Wilsberg - ZDF-Dauerbrenner mit Leonard Lansink

 
 

 
 
 

Wilsberg, die ZDF-Krimireihe mit Leonard Lansink, die dreimal pro Jahr am Samstagabend im Zweiten läuft, erfreut sich ungebrochen größter Beliebtheit und gehört inzwischen zu Münster wie der Prinzipalmarkt. In über 20 Jahren sind inzwischen rund 60 Folgen der jeweils 90minütigen Krimis gedreht worden, dem grundlegenden Konzept sind Sender und Darsteller dabei immer treu geblieben.

Fast drei Jahrzehnte ist es inzwischen her, dass Wilsberg-Erfinder Jürgen Kehrer den ersten Krimi mit dem schrulligen Privatdetektiv veröffentlichte: „Und die Toten lässt man ruhen“ erschien 1990. Im Erstlingswerk betrieb Wilsberg übrigens nebenbei noch einen Briefmarken- und Münzladen, der erst später zum Antiquariat wurde, das wir heute aus den Filmen kennen. Bis 2003 folgte fast jährlich ein neuer Wilsberg-Band aus der Feder Kehrers.

Die erste filmische Umsetzung erfolgte schon 1995, damals noch mit Schauspieler Joachim Król in der Hauptrolle, das Drehbuch stammte damals noch nicht von Kehrer selbst. Doch Król verließ die Lust an der Figur und so dauerte es drei Jahre, ehe ein neuer Anlauf für die TV-Adaption der Wilsberg-Reihe unternommen wurde. Die Wahl fiel auf Leonard Lansink. „Er ist der Wilsberg“, sagte der zuständige Redakteur Martin R. Neumann in einem älteren Interview, und so sehen das auch die Zuschauer. Seither hat Lansink nicht nur die TV-Krimis geprägt, sondern auch auf die Darstellung in den Büchern hat seine Wilsberg-Interpretation großen Einfluss gehabt. Wenig später schrieb Jürgen Kehrer dann auch als Ko-Autor an der ZDF-Reihe mit und lieferte im Laufe der Jahre mehrere Drehbücher gleich komplett selbst.

Neben Leonard Lansink gehören aber auch die weiteren Figuren fest zum Wilsberg-Stab. Einzig Schauspieler Heinrich Schafmeister, der 15 Folgen lang den Wilsberg-Kumpanen Manfred Höch spielte, verließ die Crew und wurde durch Oliver Korittke ersetzt, der seither Wilsbergs treuen Begleiter, den Finanzbeamten Ekkehardt Talkötter spielt. Zur festen Besetzung gehören außerdem Ina Paule Klink als Wilsberg-Nichte Alex Holtkamp sowie Rita Russek als Kommissarin Anna Springer und Roland Jankowsky als ihr Sidekick Overbeck.

Wilsberg gehört Angaben des ZDF zufolge sogar zu den erfolgreichsten Programmen des Senders. Nach Senderangaben verfolgen durchschnittlich 5,5 bis 6 Millionen Zuschauer die Erstausstrahlungen der Krimi-Folgen. Einen Zuschauerrekord brachte die Folge „Morderney“, ein Mash-Up zusammen mit der ZDF-Reihe Friesland. 8.31 Millionen Menschen schalteten den Fernseher ein, um Wilsberg auf Norderney ermitteln zu sehen. Immer wieder im Gespräch ist auch ein Mash-Up mit dem Münsteraner Tatort, zu dem es allerdings nach wie vor keine konkreten Pläne gibt. Fun Fact: In der Folge „Die Bielefeld-Verschwörung“ sind in einer Szene auf einem Klingelschild eines Mehrfamilienhauses die beiden Namen Thiel und Boerne zu lesen.

Als Running Gag erscheint in jeder Episode der Name Bielefeld, sei es schriftlich oder mündlich. Das rührt unter anderem daher, dass der zuständigen ZDF-Redakteur Martin R. Neumann aus Bielefeld stammt. Weitere Running Gags beruhen darauf, wie Wilsberg sich ständig ungefragt Autos und Mobiltelefone anderer aneignet; die schnell eskalierenden Streitgespräche mit Anna, die sich weigert, Georg in seinen Ermittlungen zu unterstützen, und ihn aus ihrem Büro wirft; Overbecks Auftritte als betont cooler Polizist, die immer zu einer Katastrophe führen.

Zahlreiche Prominente hatten in den vergangenen jahren und den rund 60 Folgen schon Gastauftritte bei Wilsberg: Harald Schmidt, Tina Ruland, Hugo Egon Balder, Bela B., Michael Kessler und Collien Ulmen-Fernandes sind nur einige von ihnen. Auch Autor Jürgen Kehrer ist übrigens regelmäßig in Cameo-Auftritten zu sehen, bislang in neun Folgen.

Fotos: obs/ZDF/Bernd Spauke, obs/ZDF/Thomas Kost, obs/ZDF/ZDF/Guido Engels, obs/ZDF/ZDF/Bernd Spauke


 
 

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