Rheinländerin gräbt 100.000-Euro-Schatz aus

 
 

 
 
 

Herzklopfen. Da steht die Schatztruhe. Was steckt drin? Fahrige Hände. Den Schlüssel ins Schloss. Umdrehen. Die Kiste öffnen. Dann ein lauter Schrei – und Riesenfreude: Brigitte S. ist um 100.000 Euro reicher. Die Rheinländerin hat den richtigen Behälter ausgebuddelt, in der sich – symbolisch – diese stolze Summe verbirgt.

So wie die 50 Jahre alte gelernte Kauffrau fordern vergangenen Sonntag am Halterner Stausee weitere 47 Glücksritter aus ganz Nordrhein-Westfalen Fortuna heraus. Ziel: den 100.000 Euro-Schatz heben. Manch einer hat schlaflose Nächte erlebt, andere dagegen sehen das Ganze entspannt. Bereits am frühen Vormittag sind die ersten Goldgräber angereist. Alle haben sich im Oktober an der NRW-Schatzsuche beteiligt und sind ausgelost worden, an diesem Tag eine echte Schatztruhe zu finden. Zum Beispiel Marco S., der mit seinen beiden Söhnen Felix und Maxim aus Ostwestfalen gekommen ist „Die Nervosität steigt mit jeder Minute“, meint er im Vorfeld. „Vielleicht habe ich ja Glück.“ Darauf hofft auch Patricia R. Sie hat zur Unterstützung ihren Lebenspartner mitgebracht. Das Geld könnte die 35-Jährige gut gebrauchen. Schließlich soll im kommenden Jahr geheiratet werden und außerdem ist bald Weihnachten. Da würden für die Familie dann größere Geschenke drinsitzen.

Bevor allerdings losgebuddelt werden kann, müssen die Felder, auf denen jeder graben wird, ausgelost werden. Diese Aufgabe übernimmt Glücksfee Lisa Holsteg. Die 25 Jahre alte Studentin wird dabei von Moderator Jürgen Bangert unterstützt – den meisten wahrscheinlich aus dem Lokalradio besser bekannt als Elvis Eifel. Der Comedian ist außerdem dafür zuständig, die Schatzsucher vor, während und nach der Buddelei zu unterhalten.

Und dann geht’s los. Die Spannung steigt. Jetzt startet das Herzschlagfinale der NRW-Schatzsuche. „Guck mal, mein Puls“, reicht eine Teilnehmerin ihrer Begleitung das Handy mit entsprechender App herüber. Doch jeder Schatzsucher darf sich schon freuen, bevor der Spaten überhaupt angesetzt wird. Denn niemand geht leer aus. Jede Schatzkiste enthält einen Gewinn: 1 x 3.000 Euro, 3 x 1.500 Euro, 14 x 500, 30 x 150 Euro und natürlich den Hauptpreis in Höhe von 100.000 Euro. „Ich bin gespannt, wer nachher am lautesten lacht“, schickt Bangert alias Elvis Eifel die Glücksritter aufs Feld. Rund 60 Minuten später wissen alle Teilnehmer, wer dies ist.

Brigitte S. kann es kaum fassen. Tränen fließen, sie weint vor Glück. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat die 50-Jährige etwas gewonnen. „Und dann gleich so viel Geld“, freut sie sich. Die Glückswünsche aller Teilnehmer sind ihr sicher. „Ich wusste, dass wird heute ein schöner Tag, aber das der so ausgehen wird, damit habe nicht gerechnet.“ Jetzt will die Rheinländerin alles sacken lassen und in Ruhe überlegen, was passieren soll. Spontan denkt sie an einen Umzug vom 3. Stock ins Erdgeschoss. Das Treppensteigen sei inzwischen doch sehr anstrengend für sie.Tolle Aktion

Marco S. freut sich ebenfalls. „Das war eine tolle Aktion. Wir haben einen schönen Tag erlebt und 150 Euro sind besser als gar nichts.“ Patricia R. sieht das genauso. „Das größte Glück habe ich ja eigentlich schon gefunden.“

Die NRW-Schatzsuche
Bei der NRW-Schatzsuche galt es Fragen unter anderem dazu zu beantworten, wie und auf welche Weise das Gemeinwohl in Nordrhein-Westfalen über das Land mit Geld gefördert wird, das WestLotto erwirtschaftet. In den vergangenen mehr als 60 Jahren sind bereits 27 Milliarden Euro durch die Spieleinsätze der Tipper zusammengekommen. Davon profitiert (fast) jeder in NRW. Rund 40 Prozent gehen an das Land NRW, das daraus wiederum Wohlfahrt, Sport, Kunst, Kultur, Natur, Umwelt- und Denkmalschutz fördert. Dieses Lotto-Prinzip bereichert die Gesellschaft seit mehr als 60 Jahren und ist die Grundlage für die wichtige Arbeit von zahlreichen Vereinen und Organisationen, wie Landessportbund NRW, das Deutsche Rote Kreuz, die NRW-Stiftung oder die Deutsche Stiftung.


 
 

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