Fit durch den Winter: Trittbrettfahrer Bakterien

 
 

 
 
 

Grippe und grippaler Infekt (Erkältung) werden von Viren ausgelöst und schwächen unseren Körper. Dies machen sich die Bakterien zunutze, die im Gegensatz zu den Viren übrigens zu den Lebewesen zählen und mit Antibiotika bekämpft werden können. Sie sind verantwortliche für viele Entzündungen in Folge einer Grippe oder eines grippalen Infekts. Bei folgenden Symptomen/Entzündungen sollten Sie einen Arzt aufsuchen, eine Behandlung mit Antibiotika ist höchstwahrscheinlich erforderlich:

Die Nasennebenhöhlen sind Hohlräume in den Gesichtsknochen, die in die Nase münden. Am bekanntesten sind die Kieferhöhlen und die Stirnhöhlen. Die Nasennebenhöhlen sind normalerweise gut belüftet. Sie sind mit der gleichen Schleimhaut ausgekleidet wie die Nase. Um den Hohlraum zu reinigen, produziert die Schleimhaut ein Sekret, das aus den Höhlen in den Nasen-Rachenraum abtransportiert wird. Ist dieser Weg verstopft, staut sich das Sekret in der Höhle. Dadurch wird das Wachstum von Bakterien begünstigt, und die Schleimhaut kann sich entzünden. Anzeichen für eine Nasennebenhöhlenentzündung sind Schmerzen im Bereich der Stirn und der Wangen.

In der Regel entsteht die akute Mittelohrentzündung durch eine vom Nasen-Rachenraum aufsteigende Infektion im Rahmen einer Erkältung. Die Symptome sind Ohrenschmerzen, Hörminderung, Fieber und Krankheitsgefühl. Die Behandlung der akuten Mittelohrentzündung besteht aus Antibiotika, abschwellenden Nasentropfen, Schmerzmitteln und lokaler Wärmezufuhr. Diese Maßnahmen führen in der Regel innerhalb weniger Tage zum Abklingen der Beschwerden.

Die Mandeln gelten als Vorposten des Immunsystems und sind deswegen besonders anfällig. Eine Mandelentzündung (Angina) bringt meist folgende Symptome mit sich: Halsschmerzen, die beim Schlucken und bei weit geöffnetem Mund, z. B. beim Gähnen, deutlich stärker werden. Sie können beim Schlucken auch bis in die Ohren ausstrahlen. Es kann auch zu allgemeinen Symptomen wie Mattigkeit, Benommenheit, und Zerschlagenheit kommen. Die Betroffenen haben oft Fieber und Kopfschmerzen sowie schmerzhafte Schluckbeschwerden.

Haben Bakterien erst den Weg durch die Luftröhre zu den Bronchien gefunden, setzen sie sich schnell in der dortigen Schleimhaut fest, bis eitriger Schleim die Bronchien verstopft. Schmerzen im Brustbein und schwerer Husten, zum Teil mit Auswurf sind sichere Anzeichen für eine akute Bronchitis.

In Deutschland erkranken im Jahr ungefähr 100.000 Menschen an einer Lungenentzündung. Besonders betroffen sind Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen. Bei sonst gesunden Menschen heilt eine Lungenentzündung meist folgenlos ab. Symptome sind hohes Fieber, Atembeschwerden und gelblich-eitriger Auswurf.


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