Stadt Münster legt Entwurf für Rahmen zur künftigen Flüchtlingsarbeit vor

 
 

 
 
 
Diese Meldung wurde am 25.09.2016 archiviert.
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Münster (sms) - Bürgerschaft, Politik und Stadtverwaltung ist es gelungen, mehr als 3000 Zufluchtsuchende menschenwürdig unterzubringen und zu versorgen. Viele von ihnen werden in Münster bleiben, sich integrieren und diese Stadt bereichern. Dass und wie das gelingen kann, zeigt ein "Handlungskonzept" auf, das in der Stadtverwaltung erarbeitet und in den nächsten Monaten mit Fachpolitikern und gesellschaftlichen Gruppen weiter erörtert und konkretisiert wird.

Das 87 Seiten starke Papier mit dem Arbeitstitel "Geflüchtete Menschen in Münster - Handlungskonzept" ist Bestandsaufnahme und Ausblick. "Als Münster 2015 binnen eines Jahres 3000 Flüchtlinge zugewiesen bekam und wir uns über Monate Tag für Tag fragen mussten, wie wir allen eine menschenwürdige Unterkunft verschaffen können, ist diese Stadtgesellschaft über sich selbst hinausgewachsen", sagte Oberbürgermeister Markus Lewe (Foto). Engagierte Bürgergruppen zeigten damals ein Höchstmaß an kreativer Eigeninitiative. Gleichzeitig schuf die Stadtverwaltung im laufenden Ausnahmebetrieb mit der Kommunalen Erstaufnahme in der Oxford-Kaserne eine Einrichtung mit Vorbildcharakter.

Nun steht seit Anfang 2016 der Handlungs- und Investitionsbedarf zur Integration der Flüchtlinge im Vordergrund - von der frühkindlichen Bildung über die Beschulung bis zur Vermittlung in Beschäftigung. "Wir haben in den vergangenen Monaten bereits wesentliche Schritte für die Integration der Flüchtlinge getan. Oberste Priorität haben für uns die Sprachkenntnisse, der Zugang zu Bildung und nicht zuletzt auch in den Arbeitsmarkt", skizzierte Stadträtin Cornelia Wilkens die Handlungsfelder. Die Grundlagen und Leitlinien für diese Arbeit wird das Handlungskonzept festschreiben. Dabei geht es auch auf das bürgerschaftliche Engagement als unverzichtbares Handlungsfeld ein und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Vermittlung von Sprachkenntnissen.

Der Konzeptentwurf wurde Anfang September in einem ganztägigen Workshop mit Mitgliedern des "Politischen Arbeitskreises Flüchtlinge" und Vertretungen aus Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, der GGUA und der Polizei erörtert. Bevor das Konzept - voraussichtlich zum Jahreswechsel - als Vorlage in die politischen Gremien geht, folgen weitere Beratungen. "Für Münster ist es wichtig, für das zentrale Handlungsfeld der Integration geflüchteter Menschen weiterhin einen breiten Konsens herzustellen", betonte Oberbürgermeister Lewe.

Das neue Handlungskonzept kann auf das bereits vor zirka 15 Jahren entwickelte und bewährte Konzept zur Unterbringung und Integration von Flüchtlingen aufbauen. "Allerdings haben sich die Bedingungen seit 2015 fundamental geändert", sagte Stadträtin Wilkens.

Das gilt auch für die Unterbringung der Menschen. Viele der rund 70 Flüchtlingsunterkünfte stehen befristet zur Verfügung, sie werden kurz- und mittelfristig entfallen. Nach Angaben von Stadträtin Wilkens leben derzeit nur 14 Prozent der Menschen in Häusern, die nach dem bisherigen Konzept als auf Dauer angelegte Übergangseinrichtungen geschaffen wurden. "Die Sicherung der Wohnsituation und ein professionelles Übergangsmanagement in Wohnungen werden die Herausforderungen der kommenden Monate sein", so Stadträtin Wilkens.


 
 

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