Motorradroute 3: Von Münster durchs Tecklenburger Land

 
 

 
 
 

Eine schöne Tour für einen Sonntagnachmittag, die uns auf knapp 100 Kilometern von Münster nach Tecklenburg und Ibbenbüren führt. Über Greven geht es danach zurück nach Münster. Viel bergauf und bergab geht es dabei nicht, der Gesamtan- und abstieg beläuft sich auf knappe 500 Meter.

Ibbenbüren und Kraftwerk
Auch durch Ibbenbürens Ortsteile führt uns diese Motorradtour. Foto: Heribert Schwarthoff

Wir starten im Münsteraner Ortsteil Gievenbeck, von wo aus uns die Route in den nächsten Ortsteil Münsters, Nienberge, führt. In nördlicher Richtung geht es weiter. Hier wird es nun ländlicher und wir passieren zu unserer Rechten den kleinen Häger Bahnhof und erblicken wenig später zur Rechten eine kleine Windmühlenfarm.

Greven und die Ems

Wir erreichen die Ausläufer Altenberges und fahren direkt an der katholische Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk, Hansell an der K 67/ L 529 vorbei. Sie stammt aus dem Jahr 1767 und ist ein echtes Kleinod barocker Baukunst. Wie so viele Gebäude entworfen vom Baumeister Johann Conrad Schlaun.

Wur fahren in westlicher Richtung weiter Richtung Greven und überqueren dort zum ersten Mal die Ems. Zu unserer Linken liegen nun die wunderschönen Emsauen, die im Sommer regelmäßig Teil des Kulturprogramms der Stadt Greven sind. Die Stadt streifen wir nur kurz und machen uns nun auf den Weg in Richtung Ibbenbüren.

Vorbei am Sachsenhof

Sachsenhof in Greven
Auf dem Sachsenhof in Greven können wir einen Zwischenstopp einlegen und erfahren mehr über die frühe Siedlungsgeschichte.

Kurz hinter Greven passieren wir übrigens das Freilichtmuseum Sachsenhof zu unserer Linken, das einen Besuch wert ist. Der Sachsenhof in Greven-Pentrup ist eine Rekonstruktion einer 1200 Jahre alten frühmittelalterlichen sächsischen Hofanlage mit Anbauversuchen von Kulturpflanzen und Ackerwildkräutern aus jener Zeit.

Handwerksstätten wie ein Töpferofen und ein Rennofen, die nach archäologischen Befunden nachgebaut wurden, vervollständigen die Anlage. Für uns aber geht es weiter nach Ibbenbüren, abermals vorbei an den Auen der Ems zu unserer Linken.

Weiter nach Ibbenbüren

Das Hockende Weib
Das Hockende Weib ist die beeindruckendste Felsformation in den Dörenther Klippen. Um sie zu sehen, müssen wir allerdings anhalten und Stück weit wandern. Foto: Ingmar Bojes

Saerbeck lassen wir auf dieser Fahrt ausnahmsweise links liegen, hier schauen wir ein andern Mal vorbei. Stattdessen erreichen wir Dörenthe, überqueren den Dortmund-Ems-Kanal und sehen zu unserer Linken den Kulturspeicher Dörenthe. Wenig später folgt zu unserer Rechten ein Parkplatz, auf dem wir eine kurze Rast machen und uns die Beine vertreten können. Denn von hier führt uns ein Weg hinauf zu den Dörenther Klippen und der Felsformation Hockendes Weib. Oder wir fahren noch ein wenig weiter und halten ebenfalls auf der rechten Seite am Märchenwald mit seiner Sommerrodelbahn – denn die ist nicht nur für die Kleinen ein großer Spaß!

Wenn wir genug gerodelt haben, reiten wir in Ibbenbüren ein und halten uns wenig später scharf rechts und biegen in die Ledder Straße ein. Wenig später liegt zu unserer Rechten der Aasee, der im  Sommer ein tolles Ausflugsziel ist, um einfach etwas die Seele baumeln zu lassen. Wenig später folgt zur Linken der Parkplatz des Heimathauses und des Kletterwaldes Ibbenbüren.

Über den Teuto

Kohlekraftwerk Ibbenbüren
Das Kohlekraftwerk ist zwar keine Schönheit, gehört aber auch zu Ibbenbüren. Bei unserer Tour gerät es oft in unser Blickfeld. Foto: Heribert Schwarthoff

In nördlicher Richtung fahren wir nun weiter, direkt auf das Ibbenbürener Kohlekraftwerk zu, ehe es in östlicher Richtung weiter geht. Hier achten wir ganz besonders gut auf unsere Geschwindigkeit, denn an einer der Kreuzungen erwartet uns hier ein fest installierter Blitzer – und hier ist Tempo 50. Schließlich erreichen wir den Ibbenbürener Ortsteil Laggenbeck, den wir durchqueren und an dessen Ende wir über die A30 fahren.

