in Münster
Von Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun im Jahr 1743 erworben und zum Sommersitz umgebaut - eine Mischung aus bäuerlichem und adligem Lebensstil mit rotem Ziegel, gelber Sandstein-Ornamentik und einem barocken Park. Von 1826 bis 1846 lebte die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff im Rüschhaus. Foto: Presseamt Münster

Geschichte und Architektur

Der westfälische Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun (1695 - 1773) erbaute von 1745 bis 1749 auf einer alten Gräftenhofanlage Haus Rüschhaus als seinen eigenen Landsitz. Für die Gestaltung des Hauses vereinigte er innen wie außen geschickt Merkmale bäuerlicher und repräsentativer, herrschaftlicher Architektur. Der vorhandenen Gräfteninsel gab er eine klar umrissene, gleichmäßige Form und legte einen dem damaligen Stil entsprechend symmetrisch gegliederten Nutz- und Ziergarten an.

Rüschhaus in Münster
Das von einer Gräfte umgebene Anwesen, dessen Architektur dem Anspruch eines feudalen Adelssitzes genügt, ist wie ein bäuerlicher Gräftenhof gestaltet. Foto: Presseamt Münster

Von 1826 bis 1846 lebte die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff im Rüschhaus. 1979 erwarben die Stadt Münster und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe gemeinsam das Rüschhaus. Das Haus kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden, der französische Barockgarten ist jederzeit zugänglich.

Bei einer Führung erhalten die Besucher Einblicke in das Leben der Droste. Es werden sowohl Küche, Stallungen und der Gartensaal gezeigt, wie auch das italienische Zimmer und die Privaträume der Dichterin. Dazu gehört unter anderem auch das „Schneckenhäuschen“, ihr persönliches Wohn- und Arbeitszimmer, in das sie sich zum Schreiben zurückzog.

Der Begriff „Rüsch“ kommt übrigens aus dem niederdeutschen Wort „Rusk“ bzw. „Rutsch“. Dieses Wort beschreibt landwirtschaftlich unbebautes Land, das weder gutes Weideland noch Acker ist. Außerdem kann es für eine wasserreiche Wiese stehen. Und die Umgebung des Rüschhauses ist tatsächlich tiefliegendes, feuchtes Land.


Besichtigung

Haus Rüschhaus
Am Rüschhaus 81
48161 Münster
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Weitere Informationen

Touristinformation
Am Rüschhaus
48161 Münster
Tel.: 02533/1317
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Führungen

Führungen im Inneren im März/April und November täglich außer montags: 11, 12, 14, 15 Uhr Mai bis Oktober: 10, 11 12, 14, 15, 16, 17 Uhr.

Gruppenführungen sind nach Absprache auch außerhalb der genannten Führungszeiten und im Zeitraum vom 1. Dezember bis 28. Februar möglich. Anmeldung und Auskunft unter Telefon: 0 25 33 / 13 17.

Führungsentgelt pro Person 3,- Euro/ermäßigt 2,- Euro (Schüler und Studenten mit Ausweis, Zivil- und Wehrdienstleistende, Sozialhilfeempfänger, Arbeitslosengeldempfänger, Arbeitslosengeld II-Empfänger, Schwerbehinderte)

Gruppen ab 20 Personen 2,50 Euro
Mindestführungsentgelt je Gruppe/Sonderführung 25,- Euro