Neue Ausstellung "Mein Freund Picasso" in Münster

 
 

 
 
 
Diese Meldung wurde am 31.03.2018 archiviert.
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Münster - Das Picasso-Museum Münster zeigt vom 3. Februar bis zum 22. April die Ausstellung "Mein Freund Picasso" mit zahlreichen Fotografien von Edward Quinn, einem engen Vertrauten des Malers.

Picasso, Le Fournas, Vallauris, 1953, Foto Edward Quinn © edwardquinn.com
Picasso, Le Fournas, Vallauris, 1953, Foto Edward Quinn © edwardquinn.com

Der irische Fotograf Edward Quinn (1920-1997) lebte und arbeitete seit den 1950er-Jahren an der Côte d’Azur, dem damaligen Treffpunkt für Filmstars, Adel und Künstler. Mehr als jeder andere verstand er es, zum richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und unvergessliche Fotos der Prominenz zu schießen, darunter Grace Kelly, Aristoteles Onassis und Brigitte Bardot.

Pablo Picasso reiste seit 1920 regelmäßig an die Côte d’Azur, um dort die Sommermonate zu verbringen. Ende der 1940er-Jahre verlagerte er seinen Lebensmittelpunkt endgültig von Paris an die französische Riviera. Edward Quinn traf Picasso zum ersten Mal im Jahre 1951 im Städtchen Vallauris, wo dieser zu der Zeit in der Töpferwerkstatt Madoura arbeitete. Zwischen den beiden Männern entwickelte sich eine innige Freundschaft, die bis zum Tod des Künstlers 1973 andauern sollte. In dieser Zeit schuf Quinn ein umfangreiches fotografisches Werk von rund 9.000 Fotos von Picasso, dessen Familie, Freunden und künstlerischem Umfeld. Sie erschienen in den 1950er und 60er-Jahren nicht nur in verschiedenen Zeitungen und Magazinen, Quinn veröffentlichte auch zahlreiche Fotobüchern und Filme über den Jahrhundertkünstler. Die Arbeit mit Picasso animierte ihn darüber hinaus auch dazu, andere Künstler zu porträtieren, wie Max Ernst, Alexander Calder, Francis Bacon und Salvador Dalí.

„Ich konnte ihn zu unterschiedlichen Zeiten, an verschiedenen Orten fotografieren, manchmal beim Malen, Zeichnen oder der Arbeit an Skulpturen, und manchmal mit seinen Freunden und seiner Familie“, berichtete Edward Quinn über seine Zeit mit Picasso. Seine Aufnahmen sind nie gestellt oder bearbeitet. Stattdessen geben sie einen authentischen Einblick in das Leben und zugleich das Werk des Künstlers, denn, so Quinn, „letztlich folgte Picassos Leben nur einer Regel, und wurde von nur einer einzigen Leidenschaft getrieben: seiner Arbeit. Selbst wenn er gerade eigentlich nicht malte, war er dennoch stets versunken in seiner Kunst.“

Mit 125 zum Teil einzigartigen Momentaufnahmen dokumentiert die Ausstellung in Kombination mit Grafiken von Picasso aus der Sammlung des Kunstmuseum Pablo Picasso Münster zwei Jahrzehnte dieses außergewöhnlichen Künstlerlebens. Konzipiert wurde die Schau vom Musée Picasso in Antibes und dem Edward Quinn Archive.


Adresse

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
Picassoplatz 1
48143 Münster
Tel.: 0251 4144710
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