Gescher: Westfälisches Glockenmuseum

 
 

 
 
 

Gescher - Als klingendes Museum lädt das in Nordrhein-Westfalen einmalige Westfälische Glockenmuseum in Gescher zu einer klangvollen und spannenden Reise durch die mehr als zweitausend Jahre umfassende Geschichte der Glocke und des Glockengusses ein.

Glockenmuseum
Geschichte zum Anfassen im Glockenmuseum in Gescher. (Foto: Stadt Gescher / H. Sonntag)

Das Westfälische Glockenmuseum lädt seine Besucher zu einer klangvollen und spannenden Zeitreise durch Geschichte der Glocke und des Glockengusses ein. Dass dabei die auch Glocken geläutet, gebeiert und gekleppt werden, gehört zu den besonderen Erlebnissen des in Norddeutschland einzigartigen Museums in Gescher.

Glockenmuseum
Unterricht im Museum (Foto: Stadt Gescher / H. Sonntag)

Schwingende und klingende Glocken nicht nur zu hören, sondern gleichzeitig auch zu sehen, ist einer der Höhepunkte eines Rundganges durch die umfangreiche Sammlung im Glockenmuseum. Wer möchte, kann sich auch als Carilloneur auf den beiden Glockenspielen versuchen und eigene Melodien vorspielen.

Nicht nur bei jüngeren Besuchern ist die „Wasserglocke“ beliebt. Sobald diese Glocke erklingt, können Glockentöne nicht nur gehört, sondern auch gesehen und sogar gefühlt werden.

Kapellenglocken und bedeutende Kirchenglocken vom 12. bis zum 20. Jahrhundert veranschaulichen eindrucksvoll die musikalischen und künstlerischen Fähigkeiten westfälischer Glockengießer.

Welche Arbeitsschritte vom Zeichnen der Glockenrippe bis zum Glockenguss auch in einer heutigen Gießerei notwendig sind, wird Schritt für Schritt in der großen Glockengrube in der Glockenhalle des Museums erläutert. Dort warten Gießereigeräte und Lehmformen offensichtlich darauf, dass die Gießer ihre Arbeiten fortsetzen. Ob sich jedoch das Geheimnis der Glockengießer klären lässt, wird sich bei einem Museumsbesuch in Gescher zeigen.

Ein mächtiges Kanonenrohr aus dem 17. Jahrhundert verdeutlicht eindrucksvoll, dass Glockengießer in vergangenen Jahrhunderten auch als Kanonengießer tätig waren.

Klingender Rundgang

Glockenmuseum
Blick in die Erweiterungshalle (Foto: Stadt Gescher / H. Eßling)

Zur Zeitreise durch die Glockengeschichte im Glockenmuseum in Gescher gehören nicht nur Bronzeglocken, sondern auch Kirchenglocken aus Gussstahl, Euphon oder Grauguss. Drei tonnenschwere Gussstahlglocken vor dem Museum gehören zu den beliebten Fotomotiven, während im Innenhof weitere stählerne Giganten zu sehen sind.

Die große Rolle, die Glocken einstmals im täglichen Leben einnahmen, verdeutlichen zahlreiche Fabrik-, Signal-, Uhr-, Schiffs-, Tier-, Haus- und Tischglocken. Wer sich für die Herstellung von Kuhschellen interessiert, sollte sich die Schellenschmiede im Glockenmuseum ansehen. Ein Blick in die Werkstatt lässt schnell den Unterschied zwischen Tierschellen und Tierglocken erkennen.

Besucher können sich die umfangreiche Sammlung des Westfälischen Glockenmuseums am besten durch eine Führung vorstellen lassen, um bei einem „klingenden Rundgang“ Neues und Überraschendes über die klanglichen und musikalischen Besonderheiten der Glocken zu erfahren.

Damit der Museumsbesuch in Gescher auch für Schulen und Kindergärten interessant wird, gibt es für junge Museumsforscher spannende Arbeitsbögen, Museumsspiele und Mitmachaktionen. Der Museumsrabe "Max" lädt zudem Kinder und Eltern zu einem Suchspiel ein, bei dem es allerhand zu entdecken und zu hören gibt.

Zweimal im Jahr – jeweils vor Ostern und in der Vorweihnachtszeit - treten die Glocken in den Hintergrund. Dann verwandeln zahlreiche (Hobby)Künstler aus Region das Glockenmuseum in einen großen Kunstmarkt.

 
 

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Besichtigung

Westfälisches Glockenmuseum
Lindenstraße 4
48712 Gescher
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