Weiter geht’s zum Ortsteil Ledde, an dessen Eingang übrigens zur Rechten die Ledder Werkstätten liegen, in denen unter anderem die sogenannte „Münsterland Botschaft“ produziert wird. Als nächstes erwartet uns das malerische Tecklenburg, wo es nun auch ein wenig auf und ab geht, denn wir passieren den Kamm des Teutoburger Waldes. Wo die Bahnhofstraße eine besonders scharfe Kurve macht, erwarten uns gleich zwei weitere mögliche Jausestationen.

Abstecher zu Haus Marck

Haus Marck in Tecklenburg
Haus Marck in Tecklenburg erreichen wir über einen kleinen Abstecher, der uns keine zwei Minuten kostet - es lohnt sich! Foto: Ingmar Bojes

Denn biegen wir nun links ab, erreichen wir das Haus Marck, wo 1643 die Vorverhandlungen zum Westfälischen Frieden stattfanden. Im 14. Jahrhundert erbaut, ist das Wasserschloss auch heute noch gut in Schuss. Seine Außenanlage ist jederzeit zu besichtigen, die Innenräume nur im Rahmen einer der Führungen, welche in den Monaten April bis Oktober samstags von 10 bis 12 Uhr angeboten werden.

Alternativ können wir aber auch direkt in der Rechtskurve halten und eine Erfrischung Biergarten des Fabula nehmen, das weit über die Tecklenburger Grenzen auch für seine ausgefallene Küche berühmt ist.

Weiter Richtung Ladbergen

Die Kapelle von Haus Marck
Die Kapelle von Haus Marck ist auf einer kleinen Bergkuppe hinter der Sägemühle der ANTL gelegen. Foto: Stefan Herringslack

Recht kurvig geht es dann für uns weiter Richtung Brochterbeck. Zur Linken sehen wir bald schon die Sägemühle der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Tecklenburger Land. Wer die Zeit hat, hält kurz und geht den Hügel hinauf, wo uns die alte Kapelle von Haus Marck erwartet – und nicht nur das. Denn hier, um die Kapelle herum, liegen auch die Schlossherren begraben…

Über kleine, schmale Straßen geht es für uns weiter, wir überqueren die A1 und fahren dann vorbei am Lengericher Sonnenhügelsee zu unserer Linken. Danach erwartet uns Natur pur, immer wieder sehen wie die Ladberger Aa und kleinen Seen am Straßenrand, bis wir schließlich Ladbergen erreichen.

Kaffepause gefällig?

Wassermühle in Ladbergen
In der Alten Wassermühle in Ladbergen können wir uns für die weitere Tour stärken. Weit ist aber nicht mehr.

In Ladbergen erblicken wir schon bald die Alte Wassermühle. Die 1748 erbaute Wassermühle befindet sich direkt im Ortskern der Gemeinde Ladbergen und besteht aus einem kleineren Teil auf der Südseite und einem später errichteten größeren Teil auf der Nordseite des Mühlenbaches. Einen Kaffee können wir hier auch bekommen…

Über die Grevener Straße geht es über den Dortmund-Ems-Kanal weiter Richtung Schmedehausen. Ländlich geht es weiter auf unserer Partie, wir treffen zu unserer Linken die Guntruper Berge, ein kleines Wanderparadies, überqueren wieder die Ems und erreichen das schmucke kleine Örtchen Gimbte, das durch seine schöne Johannes-Kirche, die vielen Fachwerkbauten und kleine malerische Dorfstraßen beeindruckt.

Durch die Rieselfelder zurück

Die Rieselfelder in Münster
Die Rieselfelder in Münster sind ein Zufluchtsort für viele Vogelarten und andere Lebewesen. Foto: Biologische Station Steinfurt

Direkt hinter Gimbte erreichen wir die Rieselfelder und ihre Feuchtbiotope, an denen uns unser Weg nur für gut drei Kilometer vorbei führt. Hier gibt es auch immer wieder Aussichtsplattformen, auf denen wir einen genaueren Blick auf das Naturschutzgebiet werfen können.

Unsere Strecke führt uns weiter, vorbei an Münsters Speicherstadt hin zum Stadtteil Kinderhaus, wo wir nach kurzer Zeit zur Rechten das Schloss Wilkinghege erblicken, ein Wasserschloss, das bereits 1311 erstmals urkundlich erwähnt wurde und heute als Hotel dient. Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen sowie Annette von Droste Hülshoff waren im Schloss schon zu Gast…

Bevor unseren Start- und Zielpunkt in Gievenbeck wieder erreichen, gehen wir noch einmal ordentlich vom Gas, werfen einen Blick nach rechts und können nun auch behaupten, Münsters ehemalige Sternwarte schon einmal gesehen zu haben.

Kurzportrait


Startadresse

Münster
Gescherweg
48161 Münster
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