Fit durch den Winter: Erkältung oder Grippe?

 
 

 
 
 

Diese beiden Begriffe werden vom Laien oft durcheinander gewürfelt, obwohl sie bei weitem nicht dasselbe sind. Trotzdem haben sie einige Gemeinsamkeiten: Grippe wie auch Erkältung werden ausgelöst von Viren, die sich vor allem in den Atmwegs-Schleimhäuten vermehren. Doch Verlauf und Symptome der beiden Krankheiten sind recht unterschiedlich.

Eine Erkältung lässt sich meist bereits frühzeitig erahnen und schickt ihre Vorboten voraus: Kratzen im Hals, gelegentliches Niesen, evtl. auch leichte Kopfschmerzen. Dazu gesellen sich dann bald Schnupfe, Husten und Heiserkeit. Fieber tritt bei einer Erkältung nicht zwangsläufig auf und erreicht dann maximal 39 Grad Celcius. 

Eine Faustregel sagt: Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei tage. Hier wie auch in vielen anderen Fällen, kann man sich auf solche Faustregeln getrost verlassen. Das Bedürfnis nach Bettruhe steigt vor allem in der zweiten Phase der Erkältung. Und wenn Ihr Körper Ruhe fordert, dann sollten Sie ihm die auch gönnen und auf jeden Fall einen Tag das Bett hüten. Ist die Erkältung nach zehn bis 14 Tagen noch immer nicht abgeklungen, empfiehlt sich allerdings ein Besuch beim Hausarzt, denn dann ist es möglich, dass sich im Gefolge der Erkältung auch Bakterien vermehrt haben, die eine Mandel-, Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung verursachen können.

Eine Grippe dagegen ist eine sehr viel ernst zu nehmendere Krankheit. Ihre Symptome treten überdies sehr viel schneller auf, als die einer Erkältung. So steigt bei einer Grippe schon nach wenigen Stunden die Körpertemperatur an. Fieber bis zu 40 Grad Celsius sind keine Seltenheit. Schüttelfrost, starke Kopf- und Gliederschmerzen, ebenso wie heftiger, trockener Husten gehören ebenso zu den Symptomen einer Grippe. Das Krankheitsgefühl trifft Grippepatienten besonders stark, nicht zuletzt da durch die Grippe auch Herz und Kreislauf stark belastet werden. Das Fieber kann bis zu einer Woche anhalten, ehe es zusammen mit den anderen Symptomen abklingt.

Die besondere Gefahr der Grippe liegt darin, dass sie den Weg für andere Bakterien ebnet und beispielsweise Lungenentzündungen nach sich ziehen kann. Gerade abwehrgeschwächte oder ältere Menschen, aber auch Kinder und Schwangere sollten bei den Symptomen einer Grippe dringend den Arzt aufsuchen. Dies gilt auch für Risikogruppen, die unter einer chronischen Krankheit leiden.

Die Grippe tritt übrigens ganz allgemein nicht nur bei einzelnen Menschen auf, sondern in regelrechten „Grippe-Wellen“, das heißt viele Menschen erkranken innerhalb eines kurzen Zeitraums. Ein solcher „ganz normaler“ Grippewinter beginnt Mitte bis Ende Dezember und zieht sich bis Ende Februar. „Ganz normal“ bedeutet in diesem Fall, dass sich beispielsweise in Deutschland rund vier bis fünf Millionen Menschen wegen einer Influenza (Grippe) behandeln lassen.


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