"Praxismonat Allgemeinmedizin" startet in die zwölfte Runde

 
 

 
 
 

Kreis Borken - Der Ärztemangel in ländlichen Regionen ist ein sehr aktuelles und viel diskutiertes Thema in Politik und Gesellschaft. Um dem im Kreis Borken entgegenzuwirken, geht der „Praxismonat Allgemeinmedizin“ in die nächste und damit bereits zwölfte Runde.

Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (hinten li.) sowie Projektleiterin Regina Kasteleiner (hinten Mitte) und Kreisgesundheitsamt-Leiterin Annette Scherwinski (hinten re.) mit den vier Medizinstudentinnen (vorne v. li.) Charlotte Dudszus, Theresa Temminghoff, Christine Elizen und Victoria Müller

Nach der großen Resonanz in den vergangenen Durchgängen sind nun vier Medizin-Studentinnen dem Aufruf gefolgt, sich vier Wochen lang über die Vorzüge des Westmünsterlandes als möglichen künftigen Wohn-, Ausbildungs- oder Arbeitsort unterrichten zu lassen. Der Praxismonat ist Bestandteil der kreisweiten Kampagne „Hand aufs Herz – Ärztinnen und Ärzte in den Kreis Borken“.

Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster, Gesundheitsamtsleiterin Annette Scherwinski und Regina Kasteleiner, die in der Kreisverwaltung Borken für das Projekt zuständig ist, hießen die Studierenden am Mittwoch (29. August) im Kreishaus in Borken willkommen. „Kreisverwaltung und Kreistag ist es ein wichtiges Anliegen, ärztlichen Nachwuchs für die Region zu gewinnen“, betonte Kreisdirektor Dr. Hörster. Annette Scherwinski lobte die engagierte Arbeit der beteiligten Arztpraxen und Krankenhäuser sowie insbesondere die motivierten Ärztinnen und Ärzte, die stets für eine individuelle Betreuung der Medizin-Studierenden sorgen.

Die jetzigen Teilnehmerinnen kommen aus Bremen und ganz Nordrhein-Westfalen. „Eine von ihnen ist im Kreis Borken aufgewachsen, die drei anderen hatten bislang keinen Bezug zu unserem Gebiet“, berichtete Regina Kasteleiner. Dabei sind Charlotte Dudszus (23 Jahre) aus Lippstadt, die an der Universität Bonn studiert, sowie Christine Elizen (32 Jahre) aus Bremen von der Universität Homburg. Für den Praxismonat in den Kreis Borken kommen zudem Victoria Müller (22 Jahre) aus Waldbröl, sie absolviert ihr Studium an der Universität Münster, und Theresa Temminghoff (23 Jahre) aus Ahaus von der Universität Duisburg-Essen.

Einsatzorte der jungen Frauen sind hausärztliche Praxen in Ahaus und Gronau und das St. Antonius-Hospital in Gronau. Darüber hinaus bietet die Initiative viele attraktive fachliche Zusatzangebote: Beispielsweise nehmen die Nachwuchsmedizinerinnen an einem Naht- und Knotenkurs im St. Marien-Krankenhaus Ahaus und an einem Seminar zu den Grundlagen der Elektrokardiographie im Krankenhaus Maria Hilf in Stadtlohn teil. Zudem können sie einen Kurs zum praktischen Arbeiten am „DaVinci“-Simulator im „european robotic institut“ am Antonius-Hospital in Gronau besuchen. Außerdem werden die Studentinnen einen Tag im Lukas-Krankenhaus in Gronau Einblicke in die Psychiatrie erhalten. Die Kombination aus fachlich fundierter Ausbildung und weiteren praktischen Einheiten in diesem Famulaturangebot ist einmalig für die Medizinalausbildung.

Ein interessantes Rahmenprogramm gibt es für die angehenden Medizinerinnen zudem: Beispielsweise ist eine kulinarische „Nachtwächterführung“ und gemeinsames Bowlen in Bocholt geplant. Auf diese Weise sollen sie auch ganz allgemein etwas über die Vorzüge des Westmünsterlandes erfahren. Untergebracht sind die Studierenden im Apartment-Hotel-Restaurant Seeblick in Gronau.

Zum Hintergrund:
Die Kampagne „Hand aufs Herz – Ärztinnen und Ärzte in den Kreis Borken“ hat der Kreis Borken gemeinsam mit allen Krankenhäusern im Kreisgebiet und den Arztpraxen des Weiterbildungsverbundes ins Leben gerufen. Erklärtes Ziel der Initiative ist es, junge Medizinerinnen und Mediziner für das Westmünsterland zu interessieren, damit sie hier künftig als Krankenhaus- oder niedergelassene Ärzte tätig werden. Mehr Informationen zu der Kampagne gibt es unter www.aerztinnen-in-den-kreis-borken.de/.


 
 

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