Isselburg: Wasserburg Schloss Anholt

 
 

 
 
 

Isselburg – Ein vielseitiges Ausflugsziel ist die Wasserburg Anholt, eine auf zwei Inseln entstandene Burg im niederländischen Barockstil, umgeben von umfangreichen Parkanlagen, die nach englischem Vorbild angelegt wurden.

Wasserburg Anholt in Isselburg
Die Wasserburg Anholt in Isselburg ist mit Sicherheit eine der eindrucksvollsten Burganlagen in Westfalen.

Geschichte und Architektur

Burg Anholt
Die Burg Anholt war namensgebend für die ehemalige Stadt Anholt, heute ein Stadtteil von Isselburg in Nordrhein-Westfalen. Foto: Agnes Schulte (www.agnes-welt.de)

Die Burg Anholt ist eine der größten Wasserburgen des Münsterlandes. Der älteste Teil, der charakteristische dicke Turm, stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist bis heute das Wahrzeichen der Wasserburg. Sie wurde auf Eichenpfählen, einem Gitter aus Holz und mit einem Steinfundament errichtet und wurde ab dem 14. Jahrhundert und später als barocke Residenz ausgebaut.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Burg zum größten Teil zerstört. Dies machte eine permanente Bewohnung unmöglich. Im Rahmen des Wiederaufbaues nach dem Krieg erhielt sie dann ihre museale Bestimmung. Auf der Burg ist seit dem Jahr 1966 das Museum untergebracht, in dem der Besucher unter anderem eine wertvolle Gemäldesammlung mit Bildern von Rembrandt, Domenichino und Murillo, eine Porzellansammlung und die Waffenkammer besichtigen kann.

Museum und Bibliothek

Wasserschloss Anholt bei Isselburg
Wasserschloss Anholt bei Isselburg: Die Anlage ist eines der größten Wasserschlösser des Münsterlandes. Foto: Agnes Schulte (www.agnes-welt.de)

Interessant ist auch die Privatbibliothek, die eine der ältesten Deutschlands ist und mit ihren über 9000 Bänden bis in das 15. Jahrhundert zurückreicht. Heute sind ein Hotel und ein Museum im Schloss untergebracht.

Die Wasserburg beherbergt ein hervorragendes Museum mit kostbaren Ausstellungsstücken aus dem Leben der Adelsfamilie. Besonders sehenswert sind die alte Bibliothek, die hervorragende Gemäldesammlung und die einmalige Inneneinrichtung. Eine Führung sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Parkanlage

Foto: Agnes Schulte

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg als Residenz immer bedeutender. Unter diesem Einfluss stand auch die Entwicklung der Garten- und Parkanlagen. Bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden im nördlichen Bereich des Schlosses Lustgärten im französischen Stil errichtet.

Die barocken Gartenanlagen am Schloss Anholt wurden schließlich um das Jahr 1705 angelegt. Im 19. Jahrhundert wurden sie von dem Düsseldorfer Architekten M.F. Weyhe im englischen Stil weiterentwickelt.

Nach der verheerenden Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde zunächst das Schloss und dann ab 1964 auch die Parkanlagen wiederaufgebaut. Beim Wiederaufbau bemühte man sich, die Gartenanlagen nach barocken Vorbildern wiederherzustellen.

Irrgarten und Anholter Schweiz

Foto: Agnes Schulte

Die Gäste des Parks können bei einem Besuch die gelungene Verbindung von barocker Gartenarchitektur und englischer Landschaftsgestaltung betrachten. Bei dem Rundgang durch den Park am Schloss Anholt können die Besucher den Wassergarten, den Boskett, den Irrgarten und eine Wildwiese entdecken.

Unweit vom Schloss Anholt befindet sich die Anholter Schweiz. Hierbei handelt es sich um eine künstliche, der Umgebung des Vierwaldstätter Sees in der Schweiz nachempfundenen Landschaft. Durch diese Landschaft zieht sich ein Biotop-Wildpark. Auf ausgeschilderten Routen können die Besucher hier die heimische Tier- und Pflanzenwelt in ihren Lebensräumen erleben.

 
 

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Besichtigung

Wasserburg Schloss Anholt
Schlossstraße 1
46419 Isselburg
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