Tecklenburg: Der Habichtswald

 
 

 
 
 

Die Geschichte des Habichtswaldes reicht weit in die Vergangenheit zurück. Bereits im Mittelalter war er ein Bannwald. Den Bauern war es streng untersagt, ihre Tiere zum Weiden in den Wald zu treiben oder Holz zu schlagen.

Allein der der Tecklenburger Graf hatte das Sagen. Mehr als das Holz interessierte ihn das Wild. Die Hege des Wildes schützte zugleich den Wald, der andernorts unter der Waldweide und einem ungeregelten Holzeinschlag zu leiden hatte. Der Habichtswald gehört daher zu den seltenen „historisch alten Wäldern“, die über viele Jahrhunderte immer mit Bäumen bestanden waren. Zeigerpflanzen für solche alten Wälder sind Arten wie Schlüsselblume, Einbeere oder Waldmeister.

Anfang des 18. Jahrhunderts übernahmen die Preußen das Kommando im Habichtswald. Aus dieser Zeit stammt auch das Wegenetz.Quadratisch, praktisch, gut unterteilt es das Gebiet in übersichtliche Parzellen. Der preußische Ordnungswille schuf die Voraussetzung für das Prinzip der Nachhaltigkeit, das heute noch die Forstwirtschaft in Deutschland bestimmt. Der preußische Assistenzrath August Karl Holsche äußerte sich 1788 in einem ausführlichen Bericht über die Grafschaft Tecklenburg geradezu begeistert über den Habichtswald: „… ein vorzüglich schönes Gehölz, 1400 Morgen 90 Ruthen groß und umwallet. Eichen und Bücken wachsen hier ausnehmend gut, und die Natur scheint den Boden zu diesen Holzarten mit Fleiß gebildet zu haben.“  Eichen und vor allem „Bücken“, also Buchen sind auch heute noch vorherrschend im Staatswald.

Weil die Bodenverhältnisse im Habichtswald kleinräumig wechseln, ist auch das Waldbild abwechslungsreich. Von besonderem Reiz sind die vielen kleinen Bachläufe, die in typischen Kerbtälern den Wald von Südwesten nach Nordosten durchziehen. Dieser Lebensraum ist auch die Kinderstube des Feuersalamanders.


Anfahrt

Habichtswald
Am Habichtswald 8
49545 Tecklenburg
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