Hörstel: Kloster Gravenhorst mit bewegter Geschichte

 
 

 
 
 

Hörstel - Das idyllisch gelegene Kloster Gravenhorst wurde 1256 vom Ritter Konrad von Brochterbeck und seiner Frau Amalgarde von Budde als Zisterzienserinnen-Abtei gegründet.

Kloster Gravenhorst in Hörstel
Das Kloster Gravenhorst ist ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster in der Hörsteler Bauerschaft Gravenhorst in der Region Tecklenburger Land des Kreises Steinfurt. Foto: Kreis Steinfurt

Architektur und Geschichte

Kloster Gravenhorst in Hörstel
Die Klosteranlage Gravenhorst wurde im Laufe ihres Bestehens mehrfach zerstört und wieder aufgebaut.

Es befindet sich heute fast unversehrt in dem baulich gleichen Zustand wie zur Auflösung des Konvents im Jahre 1808. Ab 1822 befanden sich die Gebäude in wechselndem Privatbesitz und konnten im Inneren nicht besichtigt werden.

Im Laufe der Jahre wurde die Klosteranlage mehrfach Opfer von Zerstörungen. Das Gesicht der Klostergebäude wurde durch den Wiederaufbau nachhaltig verändert.

Das Kloster gibt noch heute das Bild eines frühneuzeitlichen Frauenklosters mittlerer Größe wieder. Die Anlage umfasst neben der Kirche aus der Entstehungszeit und den Konventgebäuden zusätzlich noch nahezu sämtliche Wirtschaftgebäude, die zu einer Klosteranlage gehörten. So sind in deren Umfeld noch das Mühlengebäude, das Back- und Brauhaus und Fundamente der alten Schmiede zu finden. Auch der Mühlteich und die inneren und äußeren Gräfte blieben erhalten.

Kloster Gravenhorst in Hörstel
Heute kümmert sich der Förderverein Kloster Gravenhorst e.V. um den Erhalt der Gebäude und deren Nutzung. Seit 2004 beheimatet die Anlage neben einer Gastronomie das Kunsthaus Kloster Gravenhorst, das sich der kulturellen Bildung verschrieben hat. Mit diesem Ziel finden dort Ausstellungen, Workshops, Konzerte, Theateraufführungen und Lesungen statt.

Unter den Klostergebäuden befindet sich auch noch vielfach mittelalterliche Bausubstanz. So haben sich zum Beispiel im Erdgeschoss des Westflügels die Umrisse spätgotischer Spitzbogenfenster erhalten. Besonders aber an den heute unverputzten Rückseiten des Süd- und Westflügels der Konventgebäude kann der Besucher an zahlreichen Baufugen, vermauerten Fenstern, umgebauten Türen und zweitverwendeten Bauteilen die wechselvolle Geschichte der Anlage vom ausgehenden 15. bis ins 20. Jahrhundert unmittelbar ablesen. Die Anlage ist ein lebendiges Abbild ihrer Geschichte.

Mittlerweile befindet sich die gesamte Klosteranlage wieder in staatlicher Hand. Ein Förderverein kümmert sich um ihren Erhalt.

Im Jahr 2004 ist das Kloster Gravenhorst nach vollständiger Sanierung und Renovierung seiner neuen Bestimmung übergeben worden und als Kunsthaus Kloster Gravenhorst neu eröffnet worden. Künstler aus der Region und aller Welt finden hier über Stipendien und spezielle Unterkünfte einen Ort des gemeinsamen Schaffens. Ausstellungen und Workshops laden die Besucher zum Mitdenken, Mitmachen und Miterleben ein. Regelmäßig finden Feste, Konzerte, Theateraufführungen und Lesungen statt.

 
 

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Besichtigung

Kloster Gravenhorst
Klosterstraße 10
48477 Hörstel
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DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst
Klosterstraße 10
48477 Hörstel
Tel.: 05459 91460
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