Ibbenbüren nimmt Abschied vom Kohlebergbau

 
 

 
 
 

Ibbenbüren - „Dieses Bergwerk hat die Geschichte des deutschen Steinkohlenbergbaus maßgeblich mitgeschrieben“, betonte Peter Schrimpf, RAG-Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsratsvorsitzender der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH, am 4. Dezember bei der Abschiedsveranstaltung „Letztes Fördergefäß“ auf der Schachtanlage von Oeyenhausen.

400 geladene Gäste, Belegschaftsmitglieder und Vertreter der Mitbestimmung nahmen gemeinsam Abschied von einer traditionsreichen Industriebranche im Tecklenburger Land.  Dr. Heinz-Werner Voß, Sprecher der Geschäftsführung,  konnte zahlreiche hochrangige Gäste und Wegbegleiter begrüßen, darunter NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, IG-BCE-Vorsitzender Michael Vassiliadis, NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann, die Präsidentin des Bezirksregierung Münster Dorothee Feller, der Münsteraner Bischof Dr. Felix Genn,  der gesamte Vorstand der RAG-Stiftung, Landrat Dr. Klaus Effing sowie die Bürgermeister der Kohlekommunen.

„Wir wollen uns in Dankbarkeit vor denen verneigen, die unser Land groß gemacht haben“, zollte Laschet den Bergleuten seinen Respekt. Peter Schrimpf skizzierte in  seiner Rede die Bedeutung des Ibbenbürener Reviers für die sozialverträgliche Umsetzung des Steinkohlefinanzierungsgesetzes und sagte den Mitarbeitern Dank für ihre Leistungen, Tugenden und Werte.

Mit dem Ende des Steinkohlenbergbaus gehe viel Wertschöpfung verloren, betonte Michael Vassiliadis. Die Entscheidung zum Ausstieg  halte er zwar nach wie vor für falsch. Er verdeutlichte aber, dass diese Entscheidung für den sozialverträglichen Auslauf getroffen werden musste.  Betriebsratsvorsitzender Uwe Wobben dankte in seiner Ansprache der Mannschaft für ihre Leistung und die hohe Motivation bis zuletzt. Dr. Klaus Effing und Dr. Marc Schrameyer, Bürgermeister der Stadt Ibbenbüren, würdigten die Bedeutung des Bergbaus sowie seiner Werte für die Region und zeigten sich zuversichtlich, den Strukturwandel erfolgreich zu gestalten.


 
 

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