Münster: Geschichtsort Villa ten Hompel

 
 

 
 
 

Münster – Die Villa ten Hompel in Münster ist eine Gedenkstätte für Verbrechen von Polizei und Verwaltung in der Zeit des Nationalsozialismus. In der prächtigen, in den 1920 Jahren gebauten Fabrikantenvilla befand sich zwischen 1940 und 1945 der Sitz der Ordnungspolizei.

Im Zweiten Weltkrieg Schaltzentrale der Ordnungspolizei, heute ein Ort des Erinnerns, der Bildung und Forschung: Die Villa ten Hompel am Kaiser-Wilhelm-Ring nimmt in der bundesweiten Bildungs- und Gedenkstättenlandschaft einen bedeutenden Rang ein. Die m

In der Nachkriegszeit, während der Jahre 1953 bis 1968, war hier das "Dezernat für Wiedergutmachung" untergebracht. 12.000 NS-Opfer aus dem Regierungsbezirk Münster stellten dort zwischen 1953 und 1968 Anträge auf Entschädigung. Für die Dauerausstellung kehrten die Karteikästen aus der Behörde in Düsseldorf, wo heute noch die Akten liegen, an ihren Ursprungsort zurück.

Die Villa ten Hompel nimmt in der bundesweiten Bildungs- und Gedenkstättenlandschaft einen bedeutenden Rang ein. Die multimediale Dauerausstellung "Im Auftrag. Polizei, Verwaltung und Verantwortung" leistet einen wichtigen Beitrag zur historischen Forschung und durchbricht den Prozess des Verdrängens und Vergessens.

Schicksale in Karteikästen: Nach dem Krieg war die Villa ten Hompel Sitz des Dezernats für Wiedergutmachung für politisch, rassisch und religiös Verfolgte. 12 000 NS-Opfer aus dem Regierungsbezirk Münster stellten dort zwischen 1953 und 1968 Anträge
Schicksale in Karteikästen: Nach dem Krieg war die Villa ten Hompel Sitz des Dezernats für Wiedergutmachung für politisch, rassisch und religiös Verfolgte. 12 000 NS-Opfer aus dem Regierungsbezirk Münster stellten dort zwischen 1953 und 1968 Anträge auf Entschädigung. Für die Dauerausstellung kehrten die Karteikästen aus der Behörde in Düsseldorf, wo heute noch die Akten liegen, an ihren Ursprungsort zurück. Fotos: Presseamt Münster / Joachim Busch

Der Name "Villa ten Hompel" erinnert an ihren Erbauer Rudolf ten Hompel. Er ließ das Haus in den 1920er Jahren errichten, nachdem er in der Zementindustrie ein beträchtliches Vermögen erwirtschaftet hatte. Nach dem finanziellen Zusammenbruch seines Konzerns 1931 zog er sich aus allen öffentlichen Ämtern zurück, 1939 wird er zum letzten Mal als Eigentümer der Villa genannt.

Inzwischen wird die Villa ten Hompel Erinnerungs-, Lern- und Forschungsort genutzt. Im Zentrum der Arbeit stehen mit der Geschichte der Polizei sowie der Wiedergutmachung. Zwei Themenfelder, die die Geschichte des Hauses - und damit der Stadt Münster - wesentlich beeinflusst haben. Zwei Dauerausstellungen illustrieren die wechselvolle Geschichte des Hauses. In diesen Ausstellungen beschäftigt sich die "Villa" heute mit ihrer wechselvollen Geschichte.

Die Ausstellung "Im Auftrag. Polizei, Verwaltung und Verantwortung" thematisierte erstmals in Bundesrepublik die Geschichte der uniformierten Polizei zwischen 1924 und 1968. Die zweite, Ende 2005 eröffnete Ausstellung "Wiedergutmachung als Auftrag" konzentriert sich, ebenfalls erstmalig in der BRD, auf die Geschichte der Wiedergutmachung.

 
 

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Adresse

Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
Tel.: 0251 4927101
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Öffungszeiten
Mi: 18-22 Uhr
Do, Fr: 12-16 Uhr
So: 12-18 Uhr

Führungen und Projekttage nach Vereinbarung.
Kostenlose öffentliche Führungen an jedem 1. Sonntag im Quartal.

Der Eintritt ist frei.